In den USA lässt sich die Wählerschaft laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup in Anhänger der Demokraten (etwa 27%), der Republikaner (27%) und in sog. „Independent Voters“ (43%) aufteilen. Letztere Gruppe würde man in Deutschland als „Wechselwähler“ bezeichnen.
Und Analysten zufolge sind viele parteipolitisch nicht gebundenen Wähler mit Präsident Biden unzufrieden. Dabei wird oft die wirtschaftliche und vor allem die soziale Lage genannt, die einige US-Bürger als ziemlich schlecht betrachten.
Die USA gelten laut Demokratieindex der britischen Zeitung The Economist als „unvollkommene Demokratie“. Als Grund vermute ich, dass das Establishment in Washington in hohem Maße von finanzstarken Lobbyisten abhängig ist. Und dieses Establishment wird für die aktuelle Situation verantwortlich gemacht.
Trump wiederum zählt nicht zum Establishment, wobei ihm so mancher verbale Fehltritt von den Wechselwählern offenbar nicht besonders übel genommen wird.
Und was Michelle Obama betrifft, so ist mir lediglich bekannt, dass einige Republikaner ihren Namen ins Spiel gebracht haben. Doch die ehemalige First Lady hat das politische Geschäft in Washington, also das „wheeling and dealing“, eigentlich immer abgelehnt. Und von einem Meinungsumschwung ihrerseits ist mir aus US-Medien nichts bekannt. Noch im März 2024 hat sie laut Buisiness Insider eine Kandidatur abgelehnt.
Auch möchte ich anmerken, dass die Demokraten in den Vorwahlen 2020 zunächst etwa 20 Kandidaten im Rennen hatten, bis sich am Ende der Kandidat des Establishments Joe Biden durchgesetzt hat. Damals war auch Kamala Harris dabei. Sollten sich die Demokraten für einen Wechsel entscheiden, so halte ich es sechs Monate vor der Wahl im Grunde nur für möglich, dass die jetzige Vizepräsidentin Kamala Harris einspringt.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.05.2024 21:45).