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  • Li-Jo

mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2019

Warum sehen wir überhaupt Reportagen aus Flüchtlingslagern?

Offenbar steckt dahinter oft ein politischer Wille mit Manipulationsabsicht. Bei Lukaschenko ist es nicht opportun, dem Druck des Diktators nachzugeben. Wenn Erdogan hingegen mit Flüchtlingen Druck auf Griechenland ausübt, um wieder mehr Geld zu kriegen oder weil die EU seine Syrienpolitik und sonstigen Menschenrechtsverletzungen kritisiert, dann sehen wir schnell, oh die bösen Griechen.

Die "Rettungsbote" von Soros-NGOs im Mittelmeer sind Helden, die Flugzeugbesatzungen von Belarus und Turkish Air hingegen Schleuser. (Dabei ersparen sie den Betroffenen nur den beschwerlichen Wasserweg, während man bei den Rettungsboten nicht ausschliessen kann, wie weit sie überhaupt der Grund sind, dass die Betroffenen das Risiko auf dem Wasser eingehen, wenn es sonst ganz aussichtslos wäre)

Dazu gibt es dann immer noch die gestellten Bilder, von die handvoll Frauen und Kinder unter den Flüchtlingen zusammen gestellt werden, um ein "repräsentatives Bild" des Flüchtlingslagers zu zeigen. In Belarus hingegen sieht man schon eher, wer da wirklich kommt.

Noch nie wurde so viel manipuliert wie heute. Man sollte das Recht haben, zu entscheiden, was man NICHT sehen will - und dafür Reporter kein Geld bekommen, wenn sie es trotzdem recherchieren wollen - die Crux der "öffentlich rechtlichen Medien".

Es gibt Sachen, die sind nicht schön anzuschauen, aber notwendig. Das kann man ein Mal entscheiden, indem man ausschaltet, und dann gut ist - man muss nicht immer wieder mit neuen Bildern auf anderen Kanälen kommen, um die Leute zu nerven.

Das Schicksal der Flüchtlinge mag hart und herzlos sein. Die ganzen Messermorde und Massenvergewaltigungen im Zusammenhang mit der Migrationspolitik sind das aber auch. Ich will selbst für mich entscheiden, was davon mich mehr berührt und meine Entscheidungen und Ansichten bestimmt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.11.2021 22:04).

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  • Avatar von Hambarg
    • Hambarg

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.12.2019

    Antwort auf Warum sehen wir überhaupt Reportagen aus Flüchtlingslagern? von Li-Jo.

    https://www.spiegel.de/spiegel/toedlicher-kampf-von-muslimen-und-christen-auf-einem-fluechtlingsboot-a-1186738.html

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  • Avatar von XavierS
    • XavierS

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.08.2020

    Antwort auf Warum sehen wir überhaupt Reportagen aus Flüchtlingslagern? von Li-Jo.

    Erdogan zieht bizarre Vergleiche: Der Moslem als ewiger Jude in Europa

    Die grauenhaften Bilder von Gelsenkirchen sind noch gar nicht aus den Köpfen raus (und das sollten sie auch niemals!), da meldet sich schon der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit einer ungeheuren Behauptung zu Wort: So gebe es zwischen Moslems und Juden eigentlich gar keinen Unterschied. Im Gegenteil: Laut dem 67-Jährigen sind die Muslime in Europa in der gleichen Situation wie die Juden in der Zeit vor dem Holocaust. Sprich: Die Gaskammern warten schon, Rechte wollen den armen Arabern ans Leder, kauft nicht bei den Teppichhändlern ein! Das Ganze mutet wie ein geschmackloses Märchen aus „1000 und eine Nacht“ an.

    Erst kürzlich zeigte sich Erdogan noch für den Beitritt der Türkei in die EU, heute ist Europa „ein Gefängnis für Muslime“. Dass diese immer noch in Scharen als scheinbare Flüchtlinge zu uns kommen hat ihm wohl noch keiner erzählt. Und auch nicht, wie sehr sie die Sozialsysteme belasten, das Niveau nach unten ziehen und die innere Sicherheit gefährden. Im Gegenteil: Europa habe ein Rassismusproblem, so die ewig gleiche Leier. „Die derzeitige Entwicklung ist eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Muslime in Europa“, lamentierte der türkische Staatschef in einer Rede am Mittwoch. Und weiter: „Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Klima des Hasses auf die Juden vor dem Zweiten Weltkrieg und dem Klima, das heute gegen die Muslime geschürt wird“, behauptete Erdogan allen Ernstes. Dass der Antisemitismus durch immer neue Islam-Importe erst wieder salonfähig gemacht wurde, interessiert ihn nicht.

    Bereits im Herbst letzten Jahres warnte er vor einem Holocaust gegen seine Glaubensbrüder: „Die Muslime erleben heute eine Lynchkampagne, wie sie gegen Juden in Europa zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geführt wurde.“

    Gegen Trump, der niemals Krieg führte, wurde unisono gehetzt – einer wie Erdogan darf schlichtweg alles von sich geben. Eine nach links entrückte Welt macht dies möglich. Dem 67-Jährigen ging es dabei um die Beschlüsse der französischen Regierung, um künftig härter gegen radikale Islamisten vorzugehen. Vereine und Moscheen sollen schneller geschlossen werden, wenn dort eindeutiger Hass gepredigt wird.

    Erdogan hatte daraufhin zum Boykott französischer Produkte aufgerufen und dem Staatschef Emanuel Macron geraten, mal zum Arzt zu gehen: „Welche Probleme hat diese Person namens Macron mit den Muslimen und dem Islam? Macron braucht psychiatrische Behandlung.“ Einmal in Fahrt, legte Erdogan nicht nur eine Schippe drauf: „Das Virus der Islamophobie, das genauso gefährlich ist wie das Coronavirus, verbreitet sich rasend schnell, vor allem in europäischen Ländern“. Soziale Krankheiten wie Diskriminierung würden grassieren: „Europa, wo 35 Millionen Muslime leben, darunter sechs Millionen Türken, verwandelt sich immer mehr in ein Freiluftgefängnis für unsere Brüder und Schwestern“, klagte der ewig pöbelnde türkische Staatschef.

    https://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/-kein-unterschied–erdogan-vergleicht-muslime-in-europa-mit-juden-vor-dem-holocaust-38387040

    https://de.euronews.com/2020/10/26/erdogan-europas-muslime-behandelt-wie-juden-vor-dem-2-weltkrieg

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/tuerkei-erdogan-nennt-europaeische-politiker-faschisten/26309632.html?ticket=ST-4168342-LJIPOmJrJ5h1yOkz3Rzi-ap2

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  • Avatar von Citizen A.
    • Citizen A.

    86 Beiträge seit 31.08.2020

    Antwort auf Re: Warum sehen wir überhaupt Reportagen aus Flüchtlingslagern? von XavierS.

    Man sollte dem Padischah-Imperator vom Bosporus einfach anbieten,, daß man alle ausreisewilligen Muslime aus Europa zu ihm transportiert, damit er sich dann um die kümmern kann. Fragt sich nur, wie viele dazu bereit wären, und was seine eigene Bevølkerung davon halten würde.

    Wird also eher nicht passieren, egal, was und wie er noch herumposaunt.

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