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Nur weisse haben Vorurteile?

Die politische Pointe dieses Settings liegt darin, dass der Film einigen Aufwand damit betreibt, dem Publikum klarzumachen: Das Denken in Vorurteilen gegen Kultur, Religion, Herkunft und Hautfarbe ist keineswegs ausschließlich Weißen vorbehalten.

Wer sagt denn sowas und ist diese Ansicht nicht auch ein Vorurteil? Denn dies würde ja bedeuten, daß verschiedene Hautfarben mit unterschiedlichen "Gehirnen" zusammenhängen. Dies ist aus biologischer Sicht schon etwas zweifelhaft. Die Tatsache, daß Ostasiaten Europäer als "Barbaren" ansahen, ist schon seit Jahrhunderten verbreitet.

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    Antwort auf Nur weisse haben Vorurteile? von kleinrudi.

    Die Tatsache, daß Ostasiaten Europäer als "Barbaren" ansahen, ist schon seit Jahrhunderten verbreitet.

    Und wenn man sich die Blutspur der Europäer weltweit seit über 500 Jahren so ansieht, völlig zurecht.
    Auch die Asiaten führten Kriege, und das nicht zu knapp. Aber sie unterwarfen nicht ganze Kontinente und rotteten die Ureinwohner dort nahezu aus (Nord- und Südamerika, Australien und Teile Afrikas).

    MfG: M.B.

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von Braman.

    Braman schrieb am 21.07.2022 16:28:

    Die Tatsache, daß Ostasiaten Europäer als "Barbaren" ansahen, ist schon seit Jahrhunderten verbreitet.

    Und wenn man sich die Blutspur der Europäer weltweit seit über 500 Jahren so ansieht, völlig zurecht.

    Und was war das mit den Mongolen und Hunnen? Die drangen bis nach Europa vor. Und Dschingis Khan eroberte große Teile von Asien. Übrigens galten diese Leute auch als Barbaren.

    Auch die Asiaten führten Kriege, und das nicht zu knapp. Aber sie unterwarfen nicht ganze Kontinente und rotteten die Ureinwohner dort nahezu aus (Nord- und Südamerika, Australien und Teile Afrikas).

    Das war aber etwa bei den islamischen Eroberern der Fall. Sklaverei inbegriffen.

    MfG: M.B.

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von kleinrudi.

    Und was war das mit den Mongolen und Hunnen?

    Mongolen: vor ca.800 Jahren. Hunnen: vor mehr als 1 600 Jahren.
    Aber keiner von beiden hat die einheimische Bevölkerung ausgerottet oder deren Kultur zerstört.

    Übrigens galten diese Leute auch als Barbaren.

    Barbaren, das sind immer die Anderen.

    Das war aber etwa bei den islamischen Eroberern der Fall.

    Nein, in der Anfangszeit des Islam wurde der Glaube mit Feuer und Schwert verbreitet. Es waren keine Eroberungs- oder Ausrottungskriege. Die Idee der Kolonialisierung ist eine europäische Idee und wurde im antiken Rom zuerst praktiziert.

    Sklaverei inbegriffen.

    Sklaverei gab es schon im Alten Reich der Ägypter und wird in manchen Teilen der Welt bis heute praktiziert - in der modernsten Form als unterbezahlte Arbeitnehmer.
    Den schlechten Ruf als Sklavenhändler haben sich die (muslimischen) Araber als Händler eingebrockt weil sie den Portugiesen, Holländern, Franzosen und, als größtem Akteur, Briten die Afrikaner "lieferten" welche diese für den Sklavenhandel "benötigten" um sie in die Neue Welt zu schaffen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Dreieckshandel#Akteure

    MfG: M.B.

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von Braman.

    Braman schrieb am 21.07.2022 17:16:

    Und was war das mit den Mongolen und Hunnen?

    Mongolen: vor ca.800 Jahren. Hunnen: vor mehr als 1 600 Jahren.
    Aber keiner von beiden hat die einheimische Bevölkerung ausgerottet oder deren Kultur zerstört.

    Immerhin die römische Kultur in Europa.

    Übrigens galten diese Leute auch als Barbaren.

    Barbaren, das sind immer die Anderen.

    Das war aber etwa bei den islamischen Eroberern der Fall.

