Was hat die Nato in den letzten zwanzig Jahren in Afghanistan erreicht? Die Antwort ist bitter: Praktisch nichts
Ähm... was hätte es denn je für die nato in Afghanistan zu erreichen gegeben?
Es kann schon sein, dass Erdo der nächste ist, der glaubt, sich in Afghanistan einmischen zu müssen. Er wird dort wie alle anderen sein Waterloo erleben, nur schneller.
Nachdem der ehemals stramm antitalibanische Norden nun äusserst schnell in ihre Hände gefallen ist, sieht es so aus, als ginge der Bereinigungskrieg schneller als gedacht. Ein Vergleich mit der damaligen kommunistischen Regierung greift zu kurz. Diese war sicherlich zwingend auf ökonomische Unterstützung aus der Sowjetunion angewiesen, aber selbst ungleich funktionaler als es die heute noch in Kabul Sitzenden sind, denen man eine Weiterbeschäftigung als Figuren der Ausgburger Puppenkiste anbieten sollte.
Erst, wenn Afghanistan eine Regierung hat, die das gesamte Territorium beherrscht, kann soweit Ruhe einkehren, dass man sich den eigentlichen, monumentalen Problemen des Landes wird widmen können. Ob die Taliban lern- und zu Kompromissen fähig sind, oder nicht, wird sich dann ja weisen. Die afghanische Bevölkerung hat das Recht, als Richter darüber zu fungieren, niemand sonst.