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Avatar von Frieder
  • Frieder

mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2000

So, so .... Teller und Tank...

Dann soll der Autor bitte mal zeigen, wie man das Rapsöl, das man in den Tank gefüllt hat, noch auf den Teller bekommt? Für doppelt Teller und Tank erfordert es eben doppelte Anbaufläche, und diese geht leider meist auf kosten der Ökosysteme.
Und ja, ich sehe in der Zerstörund ger Ökosysteme für naturwidrige Anbauflächen gennant Feldwirtschaft das größte Problem seit der Neolithischen Revolution.

David Montgomery hat dies in seinem Buch "Dreck" wissenschaftlich herausgearbeitet. Dort wo Landwirtschaft gewesen ist, ist später Wüste oder Ödland (in kalten Klimaten).

Letztendlich erinnert der Argumentationsstil "komplexe, vernetzte Themen.... bla bla", wieder sehr an das Strategie Papier der Tabak-Industrie, wie man die öffentliche Debatte entgegen eindeutiger Faktenlage zugunsten seiner finanziellen Interessen beeinflussen kann.

Siehe: "Gekaufete Forschung - Wissenschaft im Namen der Konzerne" von Christian Kreiß.

Daher wäre mal interessant, wer diese Studie denn finanziert hat.

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  • Avatar von multiple_personality
    • multiple_personality

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.04.2007

    Antwort auf So, so .... Teller und Tank... von Frieder.

    Hängt davon ab von welchem Konzernen man gekauft wurde.
    Mobilität ist ähnlich wichtig wie Ernährung, ja sogar meist deren Voraussetzung. Man sollte nicht so tun, als könne man einfach so darauf verzichten.
    Wenn ich einen Windpark oder ein riesiges Feld Photovoltaik sehe, denke ich nicht an "saubere Energie", sondern an Umweltzerstörung, Flächenverbrauch, sich nie amortisierende Produktionsrucksäcke und profitierende Energiekonzerne.
    Es trifft der gleiche Vorwurf wie bei Atomkraftwerken: Bezahlt alles der Staat/wir alle, kassiert alles ein Energiekonzern.
    Dagegen ist das Verbrennen von Pflanzen geradezu harmlos.

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  • Avatar von marenghi
    • marenghi

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2020

    Antwort auf So, so .... Teller und Tank... von Frieder.

    Der Autor sagt ja, dass das Öl quasi das nebenprodukt ist, weil man das Protein der Ölpflanzen braucht, das wäre sozusagen der Flaschenhals.

    Das ist der Knackpuntk, ob das stimmt. Wenn ja, wäre Agri-PV mit Ölfpflanzen ok.

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  • Avatar von oxybenzol
    • oxybenzol

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.09.2012

    Antwort auf Re: So, so .... Teller und Tank... von multiple_personality.

    Es trifft der gleiche Vorwurf wie bei Atomkraftwerken: Bezahlt alles der Staat/wir alle, kassiert alles ein Energiekonzern.
    Dagegen ist das Verbrennen von Pflanzen geradezu harmlos.

    Dir ist schon klar, dass der Bauer sich aussuchen kann, ob er Solarzellen oder Raps aufs Feld packt. Dummerweise ist der Wirkungsgrad von Energiepflanzen sehr bescheiden mit 1%. Solarzellen liegen bei 15 - 20%.

    sich nie amortisierende Produktionsrucksäcke

    Kannst du das belegen? Aber bitte nicht mit nem Artikel wie dem hier, denn der sieht so aus als hätte ihn ein BWLer geschrieben, der als Unternehmensberater tätig ist.

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  • Avatar von Henko
    • Henko

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.03.2013

    So, so .... nichts verstanden??

    Antwort auf So, so .... Teller und Tank... von Frieder.

    Frieder schrieb am 27.05.2022 01:22:

    Dann soll der Autor bitte mal zeigen, wie man das Rapsöl, das man in den Tank gefüllt hat, noch auf den Teller bekommt? Für doppelt Teller und Tank erfordert es eben doppelte Anbaufläche, und diese geht leider meist auf kosten der Ökosysteme.
    Und ja, ich sehe in der Zerstörund ger Ökosysteme für naturwidrige Anbauflächen gennant Feldwirtschaft das größte Problem seit der Neolithischen Revolution.

