In der Physik kann man verschieden vorgehen, um Vorgänge vorherzusagen/zu berechnen.
So kann man zum Beispiel in der Mechanik alle möglichen Kräfte berücksichtigen und deren Wirkung berechnen. Das führt, wenn man es richtig macht, zum richtigen Ergebnis. Im Laufe des Studiums merkt man jedoch, dass das meist sehr fehlerträchtig und auch sehr aufwändig ist. Stattdessen wird, wo immer es geht, mit Erhaltungsgrößen gerechnet.
Übertragen auf die Wirtschaftstheorie sollte man ähnlich vorgehen. Ein kompliziertes Pingpong-Spiel zwischen Zentralbanken, Geschäftsbanken, Unternehmen, Arbeitnehmern und Verbrauchern ist da nicht förderlich. Wobei man hier ja auch sieht, dass durch Schaffung von Schattenhaushalten, Faszilitäten, Rettungsfonds, Badbanks und dergleichen die Komplexität erhöht wird, und ähnlich wie bei der Suche nach Perpetuum Mobiles letztendlich nur weitere uneffektive Schichten hinzugefügt werden, die nur das Nichtfunkionieren verschleiern.
Ein Hauptprobleme bei den Wirtschaftswissenschaften ist obendrein, dass es sich letztendlich im Wesentlichen um eine Sozial- bzw. Gesellschaftswissenschaft handelt mit vielen unscharfen und schlecht falsifizierbaren Thesen.