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  • Aneri_2021

748 Beiträge seit 07.10.2021

Sind wir gut informiert?

Im Grunde die Frage der Autoren kann nur durch einen bestimmten Weltbild erzeugt werden. Ein Weltbild, das gerade was die Geschehenisse in Ukraine angeht, stützt sich auf die Infos, mit denen die Mainstreammedien die Bevölkerung seit Ende 2013 berieseln.

Ich kann nachvollziehen, warum Menschen nach solche informative Bearbeitung die Gründe des Putins für den Krieg nicht verstehen. Und sie versuchen es zu erklären: Er ist ein Irre, er ist falsch informiert. Grundsätzlich gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es auch sein kann. Dennoch wäre nicht verkehrt die Frage zu stellen, ob es nicht wir sind, die nicht gut informiert sind.

Z.B. ich habe an den Tagen eine einleuchtende westliche Analyse gelesen (leider habe ich jetz die Quelle nicht zur Hand), die besagt, dass Blitzkrieg dürfte von Putin nicht geplant sein. Gerade das aber wird hier als selbstverständlich angenommen, daher dann weitere Vermutungen über Fehlplanungen, marode Armee etc. In dieser Analyse wird eine These aufgestellt, die für mich sehr plausibel scheint. In diesem Krieg ist Ukraine nur Vowand. In Wirklichkeit geht es um den Krieg mit Westen, das aber scheint es noch nicht verstanden haben. Wenn man die These erst "gekaut hat", wird es deutlich, dass für diese Art Krieges der Blitzverlauf ist nicht dienlich. Mittelfristig hat es für Russen durchaus ein Sinn ihrer Gürtel strenger zu schnallen. Und sie haben daran die Übeung...

Man muss den Westen möglichst lang mit Migrationswelle beschäftigen lassen. Also finanziell bluten lassen. Wenn das stimmt mit der Warnung des berühmten Afrikaners, dann werden wir in nächsten Monaten mit einer Welle aus der hungernden Afrika zu tun (https://www.nachdenkseiten.de/?p=82739). Die durch Sanktionen gekappten Lieferketten, werden auch etwas später sich auswirken lassen. Die Energieembargo lassen sich Europäer und insbesondem DE auch selbst in die Knie schießen. Die Spaltungen und neue Orientierungen in der Welt, erzeugt zwar ein "kreatives Chaos", aber es muss nicht unbedingt im Sinne des Westens sein.

Ich habe zuletzt gelacht über einen russischen Witz: Es sitzen zwei russischen Soldaten auf den Trümmern in zerstörten Washington und rauchen. Einer tief ausatmet und sagt: "Leider haben wir den Informationskrieg verloren".
Da kann ich nur bestätigen. Schon deshalb, dass die Russen mit ihre Propaganda in der Aggresivität/Emotionalität sind eher Grundschüler in Vergleich mit hoch technokratischen PR des Westens.

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