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  • tzefix

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Putin leidet am Cäsarenwahn.

Nach über 20 Jahren an der Spitze des Staates, glaubt er an die eigene Größe und Unfehlbarkeit, die ihm in all der Zeit ununterbrochen von Speichelleckern eingeflüstert wird.

Der Rest sind gekränkte Eitelkeit und ein völkisches Weltbild mit der Vorstellung eines zentralen Großrusslands. Ein russisches Reich, zu welchem ganz selbstverständlich die Kleinrussen (Ukraine), wie auch die Weißrussen (Belarus) dazugehören.

Bemerkenswert, dass sogar der Verfolgungswahn als Teil des Cäsaranwahnsinns bei Putin deutlich erkennbar ist.

Selbst wenn Putins Umgebung ihn ehrlich über die Realität informieren würde, würde diese Information nur verzerrt in seinem Gehirn reflektiert werden.

Der Cäsarenwahn ist weit verbreitet - nicht nur bei Staatschefs. Er ist in sehr vielen Management-Etagen und Vorstandsbüros anzutreffen, wo immer sich entsprechende Machtstrukturen gebildet haben und über Jahrzehnte stabil geblieben sind.

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    • Hermes335

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.06.2002

    Antwort auf Putin leidet am Cäsarenwahn. von tzefix.

    tzefix schrieb am 09.04.2022 05:21:

    Nach über 20 Jahren an der Spitze des Staates, glaubt er an die eigene Größe und Unfehlbarkeit, die ihm in all der Zeit ununterbrochen von Speichelleckern eingeflüstert wird.

    Der Rest sind gekränkte Eitelkeit und ein völkisches Weltbild mit der Vorstellung eines zentralen Großrusslands. Ein russisches Reich, zu welchem ganz selbstverständlich die Kleinrussen (Ukraine), wie auch die Weißrussen (Belarus) dazugehören.

    Bemerkenswert, dass sogar der Verfolgungswahn als Teil des Cäsaranwahnsinns bei Putin deutlich erkennbar ist.

    Selbst wenn Putins Umgebung ihn ehrlich über die Realität informieren würde, würde diese Information nur verzerrt in seinem Gehirn reflektiert werden.

    Der Cäsarenwahn ist weit verbreitet - nicht nur bei Staatschefs. Er ist in sehr vielen Management-Etagen und Vorstandsbüros anzutreffen, wo immer sich entsprechende Machtstrukturen gebildet haben und über Jahrzehnte stabil geblieben sind.

    Nun, der Größenwahn hat ja einen Namen: Washington.
    Und wenn man sich die Gebäude dort so ansieht, erinnern sie ganz stark an das Rom der Cäsaren. Somit ist auch geklärt, wo der "Cäsarenwahn" zu verorten ist.
    Das erhellende Buch von H. Kissinger "The Grand Chessboard", sowie die unzähligen Schriften des PNAC (Project for a New American Century) der Neocons in Washington sind dann die letzten Beweise, welche Nation hier offenbar unter krasser Fehleinschätzung der Lage meint, die Welthegemonie erobern zu müssen. Hatten die USA sogar mal, nämlich von 1990 bis ca. 2000.
    Dann spielte Russland nicht mehr mit und mittlerweile auch Indien und China. Die ölfördernden Länder Arabiens sind auch nicht mehr so sehr auf die Lieferung von Rüstungsgüter aus den USA angewiesen, um sich gegenseitig besser die Köpfe einschlagen zu können (divide et impera), somit brechen aktuell weltweit die sogenannten "Verbündeten" Washingtons weg, die ja im Prinzip nur die nützlichen Spielfiguren auf dem "Großen Schachbrett" für die Erringung der Weltherrschaft waren.

    Einzig die treuen, transatlantisch unterwanderten Vasallen in Europa halten dem großen "Bruder" jenseits des Atlantiks noch devot die dicke Stange und erhoffen sich daraus das Wohlwollen und ein paar Almosen.

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    • Hammerhart55

    195 Beiträge seit 31.03.2022

    Wenn Foristen sich als Psycholgen und Ferndiagnostiger wähnen

    Antwort auf Putin leidet am Cäsarenwahn. von tzefix.

    Dann bekommt man eben sowas zu lesen.
    ;-)

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    • tzefix

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2010

    Antwort auf Re: Putin leidet am Cäsarenwahn. von Hermes335.

