Sollte es nicht die vorrangige Aufgabe einer Gewerkschaft sein, für die Interessen von Arbeitnehmern gegenüber Arbeitgebern, insbesondere die Arbeitsbedingungen und Löhne, zu kämpfen? Da gibt es für eine Dienstleistungsgewerkschaft wirklich reichlich zu tun.
Ich will der Gewerkschaft um Himmels Willen nicht das Recht absprechen, sich zu allgemeinpolitischen Themen zu äußern, aber bevor sie sich an größeren Aktionen für Masseneinwanderung und Klimaschutz beteiligt, sollte sie sich darum kümmern, den Organisationsgrad in Bereichen mit viel prekärer Beschäftigung zu verbessern, um endlich schlagkräftig Arbeitskämpfe zu führen.
verdi ist ein Beispiel für eine pseudolinke Institution, die die elementaren Interessen ihrer Beschäftigten zugunsten von Randthemen sträflich vernachlässigt. Solche Institutionen machen sich überflüssig, wenn sie vor lauter Weltverbesserei ihre Kernaufgaben vernachlässigen.