Es handelt sich bei der ganzen Debatte im Grunde um ein gigantisches Ablenkungsmanöver.
Mit Beginn des neoliberalen Zeitalters ( M. Thatcher: "Ich kenne keine Gesellschaft, ich kenne nur einzelne Männer und Frauen ") begannen zwei sich auf den ersten Blick widersprechende Entwicklungen, die jedoch miteinander zusammen hängen. .
1. Eine von Jahr zu Jahr immer konzentriertere Zusammenballung der finanziellen und wirtschaftlichen Macht in den Händen weltweit immer weniger Menschen, auch über die Medien und damit Machtausübung über alle anderen Menschen (Diktatur).
Diese Diktatur will allerdings gut versteckt und verkauft sein, am besten als maximale Freiheit.
2. Den Menschen wird gleichzeitig vorgespiegelt, dass sie immer größere und viel mehr Freiheiten und Wahlmöglichkeiten hätten als früher.
Es kam in der Folge zu einer Überindividualisierung.
Ein Beispiel:
Statt eines zusammenhängenden Studiums von fünf Jahren Dauer, welches alle Studenten einer Studieneinrichtung bis in die 1970er Jahre früher mehr oder weniger in der gleichen Art absolviert hatten , durfte man sich nun zersplittert nach Bologna zweimal für einen Bachelor oder Master bewerben und zwischen Dutzenden Studienvarianten und Modulen wählen. Das Gesamtstudium wurde jedoch gekürzt, die Studienqualität und die Qualität der Absolventen herab gesetzt. Aus zusammen hängenden Studienzeiten wurden "Projekte". Letztlich floß das Geld, welches früher für die Studenten da war , nun in andere Taschen. Dafür gab man ihnen mehr Wahlfreiheit.
Nach dem Studium eine weitere Aufsplitterung früher unbefristeter Arbeitsverträge in Zeitverträge, Praktika, Minijobs. Jeder konkurriert ohne gewerkschaftliche Unterstützung gegen jeden und alle werden gegeneinander ausgespielt.
Je zersplitterter sich die Gesellschaft in kleine und kleinste Grüppchen zerteilt ( individuell nur für mich zugeschnitten), desto weniger interessiert die Menschen die Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes. Teile und herrsche. Dieser Grundsatz verhindert auch wirkungsvoll Revolutionen. Kein Wunder, dass beispielsweise seit Thatcher alles was an Gemeinschaft erinnerte zurückgefahren wurde.
Gewerkschaften, kommunaler Wohnraum, kommunale Wasser- und Stromversorgung, öffentliche Verkehrsmittel . Statt dessen verdoppelte man die individuelle Wahlmöglichkeit zwischen Automarken oder Geschlechtern. Kein Wunder, dass sich im Hofgarten in Bonn nicht mehr 1 000 000 Menschen für eine Demo gegen Mittelstreckenraketen versammelt. Dafür diskutiert man jetzt über LGTBWISUE "&&%S. Der Blick der Menschen wird bewusst weg von gesamtgesellschaftlichen Themen in den individuellen Bereich umgelenkt.
Ach wie sind wir alle so frei, freier geht´s nicht.
Wie kommt es dann, dass ein einziges Land und eine einzige Regierung auf der Welt in immer extremerer Weise alle anderen Länder bestimmen und erpressen will, eben des Landes wo dieser ganze Genderunsinn herkommt ?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (17.06.2021 14:51).