Ich halte zu hohe Verdienste für ein ernst zu nehmendes Problem:
Würde ein Spitzenverdiener hohe Gehälter der eigenen oder einer anderen Berufsgruppe kritisieren?
Beispiel GDL-Streik: Ein Argument Weselskis für die Streiks sind die Spitzenverdienste der Bahnchefs trotz schlechter Performance. Er sehe nicht ein, warum die Lokführer da verzichten sollten, während Low-Performer fleißig kassieren. Sein Statement wurde zwar gesendet (denke, da kam man nicht drumherum), aber mal ausführlich diskutiert wurde das meines Wissens nach nirgens. Dabei finde ich das Argument schon nachvollziehbar. Kommentare auf Tagesschau.de waren, soweit ich das verfolgt habe, auch nicht möglich.
Was die Einkommens- oder Vermögensgerechtigkeit angeht (nicht nur bei der Bahn), gäbe es meiner Meinung nach aber einiges zu diskutieren.
Meine These: Spitzengehälter von Medienvertretern verhindern geradezu eine gute Debatte über gerechte Bezahlung bzw. Leistungsgerechtigkeit in der Gesellschaft. Ich halte das sogar für demokratiegefährdend.
Vorschlag: Bei z.B. maximal 150.000 € im Jahr (eher weniger) sollte Schluss sein. Ich meine, damit lässt sich komfortabel leben und es gibt sicher genug engagierte und fähige Leute, die entsprechende Jobs übernehmen würden. Wem das nicht genug ist, den halte ich für moralisch ungeeignet sowie angreifbar und in dessen Beiträgen dürfte aus Eigennutz heraus Kritik an ungerecht hohen Einkünften oder anderen Ungerechtigkeiten eher klein gehalten werden.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.03.2024 15:44).