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mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2022

Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet!

(leicht geänderte Wiederholung eines Beitrages von mir)

Ich denke nicht, daß es aktuell an den Politikern liegt, daß die Ukraine nicht die Waffensysteme bekommen, um eine reelle Chance auf einen Sieg zu haben.

In den ersten Kriegsmonaten hat sich die politische Führung der Ukraine-Unterstützungsstaaten stark zurückgehalten, mit den Lieferungen von zwingend notwenigen Waffensystemen. Jeder weiß, wann ungefähr die erste selbstfahrende Artillerie die Ukraine erreichte - und in welcher Stückzahl.
Als die politischen Führungen den Schuß endlich gehört hatten, mußten sie aus ihrem Eingemachten liefern: selbst die USA. Die USA zog Artilleriegranaten aus ihren Langern in Süd-Korea ab und die europäischen NATO-Mitglieder räumten ihre Vorratslager praktisch leer!

Wer mir hier erklären will, die NATO hat sich jahrelang oder monatelang auf den russischen Angriffskrieg vorbereitet, darf von mir aus an seiner Lüge ersticken.
Verschwörungstheorien sind mir ohnehin zuwider, weil sich ihre Verfechter über jeden toten Menschen diebisch freuen, solange diese Leiche ihre Theorie bestätigt!

Die Ukraine-Unterstützerstaaten sind jetzt in Lieferschwierigkeiten, weil militärische Ersatzteile und militärische Verbrauchsgüter nun direkt aus den Produktionslinien der Rüstungsindustrie an die Front in der Ukraine geliefert werden.
Die NATO-Mitglieder haben nicht mehr genug Kriegswaffen.

Zudem hatten die russischen Streitkräfte in den letzten Monaten genug Zeit, sich in der Tiefe mehrfach gestaffelt in ukrainischer Erde einzugraben.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.07.2023 18:52).

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    • pekro78

    640 Beiträge seit 21.06.2023

    Antwort auf Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von ratwol22.

    Die Amerikaner umso mehr

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    mehr als 1000 Beiträge seit 18.11.2014

    direkt aus den Produktionslinien der Rüstungsindustrie

    Antwort auf Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von ratwol22.

    Die Waffensysteme, die der Ukraine geliefert wurden, sind Trägersysteme für Antiquitäten.

    Nicht nur die Maschinen für die Produktion, sondern auch die Teile aus irgendwelche Panzer oder Marschflugkörper sind teilweise nicht mehr im Markt verfügbar.
    Die Lieferketten aufzubauen um alte Waffensysteme zu bauen ist eine Mission Imposible.
    Alleine der Reaktivierung von Produktionsstätten für einfache Artelleriemunition dauert eine Ewigkeit. Bei Chips, die in älteren Panzer und Marschflugkörper verbaut sind, sind mittlereile die Produktionmaschinen Antiquitäten oder schon verschrottet.

    Daher sind zur Zeit die Drohnen, weil eine der neueste Waffengattung, die gefährlichsten Waffen. Sogar umgebaute Spielzeuge sind effektiver als alte Lenkraketen und können schnell nachproduziert werden.

    Die Rüstungsindustrie hat in den letzten 20-30 Jahren die modernsten Verbundwaffensysteme entwickelt, die möglichst keine Soldaten mehr in Gefahr bringen.
    Zum Beispiel aus Kalifornien per Joystik irgenwelche Taliban in Afghanistan zu töten, oder von einem Flugzeugträger 2000 km entfernte Ziele zu zerstören.

    Auf so einem Bodenkrieg für Landgewinnung ist und war die Nato nicht vorbereitet.
    Die Restbestände haben nicht genügt Russland zurück zu schlagen, und jetzt hat die Nato ein großes Problem. Auch wenn es nicht direkt ausgesprochen wird.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2022

    Antwort auf Re: Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von pekro78.

    pekro78 schrieb am 21.07.2023 19:06:

    Die Amerikaner umso mehr

    wie sieht es aus bei dir? hast du schom atemnot?

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    • jc1

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.07.2012

    Und wieso hätte sie darauf vorbereitet sein sollen?

    Antwort auf Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von ratwol22.

    Sie ist ein kollektives Verteidigungbündnis gegen Angriffe auf einen ihrer Mitgliedsstaaten, zu denen meines Wissens die Ukraine weder gehört noch assoziiert ist.
    Wenn die politischen Führungen einzelner Staaten auf der Basis von - sagen wir mal - Nachbarschaftshilfe der Ukraine hätten zu Hilfe kommen wollen, dann hätten sie aufgrund der schon seit mehr als einer Dekade dauernden Konflikte im Donbas Zeit genug gehabt, sich zu überlegen, ob und wie sie sich dabei zwischen der Unterstützung der Ukraine einerseits und der Vermeidung einer eigenen Konfontation mit der russischen Föderation hindurchlavieren können. Nichts davon ist sichtbar geworden. Es kann offen bleiben, ob die Führung der russischen Föderation sich genau dadurch Erfolg bei ihrer sog. Spezialoperation versprach. Es kann auch offen bleiben, ob ihre Krim-Okkupation ein Versuchsballon war. Aber was man jetzt sieht, ist auf Seiten der Ukraine-Unterstützer-Allianz ein Aktionismus, der eher danach aussieht, als ob jeder in seinen durch "Ausschüttungen von Friedensdividende" ausgedünnten Depots zusammenzukratzen scheint, was über den notwendigen Selbstbehalt hinausgeht. So kann das nichts werden, schon gar nicht auf kurze Sicht. Für Verhandlungen spräche also einiges, weil es noch ein paar andere Großbaustellen in der globalen Ökonomie gibt, die der Störsignale solcher Konflikte gewiß nicht bedürfen.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2023

    Antwort auf Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von ratwol22.

