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    • OckhamOS

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

    Antwort auf Unter uns sein von heterocephalus g-laber.

    heterocephalus g-laber schrieb am 23.02.2021 12:10:

    Die Wohnung ist in den Docklands. Um es böse zu sagen, die Dockarbeiter weigern sich aus ihren Sozialwohnung rauszusterben.

    Das hast Du aber wirklich schön böse gesagt...
    Und weigern sie sich auch, die Vermehrung einzustellen? Wie unartig...

    (Ich weigere mich, hier eine Beileidsbekundung abzugeben, nimms mir nicht übel)

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    • Tsu Tang

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.04.2006

    Antwort auf Re: Vermieterlobby wird unruhig - weil jede Blase irgendwann platzt. von OckhamOS.

    Hi,

    ich werde hier kein Moving the Goalpost mitspielen. Die Aussagen der WBG waren:
    "das selbst als sozial verträgliche angesehene Mietniveau von Sozialwohnungen abzusenken, sei „nicht erklärbar“. Der Verzicht auf den Mietendeckel wäre „nicht nur ein milderes, sondern vor allem wirksameres Mittel, um den zügigen Neubau von Wohnungen für untere und mittlere Einkommensgruppen wieder zu ermöglichen“. Im übrigen seien die Vorschriften „nicht zumutbar“. ... macht die Vermietung von Wohnraum unwirtschaftlich“. Im Vertrauen auf das Bundesrecht getätigte Investitionen würden „substanziell entwertet, teilweise sogar gänzlich entzogen“.

    (https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/genossenschaften-klagen-gegen-mietendeckel-li.137251)
    "Dirk Enzesberger, Vorstand der Charlottenburger Baugenossenschaft. Seine Genossenschaft hat demnach die Klage zusammen mit der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, der Ersten Wohnungsgenossenschaft Berlin-Pankow eG und der Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor eG eingereicht. ... Man sei quasi gezwungen, Renovierungen auf neue Mieter abzuwälzen."

    (https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/02/medienbericht-mietendeckel-wohnungsbaugenossenschaften-klagen-.html)
    "So sei man etwa quasi gezwungen, Renovierungen auf neue Mieter abzuwälzen. Bislang sei die Vorfinanzierung solcher Baumaßnahmen solidarisch erfolgt, nun müssten Genossen Renovierungskosten von teils 15.000 oder 20.000 Euro selbst finanzieren. Viele könnten sich einen Wohnungswechsel deshalb nicht mehr leisten. 4000 geplante Genossenschaftswohnungen würden zudem durch den Mietendeckel nicht mehr gebaut werden. Auch Modernisierungen müssten zurückgefahren werden. All das entwerte den Anteil der Genossen am Genossenschaftsvermögen."

    (https://www.spiegel.de/wirtschaft/mietendeckel-berliner-wohnungsbaugenossenschaften-klagen-a-a8a58b43-2827-4763-8b43-124beca0c54e)
    "Die WBGs Berlin hatten geplant in den kommenden fünf Jahren über 6.000 neue Wohnungen zu bauen. Tatsächlich werden sie ihre Bautätigkeit auf ein Drittel, nur noch 2.000 Wohnungen, reduzieren."
    (https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/regionen/berlin/mietendeckel)
    Bis Sie Ihre Aussagen belegen können gilt für mich die Aussage der Genossenschaften.
    Mit Verlaub, Ihr ganzer Beitrag müffelt nach Neid auf die Genossenschaftler und nach Gier auch nach deren Eigentum.

    Bye

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  • Avatar von OckhamOS
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    mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

    Antwort auf Re: Vermieterlobby wird unruhig - weil jede Blase irgendwann platzt. von Tsu Tang.

    Ich hatte ja beschrieben, was mir von Insidern der Berliner Genossenschaften bekannt ist. Das ist nun mal dïametral entgegengesetzt von deren Propaganda. Da kannst Du noch so sehr versuchen, mir "Neid" und "Enteignungsgier" zu unterstellen.
    Fakt ist auch, daß auch bei den Genossenschaften die Sozialquote bei Wohnungen um Größenordnungen verfehlt wird. Für so etwas haben sie ja auch keine irgendwie formulierte Verpflichtung. Sie nehmen ihre soziale Verantwortung genauso wenig wahr wie private Vermieter (aber es gibt Ausnahmen, auf beiden Seiten - wie immer).

    Ich bin gespannt, wie die Klage ausgeht. Die Klagebegründung hätte ich auch gern mal gelesen.

    Noch interessanter wäre allerdings ein Blick in deren Bilanzen - das wäre wohl für die meisten sehr überraschend. Der Artikel deutet das ja nur an:

    Gerade die vier Genossenschaften hätten „in den letzten Jahren viel Geld angehäuft“.

    Genossenschaften, die Probleme finanzieller Art durch den Mietendeckelnachweisen können, bekommen außerdem auf Antrag Ausnahmegenehmigungen. Hat aber wohl nach meiner Kenntnis noch keine gemacht - aus Gründen...

    Und daß diese Leute behaupten, sie wären so knapp, daß sie nun Renovierungen auf die Mieter umlegen müssten, ist wohl sogar ein Verstoß gegen das Mietrecht.

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    • OckhamOS

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

    Und hier noch was Aktuelles aus Berliner Genossenschaften.

    Antwort auf Re: Vermieterlobby wird unruhig - weil jede Blase irgendwann platzt. von Tsu Tang.

    Pressemitteilung 22. Februar 2021

    GENOSSENSCHAFTER*INNEN UNTERSTÜTZEN DAS
    VOLKSBEGEHREN DEUTSCHE WOHNEN & CO ENTEIGNEN.

    Bei den Mitgliedern der Berliner Wohnungsgenossenschaften wächst die
    Unterstützung für das Volksbegehren Deutsche Wohnen & Co Enteignen,
    das am 26. Februar mit Beginn der zweiten Unterschriftensammlung in die
    entscheidende Phase geht.

    Die Initiative DIE GENOSSENSCHAFTER*INNEN kündigte an, aktiv beim
    Sammeln der notwendigen 170.000 Unterschriften zu helfen. In einer
    Erklärung der Initiative heißt es zur Begründung: "Als
    Genossenschafter*innen wollen wir, dass es möglichst vielen ermöglicht
    wird, selbstbestimmt zu wohnen und das zu Mieten, an denen sich andere
    nicht bereichern. Neben der generellen Ausweitung genossenschaftlichen
    Wohnens sehen wir das Volksbegehren zur Vergesellschaftung und
    gemeinwirtschaftlichen Verwaltung von Immobilienkonzernen als einen
    wichtigen Schritt in diese Richtung an."

    Da sind jetzt sicher nicht diese Vorstände dabei, die dort geklagt haben...

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