kleinrudi schrieb am 25.03.2022 08:39:
Wie im Artikel schon richtig angemerkt wurde: wenn Simon mit dem Rad oder zu Fuß bequem zur Arbeit käme oder von daheim arbeiten könnte, wäre am meisten CO2 eingespart, ohne durch Neuanschaffungen zusätzlich neues CO2 zu produzieren.
Wenn das Wörtchen "wenn nicht wär", wär ich heute Millionär. :)
Diese Bemerkung trägt zu einer Lösung auch nichts bei. Man sollte vielleicht statt herumzuideologisieren sich Fragen stellen:
- Ist ein Universitätsbetrieb mit minimierten Präsenzpflichten möglich (CoViD hat
uns gezeigt, dass das geht, aber jetzt wollen alle wieder auf Präsenzveranstaltungen
umstellen)?
- Waren die Homeofficeregelungen in Behörden und Firmen tatsächlich für alle
Beteiligten unzumutbar, oder könnte man großzügig Fahrten einsparen?
- Kann der ÖPN auch lernen, wiederkehrende Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen, oder
kann der wirklich nur feste Strecken anbieten? Unsere logistischen Möglichkeiten sind
dank der technischen Entwicklung viel größer geworden, aber das ÖPN-Angebot ähnelt
wirklich noch dem des 20. Jahrhunderts.
- Bei welchen Produkten ist es sinnvoll, sie auf Langlebigkeit hin zu optimieren?
usw. usw.
Meines Erachtens gibt es viele Möglichkeiten, ohne große Eingriffe in unsere bisherige Infrastruktur weitaus mehr einzusparen als durch demnächst wohl braunkohlebetriebene E-Fahrzeuge. Wieviel Geld fließt von uns in die Förderung von E-Autos, wieviel in die Erforschung von Speichertechnologien, wieviele in Forschung zu Transmutationsreaktoren zur Lösung unseres Atommüllproblems, wieviel in die Erforschung intrinsisch sicherer Atomreaktoren und wieviel in die Fusionsforschung (Liste nicht vollständig)?