    Nein, in der Anfangszeit des Islam wurde der Glaube mit Feuer und Schwert verbreitet. Es waren keine Eroberungs- oder Ausrottungskriege. Die Idee der Kolonialisierung ist eine europäische Idee und wurde im antiken Rom zuerst praktiziert.

    Und wer sich nicht bekehren liess? Was passierte mit denen?

    Sklaverei inbegriffen.

    Sklaverei gab es schon im Alten Reich der Ägypter und wird in manchen Teilen der Welt bis heute praktiziert - in der modernsten Form als unterbezahlte Arbeitnehmer.

    Also das kann man nicht vergleichen. Der Arbeitnehmer kann seinen Job kündigen. Übrigens haben gerade die Europäer die Sklaverei in Afrika beendet.

    Den schlechten Ruf als Sklavenhändler haben sich die (muslimischen) Araber als Händler eingebrockt weil sie den Portugiesen, Holländern, Franzosen und, als größtem Akteur, Briten die Afrikaner "lieferten" welche diese für den Sklavenhandel "benötigten" um sie in die Neue Welt zu schaffen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Dreieckshandel#Akteure

    Eher deshalb, weil sie Europäer versklavten. Dem haben die USA unter Jefferson ein Ende bereitet.

    MfG: M.B.

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von kleinrudi.

    Immerhin die römische Kultur in Europa.

    Die Römische Kultur wurde NIE zerstört, sondern hauptsächlich durch dieVasallen zum größten Teil übernommen.
    Das römische Reich ging während der sog. Völkerwanderung (und durch den sehr negativen Einfluss der erstarkenden christlichen Kirche) unter - ganz sicher nicht wegen der Hunnen.

    Und wer sich nicht bekehren liess? Was passierte mit denen?

    Meistens nichts. Die Juden konnten weiterhin ihren Glauben leben, genau so wie die Christen. Nur missionieren war untersagt. Die Radikalisierung des Islam fand erst ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts statt.

    Der Arbeitnehmer kann seinen Job kündigen.

    Ja, kann er. Falls er aber keine andere Arbeit findet, darf er auch in aller Freiheit verecken.

    Übrigens haben gerade die Europäer die Sklaverei in Afrika beendet.

    Nein, haben sie nicht. Sie haben nur den organisierten Handel mit Menschen und deren "Haltung" in Nord- und Südamerika beendet.

    Eher deshalb, weil sie Europäer versklavten.

    Ja, das waren Piraten auf dem Mittelmeer, allerdings bevor der Sklavenhandel (dieser Dreieckshandel) unterbunden wurde. Aber da sich die Europäer immer als "die Auserwählten" wähnten, waren natürlich die paar Europäer, die in die Sklaverei gingen, was ganz Furchtbares.

    Dem haben die USA unter Jefferson ein Ende bereitet.

    Nein, die Initiative zur Beendigung der Sklaverei ging Ende des 18. Jahrhunderts von England aus ==> siehe Kap.2 im Link: https://www.grin.com/document/380654

    Dem haben die USA unter Jefferson ein Ende bereitet.

    Nein, der Bürgerkrieg (1861-1865) war unter Lincoln . Jefferson (1743-1826) selber war noch Sklavenhalter.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sezessionskrieg

    MfG: M.B.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.07.2022 18:40).

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von Braman.

    Meistens nichts. Die Juden konnten weiterhin ihren Glauben leben, genau so wie die Christen.

    Und die Anderen? Die hatte schlechte Karten.

    Nein, haben sie nicht. Sie haben nur den organisierten Handel mit Menschen und deren "Haltung" in Nord- und Südamerika beendet.

    Das stimmt nicht.Die Europäer hatten bei der Kolonisierung diese "Geschäftsidee" beendet. Man braucht nur Bücher aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts lesen.

    a, das waren Piraten auf dem Mittelmeer, allerdings bevor der Sklavenhandel (dieser Dreieckshandel) unterbunden wurde. Aber da sich die Europäer immer als "die Auserwählten" wähnten, waren natürlich die paar Europäer, die in die Sklaverei gingen, was ganz Furchtbares.

    Diese "Piraten" kamen sogar bis Island und verschleppten dort die Leute. Übrigens war dies eher eine nordafrikanische Spezialität Anfang des 19. Jahrhunderts also nach dem Dreieckshandel.

    Nein, die Initiative zur Beendigung der Sklaverei ging Ende des 18. Jahrhunderts von England aus ==> siehe Kap.2 im Link: https://www.grin.com/document/380654


    Das stimmt zwar auch. Nur Jefferson hat den Nordafrikanern Zivilisation beigebracht.

