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  • Sinerider

mehr als 1000 Beiträge seit 13.11.2020

Es ist vorbei

"Dass sich die Regierung von Präsident Joe Biden nicht ernsthaft um eine Annäherung an China bemüht, hat auch innenpolitische Gründe. Nächstes Jahr wird der nächste US-Präsident gewählt."

Das impliziert, Biden würde aus (schäbigen?) machtpolitischen Gründen aggressiv gegen China auftreten. Dem ist nicht so.

1. Die Globalisierung muss und wird zu Ende gehen.

https://www.telepolis.de/forum/Telepolis/Kommentare/Globale-Entkopplung-zwischen-West-und-Ost-Zum-ewigen-Krieg/Globalisierung/posting-42788999/show/

Chinas erklärtes Ziel ist eine Autarkie bezüglich Industriegütern. Die USA ziehen mit dem Inflation Reduction Act Produktionsstätten an.

2. China trainiert mit großangelegten Manövern den militärischen Überfall auf Taiwan. Wenn man sieht, was Russland sich erlaubt hat, dann kann dies auch von dieser Diktatur nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Das würde dann ebenfalls ein Embargo ergeben, auf das man vernünftigerweise vorbereitet sein muss.

3. Die Bandbreite in dem der Renminbi von China gehalten wird, ist immer noch nicht geeignet die massiven Handelsüberschüsse einzudämmen. China nimmt immer noch nicht am System der freien Wechselkurse und der voll konvertierbaren Währungen teil. Wieso unter diesen Umständen China den Status einer Marktwirtschaft zuerkannt wurde ist rätselhaft.

Gemäß WTO/GATT-Vereinbarungen darf sich die USA gegen ihre Handelsdefizite mit tarifären und nicht-tarifären Handelsbeschränkungen wehren.

https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1959/1745_1807_1812/20030812/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-1959-1745_1807_1812-20030812-de-pdf-a-1.pdf

Siehe dort unter dem Stichpunkt Zahlungsbilanz.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.07.2023 07:39).

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  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Es ist vorbei von Sinerider.

    Sinerider schrieb am 13.07.2023 07:38:

    "Dass sich die Regierung von Präsident Joe Biden nicht ernsthaft um eine Annäherung an China bemüht, hat auch innenpolitische Gründe. Nächstes Jahr wird der nächste US-Präsident gewählt."

    Das impliziert, Biden würde aus (schäbigen?) machtpolitischen Gründen aggressiv gegen China auftreten. Dem ist nicht so.

    1. Die Globalisierung muss und wird zu Ende gehen.

    https://www.telepolis.de/forum/Telepolis/Kommentare/Globale-Entkopplung-zwischen-West-und-Ost-Zum-ewigen-Krieg/Globalisierung/posting-42788999/show/

    Chinas erklärtes Ziel ist eine Autarkie bezüglich Industriegütern. Die USA ziehen mit dem Inflation Reduction Act Produktionsstätten an.

    2. China trainiert mit großangelegten Manövern den militärischen Überfall auf Taiwan. Wenn man sieht, was Russland sich erlaubt hat, dann kann dies auch von dieser Diktatur nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Das würde dann ebenfalls ein Embargo ergeben, auf das man vernünftigerweise vorbereitet sein muss.

    3. Die Bandbreite in dem der Renminbi von China gehalten wird, ist immer noch nicht geeignet die massiven Handelsüberschüsse einzudämmen. China nimmt immer noch nicht am System der freien Wechselkurse und der voll konvertierbaren Währungen teil. Wieso unter diesen Umständen China den Status einer Marktwirtschaft zuerkannt wurde ist rätselhaft.

    Gemäß WTO/GATT-Vereinbarungen darf sich die USA gegen ihre Handelsdefizite mit tarifären und nicht-tarifären Handelsbeschränkungen wehren.

    https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1959/1745_1807_1812/20030812/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-1959-1745_1807_1812-20030812-de-pdf-a-1.pdf

    Siehe dort unter dem Stichpunkt Zahlungsbilanz.

    das ist alles richtig. Aber ich fürchte, eine faktenbasierte Argumentation trifft hier auf taube Ohren, wenn schon die Artikel selbst eher ideologisches Wünsch-Dir-Was sind ;)

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  • Avatar von ScharfGeschnitten
    • ScharfGeschnitten

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2023

    Du argumentierst mit Makroökonomie...

    Antwort auf Es ist vorbei von Sinerider.

    ...die Praxis sieht anders aus.
    Die Globalisierung ist nicht tot! Es ist nach wie vor so, dass es sich nicht lohnt das Rad immer wieder neu zu erfinden. Es lohnt einfach nicht etwas zu erfinden, was Andere bereits machen. Ausnahmen entstehen halt durch die Sanktionen. Wir werden auch nicht für jeden Sch... in jedem zweiten Land dieser Welt eine eigene Fabrik bauen, dafür ist Transport einfach zu billig und Investitionen teilweise zu hoch. Und es ist nach wie vor so, dass es sich lohnt entlang der Wertschöpfungsketten breite Kooperationen einzugehen. Der Eine hat etwas, dass der Andere braucht. Unter diesen Rahmenbedingungen kooperieren auch chinesische und amerikanische Unternehmen miteinander.
    Und schließlich ist es unglaublich schwer, eine Industrie, die man einmal verloren hat, wieder zurück zu holen. Wir leben in einer wissensbasierten Zeit. Ist das Spezialwissen um die Fertigung eines Produktes erst einmal weg, dann war es das (zumindest für ein Hochlohnland).

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