Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2
  • Avatar von Ignoramus-et-Ignorabimus
    • Ignoramus-et-Ignorabimus

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2017

    Antwort auf Re: Drei Prozent von HaKla.

    HaKla schrieb am 20.07.2023 11:22:

    Ist das eigentlich so, dass Weizen nur über Odessa und das Schwarze Meer exportiert werden kann? Grüße, Hans

    in den für den Export ukrainischen Getreides notwendigen Mengen ist das tatsäch so. Da reichen die Kapazitäten über Land oder die Donau bei weitem nicht aus. Zudem erhöht sich durch die höheren Transportpreise natürlich auch der Preis für Getreide.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von auf_der_hut
    • auf_der_hut

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2008

    Antwort auf Re: Drei Prozent von KarlKater.

    Ich lese da "Cargo may be processed and re-exported from the primary destination." Der Bestimmungshafen lässt also keinen Rückschluss darauf zu, in wessen Magen das Getreide letztlich landet.

    Es wurde nie behauptet, dass die Lieferungen direkt in Hungergebiete gehen und es ist auch ziemlich belanglos. Es geht darum, dass genug Getreide auf dem Weltmarkt verfügbar ist, damit auch sowohl der Fleischhunger der reichen Länder gestillt werden und eine Hungersnot in Afrika verhindert werden kann. Niemand will nämlich hierzulande weniger Fleisch essen, damit genug Getreide für die Hungerleidenden übrig bleibt. Den Hungernden ist es doch völlig egal, von wo die UN oder andere Hilfsorganisationen ihr Getreide kaufen - solange sie es kaufen können.

    In die Hungergebiete wird übrigens überwiegend Mehl und nicht Getreide geliefert. Das kann irgendwo gemahlen worden sein um dann weiterverschifft zu werden.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.07.2023 23:02).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von HaKla
    • HaKla

    14 Beiträge seit 24.06.2023

    Antwort auf Re: Drei Prozent von Ignoramus-et-Ignorabimus.

    Die Tagesschau meinte dazu, es liege daran, dass die Transportpreise über Land das Getreide teurer machen würden, wie Sie schon richtig anmerken. Weiterhin wurde angeführt, dass Polen seine Grenze für Getreidetransporte geschlossen hätte. Von mangelnder Transportkapazität war jedoch nicht die Rede, nicht im Ansatz.

    Ich persönlich finde ja, wenn es wirklich um die Ärmsten der Welt ginge, die nun von der Versorgung mit ukrainischem Getreide abgeschnitten wären, dann können eine geschlossene Grenze und höhere Transportpreise nun wirklich kein Argument sein. Sonst sieht es irgendwie so aus, als sei der Hunger doch nicht so wichtig. Grüße, Hans

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ossiwessifali
    • Ossiwessifali

    804 Beiträge seit 02.10.2019

    Antwort auf Re: Drei Prozent von .

    Ralf Möller schrieb am 20.07.2023 08:41:

    der ukrainischen Getreideausfuhren - und das nur über UN -Ernährungsprogramme- landeten in Hungergebieten. Der Rest ging größtenteils nach China und nach Europa, wo er als Viehfutter verwendet wurde.

    Quelle: Bauchgefühl.

    30% gingen nach Afrika, je 35% nach Europa&USA bzw Asien&Arabien
    Quelle: trasemap.org Ukrainische Exporte 2022 an Weizen und Mengkorn

    Wie wichtig die Exporte für die einzelnen Länder sind, kann man daraus nicht sehen. Aber ihre Existenz hat die Preise stabilisiert und verhindert, dass die Staaten bei anderen Lieferanden teuer Notkäufe machen mussten.

    Importers Exported value in 2022
    Alles 2,678,054,000 US$
    Egypt 241,628,000 US$
    Algeria 140,652,000 US$
    Tunisia 70,391,000 US$
    Ethiopia 47,615,000 US$
    Sudan 38,969,000 US$
    Libya, State of 34,028,000 US$
    Somalia 22,619,000 US$
    Kenya 20,144,000 US$
    Djibouti 20,103,000 US$
    Morocco 20,037,000 US$
    Uganda 18,518,000 US$
    Tanzania, United Republic of 15,643,000 US$
    Cameroon 5,562,000 US$
    Ghana 2,592,000 US$
    Estonia 967,000 US$
    Austria 796,000 US$
    Georgia 606,000 US$
    Romania 329,418,000 US$
    Spain 228,306,000 US$
    Poland 132,167,000 US$
    Italy 77,948,000 US$
    Hungary 59,412,000 US$
    Greece 34,768,000 US$
    Slovakia 22,37,000 US$
    Germany 12,373,000 US$
    Switzerland 11,094,000 US$
    Lithuania 7,936,000 US$
    Moldova, Republic of 4,404,000 US$
    Netherlands 4,304,000 US$
    Albania 4,231,000 US$
    Bulgaria 3,733,000 US$
    Latvia 2,854,000 US$
    Cyprus 2,539,000 US$
    United States of America 2,457,000 US$
    Portugal 1,774,000 US$
    United Kingdom 1,158,000 US$
    Malaysia 746,000 US$
    Türkiye 475,594,000 US$
    Lebanon 100,441,000 US$
    Yemen 87,736,000 US$
    Pakistan 86,751,000 US$
    Indonesia 79,14,000 US$
    Bangladesh 65,395,000 US$
    Saudi Arabia 51,33,000 US$
    Israel 34,493,000 US$
    Viet Nam 23,385,000 US$
    Korea, Republic of 13,319,000 US$
    Oman 12,184,000 US$
    Thailand 1,917,000 US$

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Pearphidae
    • Pearphidae

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2021

    Antwort auf Re: Drei Prozent von HaKla.

    HaKla schrieb am 20.07.2023 11:22:

    Ist das eigentlich so, dass Weizen nur über Odessa und das Schwarze Meer exportiert werden kann? Grüße, Hans

    Ich frage mich gerade, auf welche Aussage Ihres Vorredners sich Ihre Frage bezieht. Oder wollen Sie nur rhetorisch von Russlands Schuld am Welthunger ablenken?

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Ansicht umschalten