Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2 3 4
  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von Uwe Klausen.

    Es mag sein, dass unser Wirtschaftssystem ewiges Wachstum benötigt. Das steht aber nicht in Widerspruch zu Effizienz. Denn in unserem Wirtschaftssystem führt jede Effizienzsteigerung mindestens zu einem Rebound, in Summe sogar einem Backfire.

    Abseits dessen, in einem vernünftigem Wirtschaftssystem, sagen wir Marktwirtschaft, braucht es kein Wachstum. Es geht ja nicht um Herrschaftsverhältnisse und Kapitalakkumulation, sondern um eine möglichst effiziente Bedürfnisbefriedigung. Wir sollen ja auch nicht trotz stetig zunehmender Produktivität immer mehr und länger arbeiten, weil es für unsere Bedürfnisbefriedigung wichtig ist, sondern für unsere Ausbeutung.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Uwe Klausen
    • Uwe Klausen

    200 Beiträge seit 28.04.2021

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von 1Hz.

    1Hz schrieb am 22.06.2021 22:43:

    Es mag sein, dass unser Wirtschaftssystem ewiges Wachstum benötigt.

    Tut es nicht. Es geht um qualitatives Wachstum, also mit weniger Einsatz mehr Erzeugen.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von Uwe Klausen.

    Das ist nicht das, was stattfindet. Wir erhöhen laufend den Einsatz.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Schmarall
    • Schmarall

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.09.2006

    Aber aus einem anderen Grund

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von nochjemand.

    Dann würde nämlich auffallen, dass ein Großteil der Führungskräfte unnötig sind. Und das wollen sie natürlich nicht.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von marasek
    • marasek

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.11.2001

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von heinzdieter.

    heinzdieter schrieb am 22.06.2021 20:09:

    Viele schaffen durch zusätzliche Arbeit auch zusätzliche Probleme. Ich möchte nicht den Prozentsatz der Arbeit kennen, der in einem großen Unternehmen tatsächlich von Nutzen ist. Ich schätze 15%.

    Dürfte hinkommen. Der Witz an Großunternehmen ist, dass irrsinnig viel Zeit mit irgendwelchen Strategiewechseln/Umstrukturierungen verballert wird. Dann kommt der Intrigenstadel hinzu, den ich allerdings auch von wesentlich kleineren Unternehmen her kenne. Was mache ich wie damit ich bei wem welchen Eindruck hinterlasse, womit kann ich XY ausbooten etc. pp.
    Schlussendlich darf man auch nicht zu gut werden. Dann wird man sich weiter oben fragen, warum man fünf Leute da sitzen hat, wo doch alles eh "von selbst" läuft. Also muss man sich halt immer was Neues ausdenken - in der IT Migrationen, Clouddienste, Microservices, auslagern, zurückverlagern, Irgendwas as a Service etc. pp.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Schneeflocken Trigger
    • Schneeflocken Trigger

    307 Beiträge seit 16.04.2021

    Antwort auf Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von Uwe Klausen.

    Uwe Klausen schrieb am 22.06.2021 18:42:

    Die nächste Karotte, die dem abhängig Beschäftigten vor die Nase gehalten wird.

    Die Kostenersparnis des Arbeitgebers (Miete/Infrastruktur) wird ja nicht an den Arbeitnehmer weitergereicht. Bestenfalls ist eine Pauschale für Strom drin.

    Der beste Sklave ist der, der sich freiwillig dazu macht und dies nicht erkennt.

    Man unterhalte sich mal mit einem Soloselbständigen.

    Denn einen echten Tele-Arbeitsplatz werden die meisten Unternehmen ihren Arbeitnehmern gar nicht zur Verfügung stellen. Dieser wäre zumindest temporär mit doppelten Kosten verbunden. Die vorhandene Infrastruktur im stationären Büro müsste erst einmal weiter finanziert werden.

    Es sind Sparmaßnahmen, die im Zuge der Maßnahmenpolitik durchgedrückt werden können und so leidvoll konzediert werden muss, teilweise auf begeisternde Zustimmung stoßen. Immerhin gibt es im ÖRR Ratgeber, wie sich nach fast anderthalb Jahren arbeiten am Wohnzimmertisch die entstandenen Rücken- und Haltungsschäden durch ein paar Übungen lindern lassen können. Oder aber es werden Tipps veröffentlicht wo der Arbeitnehmer auf eigene Kosten eine preiswerte aber den Arbeitsschutzrichtlinien entsprechende Büroausstattung erwerben kann.

    Und selbst die teilweise ausgereichten Pauschalen für Energie und Internet sind lächerlich gering.

    Edith sagt:
    Verb Korrektur

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.06.2021 07:27).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von
    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.02.2021

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von 1Hz.

    1Hz schrieb am 22.06.2021 20:18:

    Genau, manche bekommen sich nicht gekramt. Oder können sich auch nicht abgrenzen. Wenn mir jemand mit etwas kommt, was mir nicht passt, beißt er sich die Zähne aus. Zur Not frage ich danach, ob er nicht lieber den Aufhebungsvertrag aus der Schublade holen möchte, ich würde jetzt weiter das tun und nicht tun, was ich für richtig halte.

    Das führt dann zu folgenden Formulierungen im Zeugnis:

    "Herr X ist ein sehr eigenständiger, eigenverantwortlicher, eigen(ich weiß nicht mehr was) Mitarbeiter, und alles was er unternommen hat, war zum Wohle des Projekts. Wir bedauern seinen Weggang sehr. "

    Auf Deutsch: Der macht was er will, aber es ist gut fürs Geschäft. O:-)

    Ich könnte anders gar nicht arbeiten. Wollte ich auch nicht mehr.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von nochjemand
    • nochjemand

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2002

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von 1Hz.

