Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Avatar von Kerl Klammer
  • Kerl Klammer

737 Beiträge seit 02.06.2020

60 Jahre Panorama Magazin

Vor ein paar Tagen wurde eine Panorama Extra Sendung gesendet, 60 Jahre Panorama.
Eine kleine Zeitreise, wo versucht wurde, die Arbeit dieser Sendung ins genehme Licht zu rücken.
Es gelingt im Besten Fall phasenweise, was irgendwie auch stellvertretend für die Beiträge steht.
Panorama hat sicherlich auch gute Beiträge gebracht, aber der Grundtenor, der bei dieser Sendung immer mitschwingt, nämlich dem Zuschauer die eine, aus ÖR-Sicht legitime Haltung mit auf den Weg zu geben, den werden sie nicht los. Neutral und haltungsfrei sucht man vergebens. Was Frau Reschke in Perfektion beherrscht, ist sich selbst zu beweihräuchern. Sie trägt mit ihrer stets subtilen Art, sich intellektuell über ihre Kritiker zu stellen, mit dazu bei, dass die Kritik am ÖR absolut gerechtfertigt ist.

https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2021/60-Jahre-Panorama-Noch-lange-nicht-genug,panoramasechzig110.html

Bewerten
- +
  • Avatar von kennie
    • kennie

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.12.2005

    Wenn du "neutral" und "haltungsfrei" präzisieren müsstest ...

    Antwort auf 60 Jahre Panorama Magazin von Kerl Klammer.

    ... dann hätten wir hier was zu lachen.

    Ist das sowas wie weder "rechts" noch "links" wie bei den Querdenkern?

    Ein sicherer Weg einen Menschen "haltungsfrei" oder "ideologiefrei" zu machen, wäre das Hirn rauszuoperieren.

    Ich fand an dem Intro von Panorama bezeichnend, dass sie bis heute nicht erwähnen, dass es auch in GB ein Panorama gibt oder Der Spiegel klingt verdammt nach Mirror. Mittlerweile lässt sich nicht mehr verheimlichen wie in den 80ern und 90ern in Vor-Internetzeiten, wie alle großen Medien nach der Niederlage der Nazis anfingen, nämlich mit Militäroffizieren in den Redaktionen, Lizenzen und Finanzspritzen von den Alliierten. Wenn man sich bei der Rechtfertigung von Kriegen den Weg der "Nachrichten" aka Kriegspropaganda anschaut, sieht man, dass der Geheimdienst diese Medien steuert, bzw. die Kriegstreiber und Kriegsgewinnler.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.06.2021 08:32).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von andimar
    • andimar

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.06.2004

    Antwort auf Wenn du "neutral" und "haltungsfrei" präzisieren müsstest ... von kennie.

    > Ein sicherer Weg einen Menschen "haltungsfrei" oder "ideologiefrei" zu machen, wäre das Hirn rauszuoperieren.

    Gerade dann gehen diese Menschen in die Politik.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von kennie
    • kennie

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.12.2005

    "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch"

    Antwort auf Re: Wenn du "neutral" und "haltungsfrei" präzisieren müsstest ... von andimar.

    Nach meiner Einschätzung werden Menschen opportunistisch, wenn sie den 1000sten "Kompromiss" machen oder wenn sie rücksichtslose bis kriminelle Geldmacherei gleich in ihrer Familie oder von "Mentoren" lernen. Die sind alle auch NICHT ideolgiefrei. Das ist eben kein Mensch. Im Gegenteil, Opportunisten sind oft sehr ideolgiebeladen, aber halten sich nicht an ihre eigene Ideologie, teils weil sie wissen, dass es Mist ist, teils weil sie eben lieber materielle Bedürfnisse vorziehen. Bolsonaro oder Donald Trump wären gute Beispiele. Die sind sehr ideologisch und gleichzeitig gnadenlose Opportunisten.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich wieder mit einer Gruppe diskutiere, die sich abspricht.

