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Avatar von Werner213
  • Werner213

mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2001

Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt

nämlich den ein Auto damit anheben zu können = konkreter Nutzen.
Und das hängt nicht von deinem Bedürfnis oder sonstwas ab. Dafür ist das Ding
ganz prinzipiell immer gut.
Der Artikel schafft es viele Fehler in einen Satz einzubauen:

Der Gebrauchswert ist - ganz wie Wert oder Gewicht - keine Eigenschaft eines Produkts selbst, sondern liegt in der Beziehung von Produkt und Nutzer.

Soll heissen, wenn du keinen Bock auf Reifenwechsel hast, verliert der Wagenheber
seinen Gebrauchswert? Sein Gewicht auch noch und den Wert (die zu seiner
Produktion verausgabte Arbeit) gleich auch noch.
Wenn der konkrete Gebrauchswert dir am Arsch vorbeigeht und du ihn nicht
nutzen willst, blebt er dennoch in dem Ding eingebaut bzw. vergegenständlicht
und klebt nicht wie ein falsches Etikett obendrauf, dass man nur neu beschriften muss
und du kannst damit Kaffeekochen.
Einen abstrakten gesellschaftlicher (Durchschnitts-)Gebrauchswert eines allgemeinen Produkts für einen durchschnittlichen Nutzer kann es gar nicht geben, weil wenn
du vom konkreten Gebrauchswert abstrahierst, vom Wagenheber nichts übrig bleibt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.02.2021 20:24).

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  • Avatar von pk
    • pk

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.10.2000

    Nimm mal an, es gibt keine Autos mehr.

    Antwort auf Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von Werner213.

    Dann hat der Wagenheber nicht mehr den Gebrauchswert "Wagenheber", sondern nur noch die Gebrauchswerte "Altmetall", "unhandlicher Briefbeschwerer" oder vielleicht "Totschlagsargument", lässt sich also unter diesen Gesichtspunkten nur noch gebraucht verscherbeln, aber wahrscheinlich nicht mehr als Neuware gewinnbringend produzieren.

    Dass diese Annahme nicht ganz so phantastisch ist, davon kannst du dich überzeugen, indem du dir mal die Sendung "Dings vom Dach" beim hr ansiehst. Die sind voll mit solchen Sachen, bei denen man herumrätselt, wozu sie wohl mal gedient haben.
    Die kann man in der Regel noch als Skurrilitäten auf dem Flohmarkt anbieten, aber wohl kaum mehr industriell herstellen, weil die niemand mehr haben will, obwohl sie ihren ursprünglichen Zweck wahrscheinlich immer noch perfekt erfüllen.

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  • Avatar von A. Klingenstein
    • A. Klingenstein

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.12.2000

    Antwort auf Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von Werner213.

    Werner213 schrieb am 07.02.2021 20:23:

    nämlich den ein Auto damit anheben zu können = konkreter Nutzen.
    Und das hängt nicht von deinem Bedürfnis oder sonstwas ab. Dafür ist das Ding
    ganz prinzipiell immer gut.
    Der Artikel schafft es viele Fehler in einen Satz einzubauen:

    Der Gebrauchswert ist - ganz wie Wert oder Gewicht - keine Eigenschaft eines Produkts selbst, sondern liegt in der Beziehung von Produkt und Nutzer.

    Soll heissen, wenn du keinen Bock auf Reifenwechsel hast, verliert der Wagenheber
    seinen Gebrauchswert? Sein Gewicht auch noch und den Wert (die zu seiner
    Produktion verausgabte Arbeit) gleich auch noch.
    Wenn der konkrete Gebrauchswert dir am Arsch vorbeigeht und du ihn nicht
    nutzen willst, blebt er dennoch in dem Ding eingebaut bzw. vergegenständlicht
    und klebt nicht wie ein falsches Etikett obendrauf, dass man nur neu beschriften muss
    und du kannst damit Kaffeekochen.
    Einen abstrakten gesellschaftlicher (Durchschnitts-)Gebrauchswert eines allgemeinen Produkts für einen durchschnittlichen Nutzer kann es gar nicht geben, weil wenn
    du vom konkreten Gebrauchswert abstrahierst, vom Wagenheber nichts übrig bleibt.

