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  • Bartträger

mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.2005

Fakenews -- eine Million inhaftierte Uiguren

Fakenews sind eben keineswegs nur auf soziale Netzwerke beschränkt, sondern schon immer werden Interessennetzwerke zum politisch zielgerichteten Fakenews-Vertrieb genutzt.

Diese alteingesessenen Fakenews-Vertreiber fühlen sich durch die neuen "Ungelernten" natürlich bedrängt. Im Laufe der Trump-Regierungszeit ist es den Alteingessessenen gelungen, die US-Forenbetreiber zu 100 % auf ihre Seite zu ziehen.

Herr Lieb hat das in einem seiner vorigen Artikel richtigerweise kritisiert.

Solche Fakenews-Geschichten, wie die mit den 1 Million inhaftierter Uiguren, die wahrlich nicht allzu schwer zu durchschauen sind, bilden meiner Meinung nach die Grundlage dafür, dass bspw. kapriziöse Rechte dann auftreten und behaupten, dass die Ermordung der 6 Millionen Juden durch die Nazis auch eine Erfindung seien. Bei denen sind aber von sehr vielen die Namen und persönlichen Schicksale bekannt.

Noch zu den Uiguren: Im letzten ZDF-Auslandjournal war ein Film von Ulf Röller, der sich ein kleinbisschen bemüht hat, bei seinem Bericht von vor Ort etwas Distanz zu den bisherigen Berichten zu schaffen, die mehr oder weniger von Tatsachen redeten, bei denen nur die "genaue" (große) Zahl der Inhaftierten unbekannt ist. Herr Röller stellte sich vor eine geschlossenes und videoüberwachtes Tor und sagte, dass hinter den sichtbaren Gebäuden noch eine Lageranstalt stehen soll. Dem Zuschauer wurde zumindest klar, dass nicht auf jedem Satellitenfoto, das Lageranstalten zeigen soll, jedes Gebäude ein Lager ist.

Dann präsentierte er noch drei junge Mädchen, die angaben, dass ihre Eltern seit 2-4 Jahren eingesperrt und von ihnen getrennt seien. Ob der Grund vielleicht die Mitgliedschaft in einer terroristischen/extremistischen Vereinigung ist, sagten sie nicht. Jeder, dem § 129a Stgb bekannt ist, weiß, dass man dafür in Deutschland für 1 bis 10 Jahre eingeknastet werden kann, wundern sich nicht.

Andere politisch aktiven Chinareisende schildern die Ausbildungslager durchaus nachvollziehbar, wie der Grünen-Politiker Jürgen Kurz vor ein paar Tagen auf Telepolis:
https://www.heise.de/tp/features/China-Xinjiang-und-die-Uiguren-6134443.html

Immerhin lernt man aus den Twitter-Trump- und dem Westmedien-Uiguren-Skandel, dass auch die alteingesessenen Medien keinerlei Immunsystem gegen Fakenews haben, sondern im Gegenteil bei bestimmten Themen unverfroren und anhaltend als Fakenews-Superspreader wirken.

Herr Lieb ist Gründungsmitglied der Nachdenkseiten und weiß, dass die Hauptmedien keine Unschuldslämmer sind.

Was ist schlimmer? Treppenhausgetratsche, das mit dem Internet enorme Reichweite erlangt hat, oder sich beruflich Selbstadelnde, die mit dem Siegel der Seriösität ebenfalls Fakenews verbreiten? Heißer Tipp: Wer hilft bspw., wenn Sanktionen und Kriege vorbereitet werden?

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  • Avatar von Emma Peel
    • Emma Peel

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2016

    Antwort auf Fakenews -- eine Million inhaftierte Uiguren von Bartträger.

    Fake News verbreiten sich im Internet schneller als Wahrheiten.

    Stellt sich die Frage, werden Fake News aber auch in gleicher Weise für wahr gehalten?

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  • Avatar von ondori
    • ondori

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.12.2012

    Re: Fakenews --> wem kann man schon Glauben schenken?

    Antwort auf Re: Fakenews -- eine Million inhaftierte Uiguren von Emma Peel.

    Emma Peel schrieb am 17.07.2021 19:48:

    Fake News verbreiten sich im Internet schneller als Wahrheiten.

    Stellt sich die Frage, werden Fake News aber auch in gleicher Weise für wahr gehalten?

    Es kommt oft darauf an, wie die "News" aufbereitet und/oder verkauft wird, Und natürlich auf den Überbringer.

    --> wenn ich das richtig verstehe, werden tradierte, über FB verbreitete "Nachrichten" erst dann richtig vertrauenswürdig, wenn die Anzahl der Blasen-Mitglieder gegen 1.000 strebt!

    Nur Außenstehende, die in der Kälte stehen, laufen Gefahr, sich einer Blasenentzündung auszusetzen...

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