Ansicht umschalten
Avatar von g-frost
  • g-frost

mehr als 1000 Beiträge seit 06.07.2015

"oft tatsächlich paranoiden und verrückten Hirngespinste"

Mittlerweile hat sich eine ganze staatlich geförderte Industrie mitsamt medialer Faktenchecks und akademischer Forschung herausgebildet, um Verschwörungstheorien zusammen mit Fake News und Desinformation durch feindliche Mächte oder Organisationen zu kennzeichnen und zu identifizieren.

In der Regel wird hier nicht wirklich aufgeklärt, sondern es werden einseitig die oft tatsächlich paranoiden und verrückten Hirngespinste von geheimen Machenschaften irgendwelcher bösen Kräfte, die oft genug in Filmen und Büchern der Massenkultur vorbereitet wurden, zusammen mit skeptischen und systemkritischen Ansätzen dekonstruiert.

Es wäre jetzt mal interessant zu wissen, worauf der Autor anspielt. Ich räume ein, sogenannten Faktenchecker des Establishments nicht regelmäßig zu konsumieren, aber was ich bis jetzt gesehen habe ließ bei mir eher den Eindruck entstehen, die "Faktenchecker" werden akitivert, sobald ein nicht systemkonformes Narrativ enstanden isr, dem die Faktenchecker dann den gewünschten Spin geben.

Deswegen wäre es jetzt mal interessant zu wissen, was der Autor denn meint mit "oft tatsächlich paranoiden und verrückten Hirngespinste". Bis jetzt hat sich ja wirklich fast jede sogenannte Verschwörungstheorie bewahrheitet, welche von den Faktencheckern gefacktchecked und abgetan wurde als "paranoide und verrückte Hirngespinste".

Bewerten
- +
  • Avatar von Ice Tea
    • Ice Tea

    217 Beiträge seit 10.07.2020

    Antwort auf "oft tatsächlich paranoiden und verrückten Hirngespinste" von g-frost.

    Na, schau dir doch einfach deinen eigenen "Spin" an. Du schreibst von deinem gar nicht weiter an den "Faktencheckern" überprüften "Eindruck", dass bei denen grundsätzlich ein hintergründiges Motiv vorliegen soll "nicht systemkonformen" Narrativen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Es gab ja tatsächlich bereits einige fragwürdige Initiativen, u.a. auch von Google, Microsoft die Verbreitung von Fake-News einzudämmen, bei denen ebenfalls die Frage im Gespräch war inwieweit politisch unerwünschte Ansichten dort miteinbezogen werden sollen, bzw. wo die Grenzen da überhaupt deutlich erkennbar wären.

    In den USA haben solche neuen "Filter-Regeln", auf die die bekannten Portale wie Facebook, Twitter, etc. auch staatlich zunehmend verpflichtet wurden, dann dazu geführt, dass eben auch mehr von dem rechten Qanon-Quatsch der Trump-Anhänger rausgefiltert wurde, woraufhin dieser böse wurde und gleich einen neuen Gesetzes-Entwurf vorgelegt hatte, natürlich mit der Forderung an die "IT-Giganten" verbunden, dass die doch wegen ein paar Fake- und Hate-Speech-Regeln nicht die freie Meinung seiner Follower unterdrücken dürfen, egal wieviel Fake-Idiotien die meinungsäußernd in die Welt setzen.

    Bei den "Faktencheckern" kann man das ja gerne im Kopf behalten, dass die ihre Leitlinien und Kriterien haben, über die sie meistens ja auch offen Auskunft geben, wenn sie z.B. Geschichten als "un-demokratisch" abstempeln, an denen man das bei genauerer Betrachtung eigentlich so nicht haltbar finden kann. Die Demokratie schließt rechtes Gedankengut ja nicht per se aus - im Gegenteil. Manche sagen sogar, sie ist der "Nährboden" dafür.

    Dass die "Faktenchecker" allerdings gegen alle nicht konformen Geschichten angehen, wegen "Steuerung von oben" und "Systemschutz", das ist hier eine unbegründete und hohle Behauptung.

    Wenn über ein Dutzend von denen herausfinden, dass an der Story von Querdenkern zum "Maskentod eines Mädchens" keine Belege zu finden sind, dass eine Reihe von Behauptungen zum Tod von George Floyd vor rechten Verbiegungen nur so strotzen und dass auch Bill Gates und seine Melinda kein tausendfaches Kindermorden durch Impfung in Indien angestiftet haben, uvm. - wenn sich also nach Durchsicht der öffentlich verfügbaren Nachrichtenquellen und dieser "Faktenchecker" herausstellt, dass ein "Narrativ" Bullshit ist und sonst nichts, sehe ich keinen Grund das anzuzweifeln.

    Wenn mir darüber hinaus sogar noch belegt wird, wer die rechten oder sonstigen Urheber dieses Bullshits sind, ist darin außerdem der Nachweis erbracht, dass es sich um Propaganda handelt. Je nach Häufung des Bullshits reicht irgenwann dann schon die Nennung solcher Quellen (z.B. Qanon) für begründetes Misstrauen in diese Art von "alternativen News". In der Szene selbst distanziert man sich dann auch schleunigst von den Q-Denkern, bei denen man dann plötzlich "immer schon gewusst hat", dass da einiges krumm ist. Da muss dann eben nur ein neues, frisches "Narrativ" her.

    Den Beitrag sehe ich daher selbst nur als "Spin", der ohne Angabe von Gründen ein grundsätzliches Misstrauen in "Faktenchecker" und den Artikel streuen möchte. Die zahlreichen spekulativen Theorien und Denkfehler, die Rötzer im Artikel nur kurz und unvollständig aufgeführt hat und (leider nur) als "paranoid und verrückt" eingeordnet hat, könnten ja bei "Interesse" mit 2, 3 Mausklicks unter "VT" aufgerufen werden - wenn sie wirklich "unbekannt" und von "Interesse" wären. Immerhin scheinen sie aber so umfänglich bekannt zu sein, dass es für die Behauptung reicht "fast jede" hätte sich "bewahrheitet". Welche denn möchte man fast zurückfragen, aber um Nachweise geht es offensichtlich nicht. Nur um die Behauptungen.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten