Da wird durch gezielte Staus auch dafür gesorgt, dass die Leute mehr Probleme haben, genug Geld zu verdienen, um umweltfreundlicher Leben zu können.
Recht oft fährt man mit dem ÖP(N)V verglichen mit dem Auto auch größere Umwege, sehr umweltfreundlich. Da braucht man halt BEV + festen Stellplatz mit sinnvoller Lademöglichkeit für jedes seiner BEV (reale Ladeleistung und zusätzl. Abrechnungskosten machen die Sache auch teurer).
Die Bahn ist eine Umweltsau bzw. macht nicht richtig sauber, wenn's um's Beseitigen von Schäden geht bzw. lassen Geschädigte am langen Arm verhungern, z. B. https://www.bo.de/lokales/ortenauticker/freyersbacher-mineralwasser-verschwindet-vom-markt-0 und https://www.youtube.com/watch?v=slqLnZs52WE
Wird aber meist in den Medien auch nicht wirklich angesprochen wenn's um die Umweltfreundlichkeit der Bahn geht.
Die Kernprobleme werden auch garnicht angesprochen:
Als ich ein Kind war:
- war meine Mutter die meiste Zeit Hausfrau. Das Gehalt von meinem Vater hat gereicht. Heißt auch weniger Berufsverkehr. Nicht immer findet man passende Jobs für beide in der Nähe. Weniger Berufsverkehr entlastet auch den Verkehr in dicht besiedelten Gebieten mit erfahrungsgemäß eher überlastetem ÖPNV.
- waren die Kinder dementspr. nicht soviel unterwegs. Höchstens mal bei Klassenkameraden etc. oder in einem Verein.
- gab's viel mehr Einkaufsmöglichkeiten für den tägl. Bedarf in fußläufiger Entfernung.
- sind die Leute nicht so alt geworden, also musste man sich weniger um sie kümmern.
- Haben sich die Kinder immer intensiv um die Eltern gekümmert, sodass die lange zu Hause ohne Pflegedienstunterstützung leben konnten.
Heute:
- wollen/müssen meist beide Eltern arbeiten weil sonst die Kohle nicht reicht.
- die Jobs sind tendenziell immer weiter weg, weil immer stärker sinnfrei Jobs konzentriert wurden (Corona hat immerhin für einen erheblichen Home-Office-Schub gesorgt).
- dementspr. sind die Kinder unter der Woche die ganze Zeit zwischen Schule, Vereinen(!) und Tageseltern unterwegs, bevor sie nach Hause dürfen. Meine Eltern waren Tageseltern und mussten die Kinder z. T. auch mit dem Auto fahren, weil das Instrument zu große für den Transport auf dem Fahrrad war und/oder die Kinder noch nicht (alleine) Rad fahren konnten, sie aber die anderen Tageskinder nicht daheim lassen konnten, weil gerade nur einer von beiden Zeit hatte (ÖPNV kann man hier zieml. vergessen und mit kleinen Kindern sowieso).
- die Supermärkte & Co. hier im "Eher Wohngebiet" sind weitestgehend verschwunden, dafür sind die Supermärkte in größerer Form an den Stadträndern aufgepoppt, wohl u.a. wg. Faktor Lärm -> mehr fahren. Und den Läden die geblieben sind, wird sinnlos die Anlieferung erschwert z. B. mit überflüssigen Verkehrsinseln, die Fußgänger nicht verwenden dürfen und bislang nicht gebraucht wurde, weil immernoch ein Zebrastreifen wenige Meter entfernt.
- fahren massenhaft Pflegedienst-Fahrzeuge & Co. kreuz und quer durch die Stadt, weil es soviele alte Menschen gibt, die nachvollziehbarerweise nicht in die "Alte-Knacker-Kasernen" wollen und die halt auch ihre Vorlieben haben, wann sie aufstehen oder ins Bett wollen, sodass keine dermaßen stark optimierte Route wie bei einem Paketzusteller möglich ist.
Aber auch die Grünen-Mitglieder wollen ja weiterhin soviel reisen wie sie wollen: https://www.heise.de/tp/features/Flygskam-Scham-und-Schande-fuer-das-Fliegen-mit-dem-Flugzeug-4354163.html
Hab leider sowas auch in der Verwandtschaft. Kein Auto, aber 5 Fahrräder inkl. Ladenrad, dazu noch Leih-(E-)Bikes, die lt. Fraunhofer ISI effektiv schnell mal CO2-techn. schlechter sein können als ein BEV-PKW. Mein Auto + mein Fahrrad brauchen definitiv weniger Platz -> Rebound-Effekt bei meinen Verwandten.
Andere benutzen generell viel weniger das Flugzeug oder reisen gar generell viel weniger als solche Leute, sollen dann aber bei 130km/h auf der Autobahn sinnlos Strom direkt im Akku verheizen oder an der nächsten Ladesäule unnötig Zeit verlieren, weil der Akku bei 130km/h halt nicht warm genug wird, weil alles so effizient ist: https://www.youtube.com/watch?v=8eG-ICU0PYg
Aber bei der Bahn sind 200km/h ok, obwohl die Züge ständig Verspätungen wg. Personenschäden am Gleis haben. Hatte einige Jahre den Vergleich mit einem Kollegen aus der Nachbargemeinde, der eine ICE-Jahreskarte für die Pendelei zur Arbeit hat. Trotz aller Autobahnstaus war er öfters deutl. später als ich. Und ich habe als Autofahrer in den Jahrzehnten wo ich meinen Führerschein schon habe nie einen Fußgänger oder Radfahrer erfasst, auch wenn die total bescheuerten Scheiß gemacht haben, der mich wenn ich mit dem Rad dort gefahren wäre massiv gefährdet hätten (dazu die vielen Situationen wo ich mit den Rad untewegs war und durch offenbar die selben Idioten tatsächl. gefährdet wurde).
Kurz: Bei den meisten von der letzten Generation würde ich mich nicht wundern, wenn das genau die Kiddis sind, die alles vor der Haustür aber ohne Lärm in der Nacht wollen, weil ja die Eltern zahlen (die sich nicht mal richtig um ihre Groß-/Eltern kümmern). Bzw. sie wollen ständig durch die Stadt bzw. die weite Welt kutschiert werden und das aber irgendwie zumindest für ihren Social-Media-Account so tun (also z. B. auch zu Demos reisen), als täten sie was für die Umwelt.
Z. T. lassen die sich wohl auch dafür bezahlen. Spätestens dann haben sie sich selbst die Glaubwürdigkeit genommen und die Bevölkerung gegen sich aufgebracht statt positiv dazu zu animieren, auch was für's Klima zutun.
notting