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  • cbhl

292 Beiträge seit 16.03.2023

Danke für diesen Beitrag!

Es ist nicht nur erschreckend sondern regelrecht ekelhaft, wie aktuell die Lehren aus unserer Geschichte bewusst verdrängt werden - wobei man, wenn man fies ist, auch sagen könnte, man knüpft daran an.

Ich hab damals mit meinen Mitschülern den Victor-Klemperer-Preis bekommen, weil wir die Geschichte das NS-Verfolgung in unserer Region recherchiert haben. Otto Schily, Vanessa May, US-Botschafter Coats - mit nem farbigen Menschen am Klavier in der damaligen Dresdner Bank direkt am Brandenburger Tor. Was wurden dort für Reden gehalten, die uns Deutsche Jugend vor dem Faschismus warnten und wie er in der Sprache beginnt.

Wenn man heute die Tagebücher von Klemperer liest, stellt man erstaunlich viele Parallelen fest. Spiegel Online ist dabei ein gutes Beispiel für "stürmische" Sprache, an der ein Julius Streicher seine Freude gehabt hätte.

Aber das Gleiche sieht man auch hier im Forum: kaum eine Russenerwähnung geht ohne abwertende Adjektive. Geht direkt von der Linse ins Hirn und da bleibt es dann.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Und ich weiß gerade nicht, ob ich es cool finde, dabei zuzuschauen. Aber was kann man sonst tun? Forenbeiträge schreiben? ;)

Liebe Grüße aus Lübeck!
cb

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