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von kleinrudi.

    Und die Anderen? Die hatte schlechte Karten.

    Welche "Anderen"? Es gab dort nur Christen und Juden und einige wenige "Unabhängige".

    Das stimmt nicht.Die Europäer hatten bei der Kolonisierung diese "Geschäftsidee" beendet.

    Nein,sie verhinderten nur dass ihre Kolonialbevölkerung nicht dezimiert wurde, sofern sie sich von denen mehr Gewinn versprachen als durch den Verkauf derselben. Weiterhin wurde die eingeborene Bevölkerung nicht nur als Sklaven wahrgenommen sondern auch so behandelt. Siehe Link.
    https://www.bpb.de/themen/kolonialismus-imperialismus/postkolonialismus-und-globalgeschichte/219134/koloniale-gewalt-und-kolonialkrieg/

    Man braucht nur Bücher aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts lesen.

    Welche z.B.?

    Diese "Piraten" kamen sogar bis Island und verschleppten dort die Leute. Übrigens war dies eher eine nordafrikanische Spezialität Anfang des 19. Jahrhunderts also nach dem Dreieckshandel.

    Ja, aber Du sprichst hier von seltenen Ausnahmen.

    Nur Jefferson hat den Nordafrikanern Zivilisation beigebracht.

    Welchen Nord-Afrikanern? Gehandelt wurde nur mit Schwarz-Afrikanern von südlich der Sahara. Sieh Dir nochmal die Lebenszeit von Jefferson (1743 - 1826).
    (Übrigens: Jefferson war Groß-Grund-Besitzer der die meiste Zeit gar nicht auf seinem Gut wohnte, sondern in Washington Politiker war und auch von dort aus seinen Geschäfteten nach ging.)
    Aha! Zivilisation ist also die Europäische Art zu leben? Die Afrikaner sind also unzivilisiert?
    Wenn das kein eurozentrisch - arroganter Rassismus ist, dann weis ich nicht, was diesen besser zum Ausdruck bringt.

    MfG: M.B.

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  • Avatar von J.Creutzfeld
    • J.Creutzfeld

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    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von Braman.

    Braman schrieb am 21.07.22 19:22:

    Auch die Asiaten führten Kriege, und das nicht zu knapp. Aber sie unterwarfen nicht ganze Kontinente und rotteten die Ureinwohner dort nahezu aus (Nord- und Südamerika, Australien und Teile Afrikas).

    MfG: M.B.

    Es fehlten ihnen die Technologie und die Masse an Leuten, um das durch zu ziehen. An Gemeinheit fehlte es nicht.

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    • Braman

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.07.2013

    Antwort auf Re: Nur weisse haben Vorurteile? von J.Creutzfeld.

    Es fehlten ihnen die Technologie und die Masse an Leuten, um das durch zu ziehen. An Gemeinheit fehlte es nicht.

    Stimmt teilweise. Nirgendwo aber war (anfangs) eine zahlenmäßige Überlegenheit vorhanden
    A) Nordamerike: Ein großer %-Satz der dortigen Ureinwohner wurden durch gezielten Einsatz biologischer Kriegsführung (Verbreitung von z.B. Fleckfieber) umgebracht. (Hauptsächlich in den englischen Kolonien)
    Ebenso wurde Hunger als Waffe benutzt. Nur ca 25% wurden durch (Waffen)gewalt in die ewigen Jagtgründe transferiert.
    B) Südamerika: Übertragung von Infektionskrankheiten, allerdings mehr zufällig, nicht gezielt wie in Nordamerika. Es starben aber geschätzte 90% der Ureinwohner in den spanischen und portugiesischen Kolonien. Viele durften sich in dn Silberminen und auf Plantagen tot arbeiten.
    C) Australien: Die Aboriginees wurden wie Tiere gejagt und auch wie solche behandelt.
    Hier war tatsächlich die überlegene Waffentechnik der ausschlaggebende Faktor.
    D) Afrika: Es hat kein gezielte Ausrottungsstrategie gegeben, Deutsch-Südwest mit den Hereros und den Nama war eher die Ausnahme.
    Vergleichbares hat es im asiatischen Raum nicht gegeben, auch nicht unter Dschingis Khan.

    MfG: M.B.

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