    1Hz schrieb am 22.06.2021 21:18:

    Der Arbeitnehmer spart ja auch. Die Anfahrt. Das ist schon oftmals einiges heutzutage. Und ja, auch der Arbeitgeber kann sparen. Im Endeffekt ist es effizienter, beide können sparen. Dass da natürlich auch ein Verteilungskampf mit verbunden ist und dieser sich entfalten wird, ist auch klar.

    Fahrtkosten sind als Werbungskosten voll absetzbar.
    Erstmal bedeutet homeoffice für den Arbeitgeber Investition. Die Telefonie muss aufgerüstet werden, die verfügbaren Sprachkanäle müssen fast verdoppelt werden. Komplette Sicherheitskonzepte, um die Daten zu schützen und gleichzeitig für den Mitarbeiter abrufbar zu halten. Das ist nicht mit nem simplen VPN-Tunnel erledigt, der Rechner des MAs ist in einem nicht vertrauenswürdigem Netz. Unbefugte haben oft Zugriff auf den Rechner. Dann Drucker, Briefverkehr, etc.
    Die Motivation und Produktivität derer, die das Wort Beruf wörtlich nehmen wird steigen, aber die sind die Ausnahme und meistens eh schon lange im Homeoffice. Die Motivation derer, die eine Minute vor Arbeitsbeginn einchecken und pünktlich auf die Sekunde auschecken wird fallen.
    Dazu kommen langfristige Effekte, von denen wir noch nicht wissen, wie sie ausfallen werden - sozialer Zusammenhalt, Identifikation mit Produkt und Firma, etc.
    Für Viele ist die Arbeit momentan der einzige Ort, wo ein annähernd normaler Sozialkontakt möglich ist.
    Die Räumlichkeiten des Arbeitgebers können nicht abgebaut werden, weil die Entscheidung zum homeoffice beim Arbeitnehmer liegt.
    Ich sehe keine Ersparnis.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von tin_duck
    • tin_duck

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.12.2001

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von Schneeflocken Trigger.

    Ich bin seit nunmehr einem Jahr komplett im Homeoffice und habe weder Haltungsschäden (ab und zu Sport hilft, ein normaler Bürostuhl auch) noch bin ich an den Stromkosten für einen lächerlichen Laptop plus Monitor verarmt.

    Nein, Homeoffice geht nicht für jeden Job, und wenn man Zuhause nur mit dem Laptop am Küchentisch sitzt, macht es auch wenig Sinn. Aber das fordert doch auch niemand? Müssen ja nicht alle von Zuhause aus Arbeiten, hauptsache die, denen es einen Vorteil bringt, dürfen es. Jaaaa, und jetzt kommt wieder die Gerechtigkeitsdiskussion, was ist denn mit den armen Würsten, deren Job nicht dafür geeignet ist... ja was wohl, die fahren weiter zur Arbeit. Das macht aber nach den Erfahrungen während Corona für Büroarbeitsplätze nur noch begrenzt Sinn.

    bis denn.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Schneeflocken Trigger
    • Schneeflocken Trigger

    307 Beiträge seit 16.04.2021

    Antwort auf Re: Home Office = Scheinfreiheit zum Preis der Selbstausbeutung von tin_duck.

    tin_duck schrieb am 23.06.2021 13:58:

    Ich bin seit nunmehr einem Jahr komplett im Homeoffice und habe weder Haltungsschäden (ab und zu Sport hilft, ein normaler Bürostuhl auch) noch bin ich an den Stromkosten für einen lächerlichen Laptop plus Monitor verarmt.

    Nein, Homeoffice geht nicht für jeden Job, und wenn man Zuhause nur mit dem Laptop am Küchentisch sitzt, macht es auch wenig Sinn. Aber das fordert doch auch niemand? Müssen ja nicht alle von Zuhause aus Arbeiten, hauptsache die, denen es einen Vorteil bringt, dürfen es. Jaaaa, und jetzt kommt wieder die Gerechtigkeitsdiskussion, was ist denn mit den armen Würsten, deren Job nicht dafür geeignet ist... ja was wohl, die fahren weiter zur Arbeit. Das macht aber nach den Erfahrungen während Corona für Büroarbeitsplätze nur noch begrenzt Sinn.

    bis denn.

    Dann hast Du es besser als wahrscheinlich viele andere, die eben Home-Office und nicht Tele-Arbeit schieben müssen. Aber anscheinend muss es ein großes Thema sein, dessen sich viele ÖRR Sender angenommen haben.

    Und völlig richtig, Tele-Arbeit und auch Home-Office geht für viele Berufe auch schlecht oder eben bis gar nicht. Das ist dann eben so. Darüber kann man sich in der Tat nicht beklagen, außer man ändert es durch Jobwechsel.

    Vermutlich wird wie so oft nicht klar genug kommuniziert wer darf, wer soll, wer muss, wer kann, wer möchte ins Home-Office oder wer möchte, der bekommt eben einen Tele-Arbeitsplatz, falls der Arbeitgeber mitspielt. Aber dann muss auch der Arbeitnehmer mitziehen, denn bei Tele-Arbeit hat der Arbeitgeber ein Recht den Tele-Arbeitsplatz in Augenschein zu nehmen, wegen Arbeitsplatzsicherheit bspw. oder anderen Sicherungsobliegenheiten.

    Und diejenigen, die weiterhin gerne ins Büro fahren wollen, die soll(t)en auch nicht daran gehindert werden. Jeder soll letztlich nach seiner Facon seelig sein. Den Sprechenden kann geholfen werden ;-)

    gruß

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2 3 4
Ansicht umschalten