    Das Argument "Neutralität" ist ein ganz schlechter Witz. Wir sind Subjekte. Wir können versuchen objektiv zu sein oder fair gegenüber anderen Menschen. "Neutralität" ist ein Nebelbegriff. Bei der Corona-Pandemie als Nicht-Experten vorzugeben, dass man genau weiß, was Sache ist, und dass die Regierung und Bill Gates eine böse Verschwörung grundsätzlich planen würden und das dann mit Fake-Newsund hetzerischen Reden zu unterfüttern, hat mit Fairness oder Objektivität nichts zu tun.

    Fairness und Objektivität ginge in die Richtung, dass man sich mal zurückhält, wenn man nicht weiß, was Sache ist. Aber genau das kriegen Ken Jebsen, Jens Wernicke oder andere Schiefdenker eben überhaupt nicht hin. Ich hatte das schon bei dem letzten Artikel über Rubikon formuliert:

    Welcher Mensch entscheidet sich bei der Risikoabwägung von etwas Neuem dafür gleich die riskanteste Möglichkeit von allen auszuwählen?

    Weiter oben ist ein Artikel über kriminelle Clans: Von denen wirst du genauso hören: Die Andern machen es doch auch!

    Das sind keine Argumente, sondern zynische Ausreden. Wie bei den Clan-Mitgliedern auch, darf man einigen Derjenigen, die diese Ausreden bringen, unterstellen, dass sie genau wissen, dass sie nur Ausreden bringen, um Zeit zu schinden und zu trollen. Es ist so, wie wenn in Fussball wer umgetreten wird und der, der es getan hat, daneben steht und meint, er hätte doch gar nichts getan. Scheiss Schiri!

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.06.2021 10:23).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von VK462
    • VK462

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.09.2020

    Antwort auf Wenn du "neutral" und "haltungsfrei" präzisieren müsstest ... von kennie.

    Ein sicherer Weg einen Menschen "haltungsfrei" oder "ideologiefrei" zu machen, wäre das Hirn rauszuoperieren.

    Du schließt für Dich also aus, dass Du ergebnisoffen diskutieren kannst?
    Kann ich das dann als Einsicht werten?

    Wenn man sich bei der Rechtfertigung von Kriegen den Weg der "Nachrichten" aka Kriegspropaganda anschaut, sieht man, dass der Geheimdienst diese Medien steuert, bzw. die Kriegstreiber und Kriegsgewinnler.

    Und dennoch finde ich bei Dir nicht die geringste Skepsis, was die Medien anbelangt.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Kerl Klammer
    • Kerl Klammer

    737 Beiträge seit 02.06.2020

    Antwort auf "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch" von kennie.

    Schau dir doch einfach mal die Tagesschau/-themen oder andere politbasierte Magazine aus den 70er/80er Jahren an und vergleiche den Stil mit den heutigen Sendungen. Der Unterschied wird eigentlich direkt ersichtlich.
    Die transportierte Nachricht war sicherlich auch damals nicht ganz haltungsfrei, alleine schon aus dem Grund, dass man entschieden hat, die eine Nachricht ins Programm zu nehmen und die andere Nachricht nicht. Man hat sich aber eher noch Mühe gegeben die Haltung zu kaschieren bzw. subtiler in die Nachricht einfließen zu lassen. Das geschieht heute kaum noch. Ursächlich sehe ich zwei mögliche Gründe. Entweder ist es für die Redaktionen mittlerweile selbstverständlich geworden, dass in eine Nachricht auch die Haltung des Senders einzufließen hat oder ihnen fehlt schlicht die handwerkliche Fähigkeit ihre Haltung subtiler zu verstecken.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.06.2021 12:12).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von andimar
    • andimar

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.06.2004

    Antwort auf Re: "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch" von Kerl Klammer.

    > ... und vergleiche den Stil mit den heutigen Sendungen. Der Unterschied wird eigentlich direkt ersichtlich.

    Ja.
    Ich empfinde es mittlerweile als "Nachrichten mit Denkbetreuung", oder auch "Erziehungsfernsehen".

    Ein Freund von mir hat es anders ausgedrückt:
    "Schau nach, wie viele Adjektive in den Nachrichten sind".

