... an das Gelärme der Wichtigmänner aus "industrienahen Kreisen" (vulgo: Lobbyisten), als sie gar nicht genug Staatsknete abgreifen konnten, um ihre "älteren Arbeitnehmer" in die "Altersteilzeit" abzuschieben (wobei natürlich der Fiskus deren Gehaltsminderung kompensieren sollte).
Jetzt maulen sie herum, weil sie doch nicht wollen, daß Arbeitnehmer weniger arbeiten.
Wie man es auch macht, paßt es ihnen nicht. Vielleicht sollte man ihnen einfach keine Aufmerksamkeit widmen, sondern sich um wichtigeres kümmern, wenn sie es nicht hinbekommen, die Arbeit gleichmäßig über die Dekaden zu verteilen und stattdessen nur herumblöken. Als Arbeitnehmer kann man es sich ja nicht aussuchen, wann man ins Erwerbsleben ein- und wieder -austritt.
Die Älteren unter den Lesern erinnern sich noch ganz genau ...
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Antwort auf Die Älteren unter den Lesern erinnern sich noch ganz genau ... von jc1.
Ja, die Frühverrentung ab Anfang der 80'er als der goldene Weg die Arbeitslosigkeit los zu werden. Interessant ist daran auch, dass wir noch heute an den Folgen leiden. Wer über 50 ist hat immer noch die Arschkarte, wenn die bisherige Firma den Bach runter geht.
Vor einigen Jahren hatten sie mal eine alte Expertenrunde auf ZDF-Info von Anfang der 80'er zu dem Thema Frühverrentung wiederholt. Damals war die Sache in der Politik langsam am hoch kommen, um die Arbeitslosenstatistik zu "bereinigen". Alle Anwesenden sprachen sich dagegen aus, weil aus deren Sicht damit ein Klima für die Firmen geschaffen wird, keine älteren Arbeitnehmer mehr einzustellen und die vorhandenen möglichst mit 58, damals noch diskutierter frühester Renteneintritt, zu lasten der Rentenkasse los zu werden. Schließlich verdienten die älteren Arbeitnehmer damals schon recht gut.
Aber Mehrarbeit und in vielen Bereichen dünne Löhne, gerade jammert die DEHOGA mal wieder, wird man aufgrund der Demografie von Seiten der Arbeitgeber nicht mehr durchsetzen können. Das Zeitalter der Menschenmassen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, sind nun mal vorbei. Auch der "Trick" über Auslandsanwerbung dürfte kaum noch was bringen, da viele Staaten in einer ähnlichen Entwicklung sind.