Auf diese elaborierte Weise kommen die regierungsfähigen Mehrheiten zustande, die eine Staatsräson befolgen und ausschärfen, welche als Sachzwang der kapitalistischen Verhältnisse nicht zur Wahl steht. Und weil auch für die Erwerbs- und Staatsbürger feststeht, dass eine solche Herrschaft sein muss, geht die größere Hälfte von ihnen - trotz und mit Kritik, Gemäkel und Murren - zuverlässig zum Wählen.
Was lernen wir daraus? Wir haben keine Demokratie. Der Sachzwang der kapitalistischen Verhältnisse regiert und der Wähler ist damit sehr zufrieden, sonst würde er nicht zur Wahl gehen.
Das war nicht immer so. Als im 19. und 20. Jahrhundert sozialistische und kommunistische Parteien zur Wahl angetreten ist, ging es um genau diese grundlegende Frage. Wer soll über unsere Lebensbedingungen bestimmen? Die arbeitenden Menschen oder die Kapitalisten.
Diese entscheidende Frage wurde erfolgreich aus unserem Bewusstsein verdängt. Die Arbeiterparteien ließen sich in die trostlosen Hüllen hineinmanipulieren, die der Autor uns beschreibt. Es handelt sich um eine Manipulation, um einen Betrug. Von alleine ist das nicht passiert. Indem wir so den Kapitalisten die Kontrolle überlassen, liefern wir uns unseren schlimmsten Feinden aus.
Die Volksrepublik China beweist aber, dass der Kapitalismus längst aufgehört hat, die produktivste Gesellschaftsform zu sein. Alle wesentlichen Elemente der gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Entwicklung werden vermittelt über die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas. Dieses System zeigt täglich, dass es wesentlich produktiver und dynamischer ist als die westliche Form des oligarchischen Kapitalismus, das von vorneherein keine Demokratie kennt - und inzwischen nicht einmal mehr in der Lage ist die Produktivkräfte angemessen zu nutzen oder gar weiterzuentwickeln.
Der entscheidende Schritt, den die Volksrepublik nach Mao gemacht hat, war, dass es den Kapitalismus vereinnahmt oder implentiert hat unterhalb eines sozialistischen Wirtschaftssystems. Das hat letztlich zur produktiven Explosion in China geführt. Das Kapital ist gezwungen für das Volk zu produzieren, aber es kann nicht regieren - symbolisch gesprochen (Menschen produzieren, nicht Kapital)
Die chinesischen Produktionsverhältnisse sind also offensichtlich auf der Höhe der Zeit für die modernen Produktivkräfte - unsere Produktionsverhältnisse sind es nicht. Wo also liegt die Zukunft?
Den Superreichen, die dieses kaputte System "Kapitalismus" betreiben, kann es längst nur noch um Selbstbereicherung gehen. Die soziopathische Raffgier und der mörderische Sadismus dieser Typen wird uns vernichten. Das Kapital und seine Besitzer können nichts mehr schaffen, die Chinesen tun es jetzt für uns. Sollten wir nicht von ihnen lernen:
Wie man Armut beseitigt? Wie man Hochgeschwindindigkeitszüge baut? Wie man ein Land COVID-frei hält? Wie man Verwaltungsleute und Ökonomen, die ihr Handwerk verstehen die entsprechende Arbeit machen lässt? Und wie man diese Leute im Falle des Falles ganz schnell wieder von der Macht entfernt und gar ultrahart bestraft, wenn sie z.B. korrupt sind?
Und könnten wir von ihnen nicht auch lernen, wie man aufhört imperialistisch zu denken und zu handeln? Wie man aufhört Kriege zu führen?