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  • nonoprofi

279 Beiträge seit 17.07.2009

Denken strengt an

Nun, der verlinkte Artikel zur Dialektik der Wertformen ist sehr genau.

Ich habe nicht den Eindruck, er verfehle seinen Gegenstand, allerdings ist ja auch nur ein Teil verlinkt.

Was mich besorgt ist eher die Tatsache, daß nur noch wenige Menschen sich der Anstrengung genauen Denkens unterziehen.

Es ist zu anstrengend, denn dazu muss man sich auch ständig seiner Vorurteile und seiner Moral entledigen, denn sonst kommt man nicht weit. Und ja - das ist anstrengend.

Dann aber ist man in der Lage zu verstehen: ohne Moral und Vorurteile.

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    • exkoelner

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    Antwort auf Denken strengt an von nonoprofi.

    "Wenn du es nicht einfach erklären kannst, verstehst du es nicht gut genug" ... trifft die Sache vielleicht nicht immer, aber man sollte bei der Wortwahl, Formulierungen schon im Kopf haben, an wen man den Text richten will. Bei Fachleuten als Text-Rezipienten kann ich mit Begrifflichkeiten arbeiten, die ein Nicht-Fachmann alle einzeln nach-googeln muss,und das Textverständnis damit enorm erschwert. Und speziell, das hat der Autor ja auch nochmal extra angeführt, wenn Fachbegriffe wörtlich identisch mit Alltagsbegrifflichkeiten sind, die aber eine völlig andere Bedeutung außerhalb des speziellen Kontext haben. Das kann dann kaum einer verstehen.

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    • fpdcb

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.10.2017

    Antwort auf Re: Denken strengt an von exkoelner.

    darum gab es einen Arbeiterbildungsverein und später ein ein Marx-Studium, heute hat jeder Depp was zu Marx zu melden - leider zu oft ohne Sinn & Verstand

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    • nonoprofi

    279 Beiträge seit 17.07.2009

    Antwort auf Re: Denken strengt an von exkoelner.

    Die Frage ist doch: will ich die Sache verstehen?

    Und dafür liegt die Verantwortung nicht bei den Autoren!

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    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    Antwort auf Re: Denken strengt an von fpdcb.

    Möglich. Aber die Intension kann natürlich auch gewesen sein, bevor die sich mit Hilfe nicht parteikonformer Dozenten den Marx selbst erklären, und dabei etwas komisches bei raus kommt, organisieren wir das mal lieber ...

    Der Vatikan hat erfolgreich die Hutterer, die Katharer, und diverse andere Strömungen des Christentums ins Nichts verdrängt, und wie wir heute wissen, hatte das nie etwas mit "Wahrheit" zu tun. Nur mit der Reinheit des Glaubens aka Macht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_christlicher_Konfessionen

    Das es so etwas ähnliches bei den Kommunisten gibt, Maoisten, MarxistenLeninisten, Trotzkisten, etc. setze ich als bekannt voraus.

    Deswegen wird ja auch heute noch i.d.R. ein Theologie-Studium nicht durch einen Ethikrat, oder Gleichstellungsbeauftragten, oder den Gewerkschaften angeboten, sondern von der evangelischen und katholischen Kirche, und demnächst wohl vom Verband der Muslime. Damit die Filterblase nicht angepiekst wird ...

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.02.2021 12:00).

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    • exkoelner

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    Antwort auf Re: Denken strengt an von nonoprofi.

    Naja ... was hat nochmal Luther im 15./16. Jahrhundert gemacht, die Bibel übersetzt? Warum überhaupt, lag doch die ganze Zeit die Pflicht für das Verständnis der Bibel bei den Bauern selbst?

    Und auch hübsch:

    "Nach der am 4. Dezember 1963 promulgierten Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium oblag dem Consilium zur Ausführung der Liturgiekonstitution die konkrete Umsetzung. Dies geschah in einer ersten Etappe bis 1965 und schloss 1969 mit der Herausgabe des neuen Missale Romanum, maßgeblich durch den Sekretär des Consiliums Annibale Bugnini und innerhalb des Consiliums durch Johannes Wagner. Hieran schloss sich in einer weiteren Stufe die Übersetzung in die Volkssprachen an." wiki zur Liturgie-Reform beim 2. vatikanischen Konzil 1963-1969.

    Bis dahin wurden große Teile der Liturgie in Latein abgehalten, wohlwissend das die meisten dort hörenden Menschen, gar kein Latein sprachen.

    Möchtest du dein Argument ernsthaft weiter aufrecht erhalten? Nicht der Vatikan hätte endlich für eine Übersetzung seiner Liturgie in Landessprache vollziehen müssen, sondern alle Katholiken aller Bildungsschichten hätten viel eher lateinisch lernen sollen?

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.02.2021 13:07).

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    279 Beiträge seit 17.07.2009

    Antwort auf Denken strengt an von nonoprofi.

    Es geht nicht darum Marx zu verstehen, sondern den Wert.

    Wert ist Teil der Wirklichkeit, er ist im Geld verwirklicht.

    Wenn man den Kapitalismus verstehen will, geht es auch nicht um Marx oder eine Ideologie.

    Man kann aber Marx Zusammenfassung seiner Überlegungen benutzen, um diese Gedanken nachzuvollziehen und zu prüfen, ob so die Wirklichkeit erklärt ist.

    Dann weiß man mehr.

    Religion kann man nicht an der Wirklichkeit prüfen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.02.2021 13:10).

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