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  • motorbit

mehr als 1000 Beiträge seit 14.03.2006

herr nowak, ich verstehe was nicht:

Nach Lesen ihrer Texte wird mir klar, dass ich offenbar unter latentem Antisemitismus leide.
Hierfür schäme ich mich sehr, da ich mich gewöhnlich sehr für eine offene, plurale, inklusive und gerechte Gesellschaft einsetze und glaube, dass jeder Mensch das Recht auf ein glückliches Leben hat.

Sie schreiben nun aber:

Wer 2024 noch immer nicht zur Kenntnis genommen hat, wie viele linke, kommunistische und auch anarchistische Elemente in den frühen Zionismus eingeflossen sind, wer noch nie vom Arbeiterzionismus gehört hat, der sollte einen solchen Kongress nicht veranstalten

Allerdings habe ich versucht, nachzuvollziehen, wofür Zionismus steht. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es eine politische Strömung ist, die vertritt, dass ein Staat Israel ein Staat von und *nur* für Juden sein soll. Hierdurch scheint sich Zionismus von anderen (auch unter israelischen Juden vorhandenen) politischen Strömungen abzugrenzen, die glauben, dass auch nicht Juden Israelis sein können.
Ich kann jetzt nicht umhin, in dieser Definition von Zionismus den Wunsch nach einem Ethno-Nationalstaat zu erkennen.
Ich will diesen Wunsch oder das Recht darauf auch gar nicht infrage stellen; ich bitte sie nur um eines:
solche nationalen Positionen scheinen mir unvereinbar mit sozialistischen oder gar anarchistischen Ansichten. Bei der Verbindung dieser Konzepte kommen mir spontan ganz andere Assoziationen als "links".

Könnten sie Ihre Position hierzu vielleicht etwas ausführlicher erläutern, so dass es mir auch ohne die ihnen gegebene Weisheit möglich ist, ihre Einsichten zu begreifen?

Vielen Dank!

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