auch noch einen kritischen und an Joe Biden und wegen Guantanamo. Die Kühnheit der Aktion überrascht dann doch. Man erschrickt ja.
"Wir werden die Rechte derjenigen wahren, die wir vor Gericht stellen.", so Biden. Eben das ist es ja: laut Verfassung ist es absolut unzulässig, Menschen so lang festzuhalten, ohne sie vor ein Gericht zu stellen. Ein ganz klarer Verfassungsbruch, der noch weitere Konsequenzen hat. Die Verfassung gilt entweder überall oder nirgends. Wenn sie hier für alle sichtbar außer Kraft gesetzt wurde, dann gilt sie auch anderswo nicht mehr. Durchaus das Thema von Black Lives matter, denn die Polizei erlaubt sich inzwischen so gut wie alles, insbesondere gegen Schwarze. Aber eben nicht nur. Die alten Krimis, in denen dem Verhafteten seine Rechte verlesen wurden, sind ein entschwundenes Idyll.
Was immer übersehen wird: Guantanamo hat seinen Zweck nicht erfüllt. Es sollte herausgefunden werden, wer für die Anschläge verantwortlich ist, wobei man sich sehr früh auf Osama Bin Laden festgelegt hatte. Dessen nahes und auch weites Umfeld ist es, was da in G. sitzt. Und? Konnte der Hergang rekonstruiert werden? Nicht im Geringsten. Auch mit den erfolterten Aussagen war es nicht möglich, den Hergang auch nur halbwegs glaubhaft zu rekonstruieren. Das ist wohl die Hauptkritik: es sind die Falschen, die da in Guantanamo sitzen.
Für mich ein Grund, die Richtigen mal woanders zu suchen. Tat ich hier:
Gruß Artur