Kurz vor Jahresende wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie aus Südafrika veröffentlicht, die ein wenig Hoffnung macht. Die Ergebnisse sprechen für sich: Deutlich weniger mit Covid-19 erkrankte Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden; das betraf auch die mit Vorerkrankungen. Deutlich weniger brauchten eine Sauerstofftherapie oder mussten künstlich beatmet werden; es starben auch deutlich weniger Menschen
Prof. Drosten hat in dem letzten von Claus Kleber moderierten Heute Journal vom 30.12. auf ein paar interessante Unterschiede hingewiesen.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-30-12-2021-100.html
Zum einen ist in Südafrika derzeit Sommer. Menschen halten sich mehr im Freien auf, die Viruslast ist geringer.
Fast im Nebensatz aber kommt die Feststellung, dass in Südafrika die Menschen (bei einer Impfquote von weniger als 30%) die Menschen mutmaßlich bereits mehrfach mit dem Virus Kontakt hatten. In Deutschland dagegen seien viele Menschen nicht geimpft und hätten auch keinen Kontakt gehabt.
Ich übersetze das mal so, dass Lock-Down, Maskenzwang und Hygiene bei den Menschen, die eine Infektion locker weggesteckt hätten, dazu geführt haben, dass unsere Bevölkerung im Gegensatz zu der in Südafrika ggf. mehr Probleme mit Omikron bekommen könnte.
Es könnte also sein, dass ständige Lockdowns am Ende dazu führen, dass die Pandemie nie zu Ende geht. Zumal Studien zeigen, dass eine auf natürlichem Weg erworbene Immunität einen besseren Schutz bietet als die Impfung.
Die Gretchenfrage lautet halt hier, wie man die Menschen identifiziert, bei denen eine Infektion einen schweren Verlauf verursachen würde und die man nicht dem Risiko einer Infektion aussetzen kann.