    Hermes335 schrieb am 09.04.2022 08:56:

    Nun, der Größenwahn hat ja einen Namen: Washington.

    Das ist ein Land, dessen Demokratie seine ganz eigenen Schwächen hat, doch werden Präsidenten nach 8 Jahren garantiert gewechselt.
    Das verhindert Cäsarenwahn weitgehend, schützt jedoch nicht davor, einen Wahnsinnigen wie Trump zu wählen.

    Einzig die treuen, transatlantisch unterwanderten Vasallen in Europa halten dem großen "Bruder" jenseits des Atlantiks noch devot die dicke Stange und erhoffen sich daraus das Wohlwollen und ein paar Almosen.

    Mich erstaunt die Engstirnigkeit mancher Zeitgenossen immer wieder, die nicht erkennen können, dass auf der einen Seite in der Tat den Hegemon USA haben, dem Westeuropa wie selbstverständlich nahezu bedingungslos folgt - und dennoch auf der anderen Seite einen Herrscher, der aufgrund 20 Jahren in despotischer Machtposition klare Anzeichen psychisch bedingter Fehleinschätzung der Realität zeigt.

    Dass ich in meinem Beitrag mit keinem Wort das hegemonische Vormachtsstreben der USA und die bedingungslosen Gehilfen in Europa weder erwähnte noch widersprochen habe, ist Dir halt einfach entgangen, weil deine Auffassung der Realität nicht minder eingeschränkt ist.

    Deutschlands Vasallenschaft an die USA war ja in der Vergangenheit klar begründet. Wir unterstützen den Hegemon USA - und bekommen dafür den militärischen Schutz. Diesen ungeschriebenen Vertrag hat spätestens Trump aufgekündigt und Biden macht nicht den Eindruck, dass er diese Vereinbarung wieder schließen möchte. Ist ja auch ok, aber wenn wir jetzt unsere eigene Armee schmieden müssen, dann brauchen wir über den Atlantik auch nicht mehr Speichellecken. Was wir leider noch immer tun.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.04.2022 10:10).

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    • tzefix

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2010

    Antwort auf Wenn Foristen sich als Psycholgen und Ferndiagnostiger wähnen von Hammerhart55.

    Hammerhart55 schrieb am 09.04.2022 09:30:

    Dann bekommt man eben sowas zu lesen.
    ;-)

    Weisstdu, wenn ich eine Antwort auf einen Diskussionsbeitrag lese, dann erwarte ich eigentlich Argumente. Ich würde z. B. erwarten zu lesen, weshalb meine These nun zwingend falsch sein sollte.

    Mit deinem "Blaah" verschwendest Du einfach nur Speicherplatz, Energie und die Zeit jener, die deinen Mist lesen.

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    • Hermes335

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.06.2002

    Antwort auf Re: Putin leidet am Cäsarenwahn. von tzefix.

    tzefix schrieb am 09.04.2022 10:00:

    Hermes335 schrieb am 09.04.2022 08:56:

    Nun, der Größenwahn hat ja einen Namen: Washington.

    Das ist ein Land, dessen Demokratie seine ganz eigenen Schwächen hat, doch werden Präsidenten nach 8 Jahren garantiert gewechselt.
    Das verhindert Cäsarenwahn weitgehend, schützt jedoch nicht davor, einen Wahnsinnigen wie Trump zu wählen.

    Einzig die treuen, transatlantisch unterwanderten Vasallen in Europa halten dem großen "Bruder" jenseits des Atlantiks noch devot die dicke Stange und erhoffen sich daraus das Wohlwollen und ein paar Almosen.

    Mich erstaunt die Engstirnigkeit mancher Zeitgenossen immer wieder, die nicht erkennen können, dass auf der einen Seite in der Tat den Hegemon USA haben, dem Westeuropa wie selbstverständlich nahezu bedingungslos folgt - und dennoch auf der anderen Seite einen Herrscher, der aufgrund 20 Jahren in despotischer Machtposition klare Anzeichen psychisch bedingter Fehleinschätzung der Realität zeigt.

    Dass ich in meinem Beitrag mit keinem Wort das hegemonische Vormachtsstreben der USA und die bedingungslosen Gehilfen in Europa weder erwähnte noch widersprochen habe, ist Dir halt einfach entgangen, weil deine Auffassung der Realität nicht minder eingeschränkt ist.

