In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Mitforisten dieses sehr interessante Interview mit Costas Lapavitsas empfehlen, der im Gespräch mit Aaron Bastani eine verstörende Analyse der EU vornimmt.
https://www.youtube.com/watch?v=PFnrWbo6uJA
In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Mitforisten dieses sehr interessante Interview mit Costas Lapavitsas empfehlen, der im Gespräch mit Aaron Bastani eine verstörende Analyse der EU vornimmt.
https://www.youtube.com/watch?v=PFnrWbo6uJA
Antwort auf The Left Case Against The EU von ionel.
ionel schrieb am 19.01.2022 08:21:
The Left Case Against The EU
In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Mitforisten dieses sehr interessante Interview mit Costas Lapavitsas empfehlen, der im Gespräch mit Aaron Bastani eine verstörende Analyse der EU vornimmt.https://www.youtube.com/watch?v=PFnrWbo6uJA
Costas Lapavitsas zeigt daß man erst mit Marx im Theoriewerkzeugkasten verstehen kann was vorgeht.
Nicht finstere Pläne von Leuten gestalten die Zukunft mit ihrem Willen sondern hinter dem Rücken der Beteiligten setzen sich Systemzwänge durch.
Danke für den Link.
Antwort auf Re: Costas Lapavitsas von blu_frisbee.
blu_frisbee schrieb am 19.01.2022 12:47
Nicht finstere Pläne von Leuten gestalten die Zukunft mit ihrem Willen sondern hinter dem Rücken der Beteiligten setzen sich Systemzwänge durch.
Bleibt die Frage:
Wenn der Kapitalismus ohne menschliche Akteure und deren willentlicher Beteiligung, quasi einem Naturgesetz gleich, als System funktioniert, wie kann er dann durch Menschen geändert werden?
Antwort auf Re: Costas Lapavitsas von Rob 1.
Rob 1 schrieb am 20.01.2022 14:19:
blu_frisbee schrieb am 19.01.2022 12:47
Nicht finstere Pläne von Leuten gestalten die Zukunft mit ihrem Willen sondern hinter dem Rücken der Beteiligten setzen sich Systemzwänge durch.
Bleibt die Frage:
Wenn der Kapitalismus ohne menschliche Akteure und deren willentlicher Beteiligung, quasi einem Naturgesetz gleich, als System funktioniert, wie kann er dann durch Menschen geändert werden?
Die Bolschewiki habens vorgemacht.
Wenn sie eins bewiesen haben, dann: daß es geht.
https://www.youtube.com/watch?v=bzu01gO3pi4
Leider hatten sie nach der Revolution nix G'scheits damit angestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=M81PSEpdnws#29:16_Decker_Sozialismus
Die Menschen im Kapitalismus sind nicht Akteure sondern Agenten (Marx schreibt "Charaktermasken") ihrer ökonomischen Rolle.
Eigentum ist die Macht andere vom Gebrauch der Sache auszuschließen. Damit die Macht die Bedingung zu setzen zu der andere die Sache gebrauchen dürfen: Gratis arbeiten oder Mieten zahlen und damit das Eigentum vermehren.
Antwort auf Re: Petersburg 1917 von blu_frisbee.
blu_frisbee schrieb am 20.01.2022 15:36
Leider hatten sie nach der Revolution nix G'scheits damit angestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=M81PSEpdnws#29:16_Decker_Sozialismus
Interessantes Interview.
Die Menschen im Kapitalismus sind nicht Akteure sondern Agenten (Marx schreibt "Charaktermasken") ihrer ökonomischen Rolle.
Naja, die Treiber im Kapitalismus, welche nach immer mehr Macht und Eigentum streben, würde ich schon als Akteuere bezeichnen, denn theoretisch könnten die ja das Spielfeld jederzeit verlassen.
Eigentum ist die Macht andere vom Gebrauch der Sache auszuschließen. Damit die Macht die Bedingung zu setzen zu der andere die Sache gebrauchen dürfen: Gratis arbeiten oder Mieten zahlen und damit das Eigentum vermehren.
Das ist der Kern des Problems seit der Seßhaftwerdung des Menschen, der damit steuerbaren Ernährung und seiner Ausbreitung.
Im Grunde hätte jeder der derzeit 7,X Mrd. lebenden Menschen Anspruch auf den gleichen Anteil an den Resourcen, einfach Kraft seiner Existenz.
Antwort auf Re: Petersburg 1917 von Rob 1.
Rob 1 schrieb am 20.01.2022 18:12:
Die Menschen im Kapitalismus sind nicht Akteure sondern Agenten (Marx schreibt "Charaktermasken") ihrer ökonomischen Rolle.
Naja, die Treiber im Kapitalismus, welche nach immer mehr Macht und Eigentum streben, würde ich schon als Akteuere bezeichnen, denn theoretisch könnten die ja das Spielfeld jederzeit verlassen.
Theoretisch könnens nur personale Kapitalisten, das meiste Kapital wird von juristischen verwaltet. Praktisch nur wenn der Kapitalist pleite geht.
Das Kapital verschwindet dann nicht sondern gehört jemand anderem.
Es ist ein gesellschaftlicher Zusammenhang in dem die Menschen Marionetten sind.
https://youtu.be/cI2Oniil5zw?t=2360#Fetisch Charles De Brosses
Die Dinge, die der Wilde anbetet haben wir auch.
Antwort auf Re: Fetisch von blu_frisbee.
blu_frisbee schrieb am 21.01.2022 00:59
Naja, die Treiber im Kapitalismus, welche nach immer mehr Macht und Eigentum streben, würde ich schon als Akteuere bezeichnen, denn theoretisch könnten die ja das Spielfeld jederzeit verlassen.
Theoretisch könnens nur personale Kapitalisten, das meiste Kapital wird von juristischen verwaltet. Praktisch nur wenn der Kapitalist pleite geht.
Das Kapital verschwindet dann nicht sondern gehört jemand anderem.
Ich denke mal, mit "juristisch verwaltet" sind z.B. Stiftungen gemeint, aber auch hier gibt es ja Jemanden, der entscheidet, wie das Kapital eingesetzt wird und der sich überhaupt entschieden hat, so eine Stiftung zu gründen.
Idealerweise will Derjenige auch weiterhin die Kontrolle über die Stiftung behalten und kann eine Vergütung aus der Stiftung erhalten.
Was das mit dem "Pleite gehen des Kapitalisten" zu tun hat, habe ich jetzt nicht verstanden.
Es ist ein gesellschaftlicher Zusammenhang in dem die Menschen Marionetten sind.
https://youtu.be/cI2Oniil5zw?t=2360#Fetisch Charles De Brosses
Die Dinge, die der Wilde anbetet haben wir auch.
Das Gespräch war auch interessant.
Besonders der Vergleich mit dem Mittelalter, wo die Klassenunterschiede für Jeden klar erkennbar waren, was Heute in der bürgerlichen Gesellschaft nicht mehr der Fall ist, weil den Meißten ihre tatsächliche gesellschaftliche Position völlig unklar ist.
Wer registriert denn noch, dass seine erbrachte Arbeitsleistung bzw. seine Steuern und Abgaben größtenteils in den Taschen des Kapitals/der Oligarchie landen?