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Avatar von Pnyx (1)
  • Pnyx (1)

mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2017

wie viele?

Wer hinschaut, sieht z. B. auf Satellitenbildern stark wachsende Friedhöfe in der Ukraine, in mindestens einem Einzelfall auch in Polen. Es gibt unzählige Clips, die enorme Materialverluste der Ukrainer in ihrer nun zweimonatigen Offensive zeigen, was in erster Linie an der russischen Lufthoheit liegt. Wer glaubt, das gehe nicht mit entsprechenden Verlusten an Soldaten einher, will das eben glauben. Die Russen ziehen sich in aussichtslosen Situationen zurück, die Ukrainer kämpfen meist weiter. Auch das kostet viele Soldaten. Sie werden ihnen ausgehen. Bereits jetzt fällt auf, dass das Durchschnittsalter kämpfender Ukrainer - natürlich grob geschätzt anhand von Videoclips - stetig steigt. Sogar auf dem New York Times-Site war - allerdings nur etwas mehr als eine Stunde, danach wurde eine 'redigierte' Version veröffentlicht - zu lesen, dass z. B. eine ukrainische Abteilung eine Verlustquote von 200 Prozent hatte. Sie sei komplett, bis auf den letzten Mann, ausser Gefecht gesetzt, anschliessend neu aufgestellt und erneut ausradiert worden.

Die ukrainische Führung weiss, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft kein Personal mehr haben wird. Sie versucht daher mit allen Mitteln, die nato dazu zu verleiten, direkt einzugreifen. Bisher ohne Erfolg, aber die Gefahr, dass dies schliesslich geschieht, ist nicht klein. Die Konsequenzen kann man sich (nicht) ausmalen.

Auch wenn man kontrafaktisch annimmt, die Ukraine könne gewinnen - es stellt sich die Frage: Wie viele tote oder fürs Leben gezeichnete Ukrainier ist das wert? Ganz konkret.

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  • Avatar von geheim
    • geheim

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.01.2000

    Antwort auf wie viele? von Pnyx (1).

    Das Problem (im Westen) ist noch viel größer. Hier wird immer viel davon geredet wie viele tollen Westliche Waffensysteme die Ukrainer bekommen haben und das die deshalb gewinnen werden.

    Das ist natürlich mumpitz. Das was da an Material geflossen ist ist in homöopathischen Dosen. Die Ukrainer kämpfen zum Großteil mit dem selben Gerät wie die Russen selber, vermutlich etwas schrottiger da ich kaum davon ausgehe das da in den letzten 30 Jahren gross investiert wurde.

    Und ja, was kommt "hinterher"? Wenn Ukraine seine Junge Generation "verheizt" was heisst das dann für das Land hinterher?

    Und noch eine Anmerkung: Das wird (im Westen) immer so dargestellt das Russland in die Ukraine eingefallen ist wie damals die Amis im Irak. Aber das übersieht die Jahrhundertelange Geschichte zwischen den beiden Gebieten. Das hat eher was mit Bürgerkrieg gemein wie einen "Klassischen" Angriffskrieg. Und keiner sagt was dazu, aber das muss verstanden werden wenn man irgendwann mal ein Ende haben will.

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  • Avatar von satgurupseudologos
    • satgurupseudologos

    377 Beiträge seit 25.05.2018

    wärs nicht besser SIEBEN mal ein referendum zu wiederholen als weiter krieg

    Antwort auf wie viele? von Pnyx (1).

    wärs nicht besser SIEBEN mal im abstand von jeweils sieben jahren unter internationaler aufsicht ein referendum zu wiederholen als auch nur einen tag weiter krieg zu führen?

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  • Avatar von Harleywerner2
    • Harleywerner2

    316 Beiträge seit 22.07.2023

    Antwort auf Re: wie viele? von geheim.