    Wenn du kein Auto hast, hat der Wagenheber null (nahe null, man kann damit auch z.B. jemandem den Schädel einschlagen) Gebrauchswert. Nur wenn es einen (potentiellen) Nutzer gibt kann es einen gebraucht werden. Dieser Nutzer braucht den Wagebheber aber nur sehr selten und das spiegelt sich im jeweiligen Gebrauchswert übre die Zeit wieder.

    Solange du keinen Platten hast, hat der Wagenheber auch fast keinen Gebrauchswert. Erst wenn due ihn eben brauchst, dann steigt sein Gebrauchswert massiv. Vorher war es nur eine schwere Versicherung einer Art (könnte ja mal über ein Nagelbrett fahren) die Sprit kostet dauernd mit dem Auto rumzutransportieren. D.h. ein Gebrauchswert ändert sich ständig je nach dem Nutzen den ein Nutzer diesem Gegenstand oder auch auch einem Service (Versicherung z.B.) zumisst, je nach dem in welcher Lage dieser Nutzer gerade ist.

    Ist es jetzt klarer was ein Gebrauchswert ist?

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  • Avatar von Mathematiker
    • Mathematiker

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

    Das haben die Sozialisten nie begriffen

    Antwort auf Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von Werner213.

    Du hast dein erstes Auto und Dein Opa schenkt Dir, mit besten sozialistischen Grüßen seinen alten Wagenheber vom Trabant.

    Du freust dich und machst bei deiner Karre den Kofferraum auf. Kein Reserverad mehr, sondern nurnoch Pannenspray. Reifenpanne mit Reifenwechsel fällt aus.
    Gebrauchswert des Wagenhebers? Um Grunde negativ, denn das Ding nimmt in deiner Karre oder Butze nur Platz weg.

    Also machst Du dich auch sozialistische Forschungsreise.
    Der Reifenhändler will den Schrott auch nicht. Der hat Hebebühnen und richtige Wagenheber. Zudem gibt es heute auch praktisch keine PKW mehr, für die dieser Wagenheber geeignet wäre.

    Und der Trabi-Freund im Dorf? Der zeigt Dir seine drei Wagenheber, die er jetzt schon dort rumliegen hat und gesteht Dir, jenseits der Show beim Trabi-Treffen, auch einen richtigen Wagenheber zu benutzen.

    Der Einzige, der wirklich Interesse an deinem Wagenheber hat, ist der Schrotthändler. Dem interessiert aber der Gebrauchswert nicht die Bohne. Lediglich der Materialwert ist für den interessant.

    Das Ding hat keinen positiven Gebrauchswert mehr. Nicht einmal abstrakt.
    Dafür kostet es Platz und Pflege, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.
    Alles ist relativ.

    Und der Marx? Als der sich seine Theorien ausgedacht hatte, war man noch im Pferd und Wagen unterwegs und die Kinder hatten der Pferdeäppel von der Straße aufgelesen. In seiner kleinen Welt damals, hatte alles funktionsfähige auch noch einen Gebrauchswert.

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  • Avatar von fpdcb
    • fpdcb

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.10.2017

    Re: Sozialisten haben nie infantil vereinfacht - KT

    Antwort auf Das haben die Sozialisten nie begriffen von Mathematiker.

