Neue, schöne Plattenbauten, schön eng gestellt, ohne Tiefgarage, dafür Stellplätze im Freien, dort wo sonst Grünanlagen sind. Also eher keine Lademöglichkeit für E-Autos.
Knappe Wohnungsgröße, Minimalausstattung. Genau so wird das was.
Billiger bauen ist die Lösung
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Antwort auf Billiger bauen ist die Lösung von KarierterHut.
KarierterHut schrieb am 23.02.2021 09:05:
Neue, schöne Plattenbauten, schön eng gestellt, ohne Tiefgarage, dafür Stellplätze im Freien, dort wo sonst Grünanlagen sind. Also eher keine Lademöglichkeit für E-Autos.
Knappe Wohnungsgröße, Minimalausstattung. Genau so wird das was.Und teurer bauen die Antwort unser Regierung. Also schon knappe Wohnungsgröße aber dafür zum Höchstpreis :-)
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Antwort auf Billiger bauen ist die Lösung von KarierterHut.
Ein Quadratmeter Grund kostet in den Städten 1000 € aufwärts. Man braucht 3qm Grund für einen qm Wohnfläche. Die Baukosten liegen (billigst) bei 2000 €. Dazu kommen noch diverse Zusatzkosten für Transaktionsgebühren, Gebühren, Steuern, Auflagen, Energieabzocke, usw. Dazu noch Extrakosten wegen lahmer Arbeitsweise der Verwaltung.
Daher kann man nicht unter 5000 €/qm neu bauen.
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Antwort auf Billiger bauen ist die Lösung von KarierterHut.
Hi,
also wieder Kaninchenställe für die "arbeitenden Massen". Während die Eliten weiterhin eifrig CO2 produzieren.
Bye
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Antwort auf Re: Billiger bauen ist die Lösung von Tsu Tang.
Tsu Tang schrieb am 23.02.2021 12:07:
Hi,
also wieder Kaninchenställe für die "arbeitenden Massen". Während die Eliten weiterhin eifrig CO2 produzieren.
Bye
Ja natürlich. Entweder billig oder gut. Natürlich kann man durch wohlüberlegte Architektur die Folgen kostengünstigen Bauens abmildern. Aber bevor ein Investor auf seine Rendite verzichtet muss der Mieter eben seine Wünsche hinsichtlich Komfort einscränken. Oder der Staat baut selbst. Aber was dabei raus kommt haben wir beim BER gesehen.
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Antwort auf Re: Billiger bauen ist die Lösung von Karolis.
Karolis schrieb am 23.02.2021 11:02:
Ein Quadratmeter Grund kostet in den Städten 1000 € aufwärts. Man braucht 3qm Grund für einen qm Wohnfläche.
Wieso denn das? Bei einem hübschen Zehngeschosser reichen 1qm Grund für 5 qm Wohnfläche. Oder meinen Sie das böse freistehende Eigenheim?
Und 1000 €/m² ist Berlin Mitte, oder?Die Baukosten liegen (billigst) bei 2000 €.
Würde ich bezweifeln. Dafür bekommen Sie ja schon fast ein Huf-Haus. Ein Mehrgeschosser in kostenspaarender Bauweise lässt sich mit weniger erstellen.
Daher kann man nicht unter 5000 €/qm neu bauen.
Sie haben wohl noch nie gebaut? Natürlich sind Grundsteuern, Notarkosten etc nicht zu verachten. Aber eine Verdopplung der Baukosten bewirkt das nicht.
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Billiger bauen ist nicht die Lösung
Antwort auf Billiger bauen ist die Lösung von KarierterHut.
KarierterHut schrieb am 23.02.2021 09:05:
Neue, schöne Plattenbauten, schön eng gestellt, ohne Tiefgarage, dafür Stellplätze im Freien, dort wo sonst Grünanlagen sind. Also eher keine Lademöglichkeit für E-Autos.
Knappe Wohnungsgröße, Minimalausstattung. Genau so wird das was.Das Problem ist die Renditeerwartung der Investoren, und das alles in Ballungszentren drängt. Natürlich kann günstiger Bauen zu niedrigeren Mieten führen, aber mit dem Argument könnten wir alle in Schlafkapselhotels oder Pappkartons wohnen. Wahnsinnig niedrige Baukosten.
In eher ländlichen Regionen werden in Deutschland immer noch gut ausgestattete Neubauten von Privat für 8 €/qm angeboten. Ohne Renditeerwartung geht es bei Genossenschaften oder der öffentlichen Hand da schon für 6 €/qm.