    David Montgomery hat dies in seinem Buch "Dreck" wissenschaftlich herausgearbeitet. Dort wo Landwirtschaft gewesen ist, ist später Wüste oder Ödland (in kalten Klimaten).

    Letztendlich erinnert der Argumentationsstil "komplexe, vernetzte Themen.... bla bla", wieder sehr an das Strategie Papier der Tabak-Industrie, wie man die öffentliche Debatte entgegen eindeutiger Faktenlage zugunsten seiner finanziellen Interessen beeinflussen kann.

    Siehe: "Gekaufete Forschung - Wissenschaft im Namen der Konzerne" von Christian Kreiß.

    Man sollte anderen nicht unterstellen, "gekauft" zu sein, nur weil mal einfachste Zusammenhänge und Begriffe wie "Koppelprodukt" nicht versteht.

    Eine Fläche Raps ergibt im wesentlichen drei Produkte:
    - Rapsöl, wovon die schlechteren Chargen im Tank, die besseren auf dem Teller landen.
    - Den Rspskuchen, der proteinreiches Viehfutter ist und importiertes Soja ersetzt.
    - und im Vergleich zu anderen Ackerpflanzen noch gute Mengen Honig.

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  • Avatar von osorno
    • osorno

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2008

    Antwort auf So, so .... nichts verstanden?? von Henko.

    Henko schrieb am 27.05.2022 18:39:

    Frieder schrieb am 27.05.2022 01:22:

    Dann soll der Autor bitte mal zeigen, wie man das Rapsöl, das man in den Tank gefüllt hat, noch auf den Teller bekommt? Für doppelt Teller und Tank erfordert es eben doppelte Anbaufläche, und diese geht leider meist auf kosten der Ökosysteme.
    Und ja, ich sehe in der Zerstörund ger Ökosysteme für naturwidrige Anbauflächen gennant Feldwirtschaft das größte Problem seit der Neolithischen Revolution.

    David Montgomery hat dies in seinem Buch "Dreck" wissenschaftlich herausgearbeitet. Dort wo Landwirtschaft gewesen ist, ist später Wüste oder Ödland (in kalten Klimaten).

    Letztendlich erinnert der Argumentationsstil "komplexe, vernetzte Themen.... bla bla", wieder sehr an das Strategie Papier der Tabak-Industrie, wie man die öffentliche Debatte entgegen eindeutiger Faktenlage zugunsten seiner finanziellen Interessen beeinflussen kann.

    Siehe: "Gekaufete Forschung - Wissenschaft im Namen der Konzerne" von Christian Kreiß.

    Man sollte anderen nicht unterstellen, "gekauft" zu sein, nur weil mal einfachste Zusammenhänge und Begriffe wie "Koppelprodukt" nicht versteht.

    Eine Fläche Raps ergibt im wesentlichen drei Produkte:
    - Rapsöl, wovon die schlechteren Chargen im Tank, die besseren auf dem Teller landen.
    - Den Rspskuchen, der proteinreiches Viehfutter ist und importiertes Soja ersetzt.
    - und im Vergleich zu anderen Ackerpflanzen noch gute Mengen Honig.

    Wenn man die Pflanzen nicht mit "Bienenkillern" schützt...

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  • Avatar von Merimi Fön
    • Merimi Fön

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.09.2021

    Antwort auf So, so .... nichts verstanden?? von Henko.

    Henko schrieb am 27.05.2022 18:39:

    Man sollte anderen nicht unterstellen, "gekauft" zu sein, nur weil mal einfachste Zusammenhänge und Begriffe wie "Koppelprodukt" nicht versteht.

    Na, wäre es denn zu viel verlangt gewesen, im Artikel bei diesem absolut zentralen Punkt etwas weniger Blabla und dafür etwas mehr Fakten zu liefern?

    Eine Fläche Raps ergibt im wesentlichen drei Produkte:
    - Rapsöl, wovon die schlechteren Chargen im Tank, die besseren auf dem Teller landen.

    Du willst uns damit sagen, dass heute in der Rapsproduktion ein grosser Teil des Öls einfach weggekippt wird, und dieses Öl auch im Tank landen dürfte. Wie gross ist denn dieser Anteil und was passiert mit diesem Öl genau? Das würde mich dann schon sehr interessieren, weil mir bis jetzt nicht aufgefallen wäre, dass die Rapsbauern in der Umgebung so viel Abfall produzieren. Aber vielleicht bin ich ja auf dem Auge einfach blind.

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