    Die Ukrainer kämpfen zum Großteil mit dem selben Gerät wie die Russen selber, vermutlich etwas schrottiger da ich kaum davon ausgehe das da in den letzten 30 Jahren gross investiert wurde.
    Das verstehe ich jetzt nicht??? Russland ist doch einmarschiert weil die NATO die Ukraine seit 2014 massiv aufgerüstet hat und dadurch die russische Sicherheit direkt bedroht hat!

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    • unbekannter Benutzer

    276 Beiträge seit 29.04.2023

    Antwort auf wärs nicht besser SIEBEN mal ein referendum zu wiederholen als weiter krieg von satgurupseudologos.

    Das wäre schlecht für das Kapital welches die Ukraine wieder aufbauen möchte.
    Da denke ich an BläckRock, Landwirtschaft, Windenergie oder Lithiumabbau.
    Wenn "wir" das nicht kriegen, dann wollen "wir" auch an Frieden nicht denken. "Wir" wollen die Ressourcen. Nein, ein weiteres Referendum würde "uns" nur behindern.

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  • Avatar von mouse-net
    • mouse-net

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf wärs nicht besser SIEBEN mal ein referendum zu wiederholen als weiter krieg von satgurupseudologos.

    satgurupseudologos schrieb am 30.07.2023 09:01:

    wärs nicht besser SIEBEN mal im abstand von jeweils sieben jahren unter internationaler aufsicht ein referendum zu wiederholen als auch nur einen tag weiter krieg zu führen?

    Hat Putin denn schon einer solchen Initiative zugestimmt?
    UN-Truppen und OSCE "mag" er ja auch nicht.
    Denen klaut er ja lieber die Autos.

    https://www.youtube.com/watch?v=GAi0PGhRn_A

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  • Avatar von Aneri_2021
    • Aneri_2021

    703 Beiträge seit 07.10.2021

    Antwort auf Re: wie viele? von geheim.

    geheim schrieb am 30.07.2023 05:11:

    Aber das übersieht die Jahrhundertelange Geschichte zwischen den beiden Gebieten. Das hat eher was mit Bürgerkrieg gemein wie einen "Klassischen" Angriffskrieg. Und keiner sagt was dazu, aber das muss verstanden werden wenn man irgendwann mal ein Ende haben will.

    Ich würde es nicht als Argument nutzen, da historische Interpretationen immer wanken. Letztendlich die politische Entscheidungen getroffen werden aufgrund neuzeitlichen Geschehens und zwar nicht lokal begrenzt. So sehe ich als viel schwerwiegenderen Argument die Tatsache, dass man Selbstbestimmungsrecht (das auch nicht zur Völkerrecht gehört) nach eigenem Gusto verwendet. So etwa Selbstbestimmung der Kosovo-Albaner hatten höchste Priorität gehabt... Sonst war es doch alles - spiegelhaft - gleich. Albanien liegt in direkter Nachbarschaft, also könnte man sagen, dass auch sie könnten in ihrer ethnische Heimat zurückkehren usw.
    Nur eben in Fall der Ukraine unterstützt das Westen die ukrainische "Serbien".

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  • Avatar von Pearphidae
    • Pearphidae

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2021

    Antwort auf Re: wie viele? von Aneri_2021.

    Aneri_2021 schrieb am 31.07.2023 14:08:

    geheim schrieb am 30.07.2023 05:11:

    Und noch eine Anmerkung: Das wird (im Westen) immer so dargestellt das Russland in die Ukraine eingefallen ist wie damals die Amis im Irak. Aber das übersieht die Jahrhundertelange Geschichte zwischen den beiden Gebieten. Das hat eher was mit Bürgerkrieg gemein wie einen "Klassischen" Angriffskrieg. Und keiner sagt was dazu, aber das muss verstanden werden wenn man irgendwann mal ein Ende haben will.

    Ich würde es nicht als Argument nutzen, da historische Interpretationen immer wanken. Letztendlich die politische Entscheidungen getroffen werden aufgrund neuzeitlichen Geschehens und zwar nicht lokal begrenzt.

