Anhand des Ergebnis der Grünen auf die Meinung der Bevölkerung zu schließen ist unzulässig.
Wieviele haben die Grünen nicht gewählt, weil sie keine Kriegspartei unterstützen wollen?
Wieviele Umweltbewegte gehen überhaupt nicht (mehr) wählen, weil sie keine Lust haben, sich selbst zu verarschen?
Und wenn schon die Grünen herhalten müssen - wenn bis zu 28% in den Umfragen Grüne wählen wollen würden - was sagt das aus, dass dies dann auf 15% zusammen schrumpft?
Das Programm der Grünen war nie grün genug - und wer grün wählt wählt auch Säbelrasseln Richtung Russland. Das alleine wird doch viele Umweltbewegte zumindest davon abgehalten haben, Grün zu wählen.
Dann ist auch noch ein sehr großer Teil des Wahlvolkes über 60. Wieviele von den 70+ Wählerinnen und Wählern wusste überhaupt noch bei der Wahl wem sie da ihre Stimme geben? Und sind 70+ für Umweltaktivisten überhaupt noch eine sinnvolle Zielgruppe?
Unterschichten sind bei Wahlen ebenso weniger vertreten, da die sich lieber in die Wahlverweigerer einreihen.
All das zeigt: Eine Bundestagswahl ist kein Barometer für die Stimmung in der Bevölkerung. Auch wenn Parteien das gerne anders sehen würden, weil sie sich als Alleinvertreter der Demokratie aufplustern. Demokratie ist aber mehr als alle 4 Jahre mal ein Kreuz zu machen.