    Was hat denn die NATO dann die ganzen Jahre gemacht? Es ist doch ein Verteidigungsbündnis gegen Russland? Worauf haben sie sich denn stattdessen vorbereitet?

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.07.2023 20:26).

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    • pekro78

    640 Beiträge seit 21.06.2023

    Antwort auf Re: Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von .

    Karyptis schrieb am 21.07.2023 20:26:

    Was hat denn die NATO dann die ganzen Jahre gemacht? Es ist doch ein Verteidigungsbündnis gegen Russland? Worauf haben sie sich denn stattdessen vorbereitet?

    Gute Frage. Passt so gar nicht ins "böse Überraschungs-Narrativ". Es gab längst die NATO-Ukraine-Charta: Ein am 9. Juli 1997 auf dem NATO-Gipfel in Madrid verabschiedeter militärischer Partnerschaftsvertrag zwischen der NATO und der Ukraine.
    Ich gehe davon aus, dass man sich nicht zum Kegeln traf.

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    • Dong Digi Digi

    476 Beiträge seit 12.01.2018

    Korrekte Analyse

    Antwort auf Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von ratwol22.

    Dennoch denke ich, die USA haben diesen Konflikt mit vollster Absicht provoziert, im Glauben, dass die Wirtschaftssanktionen oder wenigstens die Kriegskosten Russland entscheidend destabilisieren würden. Die ukrainische Armee hat vermutlich sogar besser Performer als erwartet, ein militärischer Sieg der Ukraine war m. E. aber nie ein Szenario, das wäre auch viel zu gefährlich auf globaler Ebene.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2022

    Hätten darauf vorbereitet sein können - waren aber reaktionsträge

    Antwort auf Und wieso hätte sie darauf vorbereitet sein sollen? von jc1.

    jc1 schrieb am 21.07.2023 20:15:

    ... dann hätten sie aufgrund der schon seit mehr als einer Dekade dauernden Konflikte im Donbas Zeit genug gehabt, sich zu überlegen, ob und wie sie sich dabei zwischen der Unterstützung der Ukraine einerseits und ... Aber was man jetzt sieht, ist auf Seiten der Ukraine-Unterstützer-Allianz ein Aktionismus, der eher danach aussieht, als ob jeder in seinen durch "Ausschüttungen von Friedensdividende" ausgedünnten Depots zusammenzukratzen scheint, was über den notwendigen Selbstbehalt hinausgeht. So kann das nichts werden, schon gar nicht auf kurze Sicht. Für Verhandlungen spräche also einiges, weil ...

    Man sollte davon ausgehen, daß seit Februar 2014 genug Zeit vergangen ist, um sich vorzubereiten in der NATO-Etage. Man hat sich nicht auf einen Krieg vorbereitet und daher aktuell nicht in der Lage, der Ukraine ausreichend zu helfen.

    Eines muß vermieden werden: das dieser Krieb für die östliche und südliche Ukraine so endet, wie für den Kosovo! Die Bevölkerung im Kosovo kommt aus der Sch_iße seit Jahrzehnten nicht 'raus und es ist keine Verbesserung ihrer Situation in Sicht. Sie wohnen derweil nicht einmal mehr in einem Staat!

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.07.2023 23:06).

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    mehr als 1000 Beiträge seit 16.07.2012

    Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis auf ...

    Antwort auf Re: Die NATO war auf diesen Krieg nicht vorbereitet! von .

    Karyptis schrieb am 21.07.2023 20:26:

    Was hat denn die NATO dann die ganzen Jahre gemacht? Es ist doch ein Verteidigungsbündnis gegen Russland? Worauf haben sie sich denn stattdessen vorbereitet?

    ...Gegenseitigkeit gegen Angriffe Dritter, die sich gegen ein NATO-Mitglied richten. Solange die Ukraine kein NATO-Mitglied sind, tritt diese Beistandspflicht nicht ein. Und die Ukraine kann, solange sie sich mit Russland kloppt, auch keines werden. Natürlich haben sich einige, worauf in meinem vorigen Post angespielt wurde, "Vereinsmitglieder" einen schlauen Lenz gemacht und die übelsten nicht einmal ihre zugesagten "Mitgliedsbeiträge" (2% vom BSP) gelöhnt, sondern die Friedensdividende eingesackt, also für lächerliche Gutachten (hat jemals einer eines dieser Machwerke gesehen?) irgendwelcher Consulting-Buden rausgehauen, sich um schwangerentaugliche Soldatenkleidung bzw.Turmeinstiegsluken und derlei Albernheiten gekümmert und einen fetten Prozeß gegen einen Gewehrhersteller mit viel Lärm verloren hatten. Aber weil nach der Zerfall der Sowjetunion die Herausgabe ihrer Kriegsbeute, der DDR, geräuschlos über die Bühne ging und man einige Geschäfte in Sachen Gas und Röhren mit ihrem Rechtsnachfolger abschloß, wäre es einem Affront gleichgekommen, diesem Rechtsnachfolger gleich wieder die Pistole zu zeigen, bildlich gesprochen, nachdem man schon zuvor den Warschauer Pakt zu zerfleddern geholfen hatte.
    Das alles hat eben ein Umfeld geschaffen, aus dem nur so etwas wie diese unselige russische Spezialoperation den Weg heraus gezeigt hat, nachdem nicht einmal die vorherigen Zersetzungsaktionen gegen die staatliche Entität der Ukraine seitens Rußlands (Vereinnahmung des Donbass, der Krim) das vermocht hatten.

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