    So sehe ich als viel schwerwiegenderen Argument die Tatsache, dass man Selbstbestimmungsrecht (das auch nicht zur Völkerrecht gehört) nach eigenem Gusto verwendet. So etwa Selbstbestimmung der Kosovo-Albaner hatten höchste Priorität gehabt... Sonst war es doch alles - spiegelhaft- gleich. Albanien liegt in direkter Nachbarschaft, also könnte man sagen, dass auch sie könnten in ihrer ethnische Heimat zurückkehren usw. Nur eben in Fall der Ukraine unterstützt das Westen die ukrainische "Serbien".

    Holla!

    Die Wissenslücken und daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind besonders bei von russischer Propaganda beieinflussten Leuten doch immer wieder eklatant:

    Ja, die Kosovo-Albaner möchten autonom sein. Aaaaber: Völkerrechtlich wird eine solche Abspaltung eben nur dann anerkannt, wenn sie von der dazu autorisierten gegenwärtig offiziellen Regierung durchgeführt wird - im Fall vom Kosovo ist das Serbien. Die widerum sind verpflichtet, dem Willen des Volkes eine Stimme zu geben, also ein Referendum abzuhalten. Machen die widerum aber nicht, obwohl es einfach durchzuführen wäre, weil die dort bereits vor dem Konflikt ansässigen Bürger noch immer dort leben.

    Solange Serbien kein Referendum darüber abhält, was die Kosovaner wollen, solange wird der Konflikt dort schwelen und so lange wird sich Putin von den Präsidenten Chinas und Kasachstan anhören müssen, dass die auch die annektierten Gebiete Russlands nicht anerkennen.

    In der Ukraine hat Kiew das Problem nicht zu wissen, welche der vor dem Konflikt ansässigen und wahlberechtigten ukrainischen Staatsbürger ermordet wurden oder wohin man sie verschleppt hat oder wohin sie sich derzeit geflüchtet haben.

    Wenn die Russen unbedingt ein gültiges Referendum haben möchten, können sie ja schon mal damit anfangen all die verschleppten Frauen und Kinder zurück zu bringen und Listen anfertigen, wen sie alles ermordeten.

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  • Avatar von Aneri_2021
    • Aneri_2021

    703 Beiträge seit 07.10.2021

    Antwort auf Re: wie viele? von Pearphidae.

    Wenn ich so was lese, wirklich weiß nicht, lachen oder weinen soll. Ich spreche schon nicht über Propaganda, ich spreche über das Ausschließen jeglicher Logik aber auch elementaren Wissens. Mit letzterem ist gemeint, dass das Völkerecht die Separation - egal welche sie ist - nicht behandelt. Das dürfte eigentlich schon rumherum gesprochen sein, da das Thema auch durch Wissenschaftlichen Dienst des Parlaments ausführlich behandelt.
    Was die Logik betrifft, frage ich Dich: muss das Land ausführlich "völkerechtkonform" bombardiert werden um seine Erlaubnis zum Referendum zu erzwingen?!

    Und wenn schon Referendum, warum diesem in dem Krim die Anerkennung verweigert wird. Man muss wirklich keine Ahnung über Verhältnisse in Krim zu haben, um ihn zu verneinen. Na gut, hätte nocht ein paar unberücksichtigte Ukrainer gestimmt, hatte es nicht viel geändert.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (31.07.2023 19:46).

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  • Avatar von Pearphidae
    • Pearphidae

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2021

    Antwort auf Re: wie viele? von Aneri_2021.

    Aneri_2021 schrieb am 31.07.2023 19:45:

    Wenn ich so was lese, wirklich weiß nicht, lachen oder weinen soll. Ich spreche schon nicht über Propaganda, ich spreche über das Ausschließen jeglicher Logik aber auch elementaren Wissens. Mit letzterem ist gemeint, dass das Völkerecht die Separation - egal welche sie ist - nicht behandelt.

    Loooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooool...

    Hintergrund des Selbstbestimmungsrechts der Völker war in den 1960er Jahren der Weg vieler Kolonialstaaten in die Unabhängigkeit. Seitdem ist dieses Recht völkerrechtlich anerkannt. In der Charta der Vereinten Nationen findet sich das Selbstbestimmungsrecht an prominenter Stelle bei den Zielen und Grundsätzen in Artikel 1.

    Im Völkerrecht ist lediglich nicht definiert, was dieses Recht umfasst. Aber dass BESATZER nicht zur LANDESBEVÖLKERUNG gehören, sollte eigentlich auch der letzte Depp begreifen können.

    Was aber wiederum klar im Völkerecht definiert ist, sind die Grundprinzipien wie das Gewaltverbot oder die Meinungs- und Medienfreiheit, die von Russland sowieso verletzt wurden.

    BITTE... informieren Sie sich doch erst mal richtig, ehe Sie hier große Reden schwingen.

    Das dürfte eigentlich schon rumherum gesprochen sein, da das Thema auch durch Wissenschaftlichen Dienst des Parlaments ausführlich behandelt.

    Looooooooooooooooooooooooool...

    Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages besteht aus einem zusammen gewürfelten Haufen irgendwelcher Leutchen aus verschiedensten Berufen, die einfach bloß Infomaterial zu einem Thema zusammen sammeln und aus dem was vorliegt (das nichtmal vollständig sein muss) ein Resümee ziehen. Die sind schon mit ihrer Einschätzung wer Kriegsteilnehmer sei böse auf die Schauze gefallen.

    Tun Sie sich selbst einen Gefallen und argumentieren Sie nie wieder mit diesem "Gremium", wenn Sie nicht wollen, dass man Ihre Argumentation hier genüsslich durch den Kakao zieht.

    Was die Logik betrifft, frage ich Dich: muss das Land ausführlich "völkerechtkonform" bombardiert werden um seine Erlaubnis zum Referendum zu erzwingen?!

    Loooooooooooooooooooooooooooooooooool... *Bauchweh...*

    Wie blöde muss man sein um auf die Idee zu kommen, ein völkerrechtswidriges Referendum könne mit völkerrechtskonformen Bombardement völkerrechtskonform werden?

    Rein theoretisch wäre die Konstellation eines völkerrechtskonformen Bombardements in ausdrücklichem Auftrag und mit Resolution der UN denkbar - aber nicht um ein Referendum zu erzwingen. Das könnte man sonst z.B. in Serbien machen, damit die endlich ein Referendum im Kosovo abhalten - aber solchen Blödsinn macht die UN nicht.

    Und wenn schon Referendum, warum diesem in dem Krim die Anerkennung verweigert wird. Man muss wirklich keine Ahnung über Verhältnisse in Krim zu haben, um ihn zu verneinen. Na gut, hätte nocht ein paar unberücksichtigte Ukrainer gestimmt, hatte es nicht viel geändert.

    Looooooooool... *japs*

    Wie blöde muss man sein zu glauben, staatsfremde Personen hätten ein Wahlrecht in einem Land bloß deswegen, weil sie gewaltsam ihren Hintern darin parken?

    Russische Hinterneigentümer mögen der Meinung sein, ihnen gehöre jedes Land das sie auch nur als Urlauber betreten, doch mit DER Meinung stehen sie international exklusiv.

    Klartext: Die Russen verstehen nur die Sprache der Gewalt und nur das Recht des Stärkeren. Dabei fühlen sie sich als die Allerstärksten. Wird allerhöchste Zeit, dass ihnen klar gemacht wird wo ihr diesbezüglicher Rang ist und dass sie doch bitteschön die Statuten der UN einhalten mögen, bei der sie immerhin (noch) Mitglied des Sicherheitsrates sind. Aus dem Menschenrechtsrat sind sie bereits rausgeflogen.

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