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  • Mathematiker

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

Eine Runde Murks am Stück?

Da wird ja einiges zusammen und durcheinander geworfen.

Möglich wird das, in dem die Wärmepumpe das Temperaturniveau der thermischen Energie aus der Umwelt durch einen technischen Prozess auf das Niveau des Heizsystems hebt. Eingesetzt in einem effizienten Gebäude, kann der Gasverbrauch auf diese Weise um etwa 25 Prozent reduziert werden – denn dieser Anteil wird über Umweltwärme gedeckt

Na, hoppla. Eine etwas günstigere Gasheizung, je nach Effizenz.

Bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe greift man auf die Energie eines Grundwasserreservoirs zurück, das sich besonders gut für diese Zwecke eignet, da es das gesamte Jahr über eine nahezu konstante Temperatur besitzt.

Das ist aber ein offenes System mit 2 Bohrungen. An einer Stelle wird das warme Grundwasser entnommen und an der anderen Stelle wird das Wasser wieder dem Grundwasser zugeführt. Dazwischen sollten 15m Abstand sein. Zudem sind hohe Anforderungen an das Grundwasser einseits und an die Genehmigung anderes erforderlich.

Wenn man entsprechenden Zugang hat, kann man auch das Abwassersystem als Energiequelle nutzen. So bezieht das neue Rathaus der Gemeinde Schallstadt südlich von Freiburg seine Wärme aus dem Abwasser von Nachbargemeinden.

Das dürfte als Privatperson wohl kaum möglich sein. Da braucht man einen ordentlichen, konstant warmen Abwasserstrom, in der man einen Wärmetauscher einbauen könnte.

In der heutigen Stromversorgungslandschaft sollten die Wärmepumpen an diese angepasst werden und sich am jeweils verfügbaren Stromangebot orientieren. Wenn sie nicht wie eine Art Durchlauferhitzer betrieben werden, sondern mit einem Wärmespeicher betrieben werden, der es ermöglicht, dann Wärme zu erzeugen, wenn Strom im Überfluss vorhanden und damit auch billiger ist, also gewissermaßen vorzuheizen.

Das stelle ich mir richtig spannend vor. Wie soll das funktionieren? Da wäre es wahrscheinlich sinnvoller einen Stromspeicher einzubauen.

Jetzt Kohle- oder Kernkraftwerke weiterbetreiben zu müssen, um ungesteuerte Wärmepumpen in der Grundlast zu betreiben, ist genauso wenig klimaschonend wie die klassischen Nachtspeicheröfen.

Herr wirf Hirn! Also die Nachtspeicheröfen benutzen den Strom zum Heizen, was natürlich sehr viel Strom verbraucht. Da wurden Nachts in der Heizung liegende Steine mit Strom erhitzt, die dann die Wärme über den Tag abgegeben haben.
Eine richtige Wärmepumpe benötigt den Strom nur, um die Pumpen anzutreiben.
Das ist viel, viel weniger Strom.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.09.2022 11:46).

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  1. - Mathematiker 10 Eine Runde Murks am Stück?
    1. netzgruft   Re: Eine Runde Murks am Stück?
      1. Chrysophylax   Nachtspeicheröfen mit eingebauter Asbestisolierungen waren Mode in den 1970ern
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