In München liegt die Miete für gleich ausgestattete Neubauwohnungen bei 20 €/qm aufwärts. Klar gibt es da aufgrund der örtlichen Situation auch etwas höhere Baukosten, aber 10 €/qm sollten locker möglich sein. Man vergleiche nur mal die Mietpreise in Wien, wo es jede Menge öffentlichen Wohnungsbau gibt.
Teilweise Mietpreise von 5 €/qm für geförderte Neubauten.
Und die Baustandards sind da nicht so wesentlich anders.Die Frage ist einfach ob es für glückliche, münchener Immobilienbesitzer ein Recht auf leistungsloses Grundeinkommen geben muss. Schließlich ist das für Kapitalisten von FDP und Co ansonsten ja des Teufels. Oder sollte der Wertzuwachs dem Staat / der Allgemeinheit zustehen, weil diese mit der Infrastruktur für diesen Wert gesorgt hat?
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Antwort auf Re: Billiger bauen ist die Lösung von KarierterHut.
Die maximale GFZ ist 1.0 oft sogar nur 0,5 mit einer GRZ von 0,4 , da ist nix mit 5qm Wohnfläche auf 1qm Grund.. Zudem müssen Garagen und Gemeinschaftsflächen ebenfalls in der GRZ von 0,4 untergebracht werden. Daher ist der einzelne Quadratmeter auch so teuer.
Im Speckgürtel von München werden für normale Lagen schon 2000 €/qm Baugrund bezahlt.
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Antwort auf Billiger bauen ist nicht die Lösung von ollid.
ollid schrieb am 23.02.2021 15:08:
Das Problem ist ...das alles in Ballungszentren drängt.
Da haben Sie recht. Und da der Wohnraum zwangsläufig begrenzt ist gibt es nun mal mehr Nachfrage als Angebot.
Dann können Sie das entweder über den Preis regeln oder durch Mangelverwaltung.
Letztendlich ist es egal ob jemand nicht nach Berlin Mitte ziehen kann weil er die Miete nicht bezahlen kann oder weil er von der staatlichen Wohnungsverwaltung keine Zuweisung bekommen hat.In eher ländlichen Regionen werden in Deutschland immer noch gut ausgestattete Neubauten von Privat für 8 €/qm angeboten. Ohne Renditeerwartung geht es bei Genossenschaften oder der öffentlichen Hand da schon für 6 €/qm.
Na dann ist doch alles in Butter. Dann kann ja djeder, der billig wohnen möchte dahin ziehen.
In München liegt die Miete für gleich ausgestattete Neubauwohnungen bei 20 €/qm aufwärts.
Wie ich schon sagt, das ist die Folge einer zu großen Nachfrage. Man nimmt, was man bekommt.
Die Frage ist einfach ob es für glückliche, münchener Immobilienbesitzer ein Recht auf leistungsloses Grundeinkommen geben muss.
Er hat kein leistungsloses Grundeinkommen. Er hat die Immobilie bezahlt. Auch wenn Sie das nicht wahr haben wollen, die meisten Immobilienbesitzer haben das Geld für die Immobilie durch eigene Arbeit erworben. Und statt dieses Geld zu verprassen bauen sie für fremde Menschen eine Wohnung. Da ist es doch nur gerecht wenn sie für die entgangene Konsumlust einen Ausgleich in Form einer Rendite bekommen.
Wem würde es etwas nutzen wenn der Geldbesitzer das Geld für eigenen Konsum verprasst? Dann gäbe es statt einer teuren Wohnung gar keine.Schließlich ist das für Kapitalisten von FDP und Co ansonsten ja des Teufels. Oder sollte der Wertzuwachs dem Staat / der Allgemeinheit zustehen, weil diese mit der Infrastruktur für diesen Wert gesorgt hat?
Für die Infrastruktur hat der Steuerzahler gesorgt und der ist in vielen Fällen identisch mit dem Immobilienbesitzer. Wobei jetzt erst mal zu definieren wäre was mit "Infrastruktur" überhaupt alles gemeint ist.
Die Wohn- und Lebensqualität wird nicht zuletzt durch die Qualität der Wohnungen, das soziale Umfeld, Anzahl und Qualität der Restaurants, Geschäfte usw. bestimmt. Und diese Faktoren sind nicht die Folge staatlich bezahlter Infrastruktur sondern Folge der finanziellen Leistungskraft der Bewohner des Viertels.
Daher kann man diejenigen, die in ein qualitativ hochwertiges Quartier ziehen wollen, dafür aber nur wenig bezahlen wollen, durchaus als Trittbrettfahrer bezeichnen.