    Auch da fällt auf, daß immer mehr Wertungen in den Artikeln stecken: "Die rechtspopulistische Partei X" usw.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von VK462
    • VK462

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.09.2020

    Antwort auf "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch" von kennie.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich wieder mit einer Gruppe diskutiere, die sich abspricht.

    Das Video hast Du wohl noch nicht angeschaut.

    Bei der Corona-Pandemie als Nicht-Experten vorzugeben, dass man genau weiß, was Sache ist, und dass die Regierung und Bill Gates eine böse Verschwörung grundsätzlich planen würden und das dann mit Fake-Newsund hetzerischen Reden zu unterfüttern, hat mit Fairness oder Objektivität nichts zu tun.

    Wo passiert das denn in der Realität?
    Du bist Doch der, der allen mit Vorurteilen begegnet, obwohl er die Vorwürfe nicht belegen kann.

    Fairness und Objektivität ginge in die Richtung, dass man sich mal zurückhält, wenn man nicht weiß, was Sache ist.

    Dann fang doch einfach bei Dir damit an.
    Oder denkst Du, deine Behauptung oben wäre objektiv?

    Bewerten
    - +
  • Avatar von andimar
    • andimar

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.06.2004

    Antwort auf "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch" von kennie.

    Da hast Du viel geschrieben zu einem eher nur sarkastisch von mir gemeintem Post,
    ich werde nicht auf alles antworten können.

    > Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich wieder mit einer Gruppe diskutiere, die sich abspricht.

    Was meinst Du damit? Hier jetzt im Forum?`Dann gehöre ich zumindest nicht zu so einer Gruppe.

    > Nach meiner Einschätzung werden Menschen opportunistisch, wenn sie den 1000sten "Kompromiss" machen oder wenn sie rücksichtslose bis kriminelle Geldmacherei gleich in ihrer Familie oder von "Mentoren" lernen

    Sie werden es nach meiner Beobachtung auch, sobald sie glauben, ihren Mitmenschen in ihren Ansichten oder Bestrebungen überlegen zu sein, z.B. aus moralischen Gründen.

    Bei Deiner Nennung von Trump oder Bolsonaro bin ich mir gar nicht sicher, ob die wirklich ideologisch sind oder nur Exemplare nahezu perfekten Opportunismus'.

    Ich glaube, ich weiß grob, was Du mit dem Unterschied von Neutralität und Objektivität meinst, aber so ganz klar ist mir nicht, warum Objektivität ein klarer Begriff sei, Neutralität jedoch unklar und schwammig.
    Bei beiden wird es doch unscharf, sobald Wertungen ins Spiel kommen. Objektiv ist ja ein Wort, das nicht nur auf das Festhalten von Meßwerten angewendet wird.

    > Fairness und Objektivität ginge in die Richtung, dass man sich mal zurückhält, wenn man nicht weiß, was Sache ist

    Dem kann ich klar zustimmen, obwohl es auch mir oft schwerfällt, mal die Klappe zu halten (siehe mein erster Post).

    > Weiter oben ist ein Artikel über kriminelle Clans: Von denen wirst du genauso hören: Die Andern machen es doch auch!

    Was genau meinst Du? Meine Suche fand nicht, was da wohl paßt.

    Allgemein zum Diskussionsstil:
    Ja, ich bemerke auch, daß für einige (viele?) mittlerweile wichtig ist, das letzte Wort zu haben und das mit Recht haben verwechseln. Dazu werden verschiedene immer gleiche Methoden eingesetzt, sei es Whataboutism, der Vorwurf desselben, ellenlange Linklisten von Sachen, die mit dem aktuellen Punkt wirklich nichts zu tun haben usw.
    Aber das wird Dir auch aufgefallen sein.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von kennie
    • kennie

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.12.2005

    Bring doch mal ein Beispiel

    Antwort auf Re: "Neutralität" "Die Anderen machens doch auch" von Kerl Klammer.

    als ob wir diese Diskussion nicht schon tausend Mal durch hätten. Ja und Willy Wimmer glaubt immer noch an den "rheinischen Kapitalismus". Shit happens.

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Ansicht umschalten