    Deutschlands Vasallenschaft an die USA war ja in der Vergangenheit klar begründet. Wir unterstützen den Hegemon USA - und bekommen dafür den militärischen Schutz. Diesen ungeschriebenen Vertrag hat spätestens Trump aufgekündigt und Biden macht nicht den Eindruck, dass er diesen Vereinbarung wieder schließen möchte. Ist ja auch ok, aber wenn wir jetzt unsere eigene Armee schmieden müssen, dann brauchen wir über den Atlantik auch nicht mehr Speichellecken. Was wir leider noch immer tun.

    Du vergisst hier, dass die sogenannte "Demokratie" nach US-Vorbild keinerlei Unterschied darstellt zur Dauerpräsidentschaft eines Putin in Russland. Die Figuren, die im Oval Office oder im Reichstag hocken, sind beliebig austauschbar, die Macht und die Entscheidungen werden im Hintergrund von ganz anderen, weitaus mächtigeren getroffen.
    Da war Trump fast noch ein Glücksgriff, der die wahren Absichten der US zumindest öffentlich verkündet hat (America first), im Gegensatz zu den doch eher verlogeneren "Demokraten" und ihrem senilen Präsi, dessen Hauptanliegen offenbar das Schüren eines Krieges gegen Russland ist auf Kosten der Europäer.

    Da ist mir ein 20 Jahre im Amt befindlicher Putin schon deutlich lieber, der in den ersten 5 Jahren seiner Amtszeit für eine gute wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit dem "Westen" geworben hat. Passte der auf Krieg ausgerichteten US-Wirtschaft (MIK) halt nicht, daher wurde daraus nichts.
    Außerdem ist es seit über 100 Jahren das primäre außenpolitische Ziel der USA gewesen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland zu verhindern.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2010

    Antwort auf Re: Putin leidet am Cäsarenwahn. von Hermes335.

    Hermes335 schrieb am 09.04.2022 10:09:

    Du vergisst hier, dass die sogenannte "Demokratie" nach US-Vorbild keinerlei Unterschied darstellt zur Dauerpräsidentschaft eines Putin in Russland. Die Figuren, die im Oval Office oder im Reichstag hocken, sind beliebig austauschbar, die Macht und die Entscheidungen werden im Hintergrund von ganz anderen, weitaus mächtigeren getroffen.

    Ja und? Geld hat Macht, das ist auf der ganzen Welt so. Die Wallstreet schränkt den Handlungsspielraum der Politik ein. Bei uns in Deutschland ist es nicht wesentlich anders, dort ist die Einflussnahme häufiger verdeckt. Wobei die Lobbyisten sich einerseits ganz offen zeigen, andererseits ihre Vereinbarungen in den Schubladen der Hinterzimmer verschwinden lassen.
    Und in Russland ist es nicht anders. Putin war nie ein Freund der Oligarchen. Er hält sich nur manche aus Machtgründen in seiner Nähe. Die Entscheidung des Westens, Besitztümer von Oligarchen zu beschlagnahmen hat Putin höchstwahrscheinlich ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.

    Der Sinn und Zweck von Demokratie ist, die Macht zu verteilen. Und das ist sogar in schlecht funktionierenden Demokratien meistens zu einem Teil gegeben.

    Es ist die Aufgabe der Teilnehmenden einer Demokratie - also auch der Bürger, dafür zu sorgen, dass Machtansammlungen aufgelöst werden, bzw. nicht demokratisch legitimierte Macht beschränkt wird. Wenn es bei uns jedem ziemlich wurscht ist, dass Lobbyisten nicht nur im Parlament ein- und ausgehen, sondern in Hinterzimmern die eigenen Gesetzesvorlagen schreiben, dann brauchen wir uns um diesen Missstand nicht zu wundern.

    Da ist mir ein 20 Jahre im Amt befindlicher Putin schon deutlich lieber, der in den ersten 5 Jahren seiner Amtszeit für eine gute wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit dem "Westen" geworben hat.

    Ja, das hat er in der Tat. Und ich halte dieses damalige Angebot Putins für ehrlich gemeint. Und ich halte es für einen Fehler der Westeuropäer, dieses Angebot ausgeschlagen zu haben und Russland nicht auf Augenhöhe zu begegnen.