    KT

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  • Avatar von Werner213
    • Werner213

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2001

    Wegdenkfehler

    Antwort auf Nimm mal an, es gibt keine Autos mehr. von pk.

    das Ding selber behält seinen Gebrauchswert, auch wenn du dir die Autos wegschwurbelst. Im Notfall kannst du immer noch deinen Raumgleiter damit
    hochbocken.
    Skurrilitäten vom Flohmarkt behalten ihn ebenso, auch wenn ihre Funktionen
    längst von modernerer Gerätschaft überholt worden sind, die alles viel besser
    und billiger können.
    Man nennt das auch moralischen Verschleiss.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Moralischer_Verschlei%C3%9F
    Altmetall ist übrigens kein Gebrauchswert sondern ein Rohstoff, weil nur mehr
    Ausgangspunkt für ein neues Produkt.
    Wenn ein Gerät oder Werkzeug nur mehr als Briefbeschwerer taugt, ist es
    das Geständnis, dass sein Gebrauchswert im Eimer ist bzw. der Wagenheber
    nichts mehr hebt.

    weil die niemand mehr haben will

    ist kein Einwand gegen
    den Gebrauchswert, der nicht dadurch ausgelöscht wird, dass er nicht mehr
    gefragt ist. Am End wollen alle wieder Schlaghosen......

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  • Avatar von Werner213
    • Werner213

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2001

    Wenn du kein Auto hast

    Antwort auf Re: Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von A. Klingenstein.

    kann der Wagenheber immer noch Autos anheben, hat also Gebrauchswert und Nutzen.
    Dann mag er für dich zwar sinnlos sein, aber sein weiterexistiernder Gebrauchswert
    ist ja geradezu die Vorraussetzung ihn auf ebay verscherbeln zu können.
    Die Theorie vom schwankenden Gebrauchswert halte ich für geradezu tollkühn,
    weil er bei Nichtgebrauch verschwindet und dann bei Bedarf aus dem Nichts wieder
    auftaucht. Stell dir das mal bei deinem Auto vor:
    Sobald du aussteigst geht sein Gebrauchswert auf null und beim nächsten Einsteigen
    wieder auf 100%. Und das zehnmal am Tag. Oder beim DHL-Fahrer hunderte male.
    Ist das nicht irre?

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  • Avatar von K3
    • K3

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.04.2001

    Antwort auf Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von Werner213.

    Werner213 schrieb am 07.02.2021 20:23:

    Wenn der konkrete Gebrauchswert dir am Arsch vorbeigeht und du ihn nicht
    nutzen willst, blebt er dennoch in dem Ding eingebaut bzw. vergegenständlicht

    Dinge gehen kaputt.

    Bei einem kaputten Wagenheber oder einer verschimmelten Wurst
    hat sich die in das Produkt investierte und angeblich als Wert
    gespeicherte "gesamtgesellschaftliche Arbeit" rückstandsfrei
    in Luft aufgelöst.

    Das erledigt die Zeit ganz von selbst.
    Und da endet dann die Analogie mit der Physik.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.02.2021 10:10).

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  • Avatar von Werner213
    • Werner213

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2001

    Ja damals

    Antwort auf Das haben die Sozialisten nie begriffen von Mathematiker.

    hatte alles funktionsfähige auch noch einen Gebrauchswert

    Den es heute auf mysteriöse Weise verloren hat?
    Das kommt davon, wenn man Tauschwert und Gebrauchswert nicht auseinander halten kann und den Doppelcharakter nie kapiert hat.
    Ich fürchte dein Diskussionsniveau ist auch mit dem besten Wagenheber nicht
    hoch zu kriegen. Leichte Schläge auf den Hinterkopf mit dem zweckentfremdeten Teil
    sind da ebenfalls völlig sinnlos, obwohl der GW vorhanden wäre.

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  • Avatar von Werner213
    • Werner213

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.11.2001

    perdu heisst perdu

    Antwort auf Re: Ein Wagenheber hat einen Gebrauchswert - Punkt von K3.

    wenn was kaputt geht, verliert es seine immanenten Gebrauchswerteigenschaften
    und taugt für nichts mehr.
    Mein Hauptargument zum Artikel war aber, dass die stoffliche Seite der Ware
    eben nicht vom Bedürfnis danach abhängt, sondern selbständig existiert.
    Der Gebrauchswert ist die Vorrausetzung für den Tauschwert, sonst nützt es nichts
    und niemand will das Zeug kaufen bzw. ein Bedürfnis danach entwickeln.

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