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  • Cunningham

991 Beiträge seit 08.09.2002

Eine bodenlose Frechheit, so etwas zu behaupten

Der staatliche Opernbetrieb hat nichts, rein gar nichts mit Erhabenheit oder Kunst zu tun.
Es ist lediglich der subventionierte, vergreiste Rückzugsort einer gestrigen Insel der Möchtegernelite, die von der Allgemeinheit durchgefüttert werden muß.

Bitte sofort die staatliche Finanzierung dieses unerträglich dekadenten Pöbels einstellen, den niemand braucht. Mal sehen, wie die unsichtbare Hand diese satten Schwafler wegwischt.

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  • Avatar von Koinobori
    • Koinobori

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.05.2020

    Prioritätensetzung

    Antwort auf Eine bodenlose Frechheit, so etwas zu behaupten von Cunningham.

    Cunningham schrieb am 29.12.2021 23:38:

    Der staatliche Opernbetrieb hat nichts, rein gar nichts mit Erhabenheit oder Kunst zu tun.
    Es ist lediglich der subventionierte, vergreiste Rückzugsort einer gestrigen Insel der Möchtegernelite, die von der Allgemeinheit durchgefüttert werden muß.

    Bitte sofort die staatliche Finanzierung dieses unerträglich dekadenten Pöbels einstellen, den niemand braucht. Mal sehen, wie die unsichtbare Hand diese satten Schwafler wegwischt.

    Die Idee lässt sich noch erweitern, indem man auch Museen und Ausstellungen die öffentliche Subventionierung entzieht. Dann können sich nur noch wohlhabende Leute Kultur leisten. Für die Mehrheit bleibt die musikalische Eintagsfliege und der Kommerz. - Ist es das, was dir vorschwebt?

    Das Gegenteil wäre richtig: die Subventionen hochzufahren, damit mehr Leute Zugang zu Kultur finden. (Dann müsste man auch nicht mehr so ignorante Postings lesen.)
    Ich zahle jedenfalls lieber Steuern für Kultur als für die Bundeswehr.
    Jeder sollte es sich leisten können Konzerte, Ballette, Oper, Theater zu erleben und Ausstellungen zu besuchen.

    In Kuba und im Ostblock waren (bzw. sind) Kulturangebote übrigens sehr niedrigschwellig. In solchen politischen Systemen kommt man daher gar nicht erst auf die Idee Kultur für den Rückzugsort einer dekadenten Möchtegern-Elite zu halten. Dieser Eindruck ist vielmehr das Ergebnis von zu geringer staatlicher Förderung.

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  • Avatar von Bartträger
    • Bartträger

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.2005

    Antwort auf Prioritätensetzung von Koinobori.

    Koinobori schrieb am 30.12.2021 16:56:

    ...
    In Kuba und im Ostblock waren (bzw. sind) Kulturangebote übrigens sehr niedrigschwellig. In solchen politischen Systemen kommt man daher gar nicht erst auf die Idee Kultur für den Rückzugsort einer dekadenten Möchtegern-Elite zu halten.

    Ja. Bei Kultur ist man schnell mal zerrissen.

    Zu Kubas Kultur fällt mir spontan wenig ein. Da kommen scheint's auch ein paar Tänzer her, aber insbesondere der nun auch schon ziemlich in die Jahre gekommene Buena Vista Social Club. Bis heute viel präsenter sind die Ärzte, die dort ausgebildet werden.

    Dieser Eindruck ist vielmehr das Ergebnis von zu geringer staatlicher Förderung.

    Es scheint für mich unterm Strich so zu sein, dass die Bevölkerung dann am meisten aus unverschuldeter Unmündigkeit heraus kommt, wenn der Staat auf Ausbildung setzt und nicht auf Konsum. Der ist im klassischen Kulturbetrieb ein Steckenpferd derer, die sich damit vom Pöbel abzusetzen versuchen.

    Wenn ich nur schaue, was die allermeisten Schulen an Musikbildung oder ÖR-Hörfunkprogramme an Jugendradio bieten, wird mir schlecht. Denen bleibt schlechterdings gar nichts anderes übrig, als sich irgendwann den immer noch von der Musikindustrie ausgestatteten Formatradios und deren Chartslisten zu ergeben.

    Da passen die Oper- und Ballett-Subventionen bestens ins Bild, weil die sowieso nur von Leuten genossen werden, die per Elternhaus eingeführt werden.

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  • Avatar von Veit Tanzt
    • Veit Tanzt

    656 Beiträge seit 17.09.2021

    Prioritätensetzung von Frau Roth

    Antwort auf Re: Prioritätensetzung von Bartträger.

    Stimme zu.
    In der Debatte gehen die alternativen Musikbewegungen und deren Veranstaltungsorte allerdings gnadenlos unter.
    Was sich durch das Fernbleiben von Konzertgängern schon vor Corona abgezeichnet hat, dürfte sich durch Corona noch weiter marginalisiert haben.
    Für mich als Blues-, Rock- und Folkfreund der Livemusik ist die Angebotslage desaströs.
    Mich nimmt es wunder, daß Musikalienhändler wie Thoman weiter unverdrossen große Instrumentenmargen verkaufen können, obwohl Auftritttsmöglichkeiten für Amateur- und Berufsmusiker eher rar gesät sind. Wobei ich die Meinung vertrete, daß Liveauftritte enorm zur Bildung einer interessanten Musik beitragen können. Dabei beziehe ich mich auf die Wechselwirkung Interpret/Publikum.
    Mal sehen ob die neue Kulturministerin was für die idealistische ClubSzene tun kann oder will.

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