    Nur war dieser Putin nach 5 Jahren an der Macht, nicht derselbe Putin wie heute, nach 20 Jahren an der Macht.

    Putins Angriff auf die Ukraine war ein Fehler, der auf Putins Fehleinschätzung der Lage beruhte, Diese Fehleinschätzung liegt in seinem Cäsarenwahn begründet. Er hat damit Russland in eine Lage manövriert, die diesem Land viele weitere Jahrzehnte in politischer Abgeschiedenheit bereiten wird.

    Dass nach Putins Handeln die Sektkorken in den USA, den Öl- und Gaslieferanten und bei der europäischen Rüstungsindustrie knallten, das steht auf einem anderen Blatt.

    Passte der auf Krieg ausgerichteten US-Wirtschaft (MIK) halt nicht, daher wurde daraus nichts.
    Außerdem ist es seit über 100 Jahren das primäre außenpolitische Ziel der USA gewesen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland zu verhindern.

    Gerade wir in Deutschland, besonders die Wirtschaft aber auch die Bevölkerung, sind nach dem WK2 damit doch gut gefahren. Man muss dazu auch sagen, dass die europäischen Nachbarn und die USA die ersten Jahrzehnte nach dem WK2 Deutschland gar nicht bewaffnet und mit militärischer Macht sehen wollten. Das hat sich erst langsam gewandelt, bis die letzten Zeitzeugen deutscher Grausamkeiten verstorben sind.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.04.2022 10:52).

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    16 Beiträge seit 09.04.2022

    Antwort auf Re: Wenn Foristen sich als Psycholgen und Ferndiagnostiger wähnen von tzefix.

    Das Argument heißt "Du kennst doch Putin gar nicht persönlich, hast noch nie ein Wort mit ihm gewechselt, aber erdreistest dich hier zu einer psychologischen Analyse, wobei man sofort merkt, dass du nicht einmal Grundkenntnisse der Psychologie vorweisen kannst."
    Dieses eklatante Defizit hast du nur selbst noch nicht bemerkt.
    ;-)

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    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2010

    Antwort auf Re: Wenn Foristen sich als Psycholgen und Ferndiagnostiger wähnen von Hammerhart505.

    Hammerhart505 schrieb am 09.04.2022 13:05:

    Das Argument heißt "Du kennst doch Putin gar nicht persönlich, hast noch nie ein Wort mit ihm gewechselt, aber erdreistest dich hier zu einer psychologischen Analyse, wobei man sofort merkt, dass du nicht einmal Grundkenntnisse der Psychologie vorweisen kannst."

    Nun, wenn das das Argument sein soll...
    Erstens ist es nicht nötig Putin persönlich zu kennen, um zu meinem Schluss zu kommen. Denn erstens sind die Symptome klar erkennbar, zweitens gibt es genügend Beispiele aus Politik und Wirtschaft, die - natürlich in verschieden starker Ausprägung - demselben Wahn erlegen sind.

    Weiters ist der Cäsarenwahn keine offiziell anerkannte Krankheit, es ist eher ein Bündel an Merkmalen, die Menschen befallen, die über lange Zeiträume unwidersprochen Macht ausüben können.

    Dieses eklatante Defizit hast du nur selbst noch nicht bemerkt.
    ;-)

    Und du hast nicht bemerkt, dass du mich ebenfalls nicht persönlich kennst - wie erlaubst du dir also nach deinen eigenen Regeln ein Urteil? Und worüber ich überhaupt rede hast du offenbar ebenfalls nicht bemerkt. Du tappst doch beim Mittagessen in die Suppe, du Held.

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    16 Beiträge seit 09.04.2022

    Antwort auf Re: Wenn Foristen sich als Psycholgen und Ferndiagnostiger wähnen von tzefix.

    Erstens ist es nicht nötig Putin persönlich zu kennen, um zu meinem Schluss zu kommen. Denn erstens sind die Symptome klar erkennbar, ...

    Sorry, aber diese ferndiagnostischen Erkenntnisse eines Foren-Psychologen sind nun wirklich nicht ernst zu nehmen.
    Aber wenn du dich in der Rolle toll findest, dann will ich dir deine Freude nicht nehmen.

    Wo ich jetzt bin ist das Wetter schön, so dass ich mich nun verabschiede und dir noch viel Spaß bei deinen Ferndiagnosen wünsche.
    :-D :-D

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.04.2022 14:07).

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