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  • TommoT!

375 Beiträge seit 19.03.2022

DLF Podcast: "Eine Lange Nacht über den Staatsterror in der Sowjetunion"

Stalin ist wieder da! Die Ähnlichkeiten zu dem, was Putin gerade abzieht, sind erschreckend:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-den-staatsterror-in-der-sowjetunion-dlf-kultur-6fd21454-100.html

Hungersnöte, Zwangsarbeit und Erschießungen: Die Jahre zwischen 1918 und 1953 waren in der Sowjetunion von Tod und Elend geprägt. Vieles davon hatte das Regime zu verantworten.

"Soziale Befreiung" oder der Ausbau unkontrollierter Macht? Für diesen offensichtlichen Zwiespalt war das Regime der Sowjetunion schon seit der Oktoberrevolution von 1917 verantwortlich zu machen. Doch für Trotzki, Lenin, Stalin und deren Parteigenossen war Gewalt eine legitime Form der Politik. Opfer waren oft Vertreter des zerfallenen Zarenreiches, vor allem aber "Feinde aus den eigenen Reihen".

Weder die Bevölkerung der Dörfer, die den Kommunisten überwiegend wohlgesonnen waren, noch die Parteielite waren vor den gewaltvollen Ressentiments sicher. Doch die vermutete "ungeheuerliche Verschwörung" war nirgendwo aufzudecken. Sie existierte einfach nicht. Schon seit den 1930er-Jahren befand sie die Politik auf einer geradezu paranoiden Jagd nach dieser vermeintlichen Bedrohung.

Sowohl die wirtschaftliche als auch die militärische Kraft des Landes litt unter dem Einfluss des Terrors. Doch manche profitierten auch von Mord und Totschlag. An deren Karriereleiter klebt Blut. Bis zum Ende der Sowjetunion 1991 waren sie, ihre konformistischen Kinder und Enkel ein willkommenes Standbein für das Regime.

In ihrer Auseinandersetzung mit der stalinistischen Vergangenheit des Landes und den gegenwärtigen Menschenrechtsverletzungen Russlands kommt so einiges ans Tageslicht.

Übrigens wird in dem Podcast auch angesprochen, ob Stalin damals "falsch informiert war". Dokumente bezeugen aber, daß er nicht nur vollständig im Bilde war, sondern es sogar selber schriftlich angeordnet hat.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf DLF Podcast: "Eine Lange Nacht über den Staatsterror in der Sowjetunion" von TommoT!.

    TommoT! schrieb am 10.04.2022 10:52:

    Stalin ist wieder da! Die Ähnlichkeiten zu dem, was Putin gerade abzieht, sind erschreckend:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-den-staatsterror-in-der-sowjetunion-dlf-kultur-6fd21454-100.html

    Hungersnöte, Zwangsarbeit und Erschießungen: Die Jahre zwischen 1918 und 1953 waren in der Sowjetunion von Tod und Elend geprägt. Vieles davon hatte das Regime zu verantworten.

    "Soziale Befreiung" oder der Ausbau unkontrollierter Macht? Für diesen offensichtlichen Zwiespalt war das Regime der Sowjetunion schon seit der Oktoberrevolution von 1917 verantwortlich zu machen. Doch für Trotzki, Lenin, Stalin und deren Parteigenossen war Gewalt eine legitime Form der Politik. Opfer waren oft Vertreter des zerfallenen Zarenreiches, vor allem aber "Feinde aus den eigenen Reihen".

    Weder die Bevölkerung der Dörfer, die den Kommunisten überwiegend wohlgesonnen waren, noch die Parteielite waren vor den gewaltvollen Ressentiments sicher. Doch die vermutete "ungeheuerliche Verschwörung" war nirgendwo aufzudecken. Sie existierte einfach nicht. Schon seit den 1930er-Jahren befand sie die Politik auf einer geradezu paranoiden Jagd nach dieser vermeintlichen Bedrohung.

    Sowohl die wirtschaftliche als auch die militärische Kraft des Landes litt unter dem Einfluss des Terrors. Doch manche profitierten auch von Mord und Totschlag. An deren Karriereleiter klebt Blut. Bis zum Ende der Sowjetunion 1991 waren sie, ihre konformistischen Kinder und Enkel ein willkommenes Standbein für das Regime.

    In ihrer Auseinandersetzung mit der stalinistischen Vergangenheit des Landes und den gegenwärtigen Menschenrechtsverletzungen Russlands kommt so einiges ans Tageslicht.

    Übrigens wird in dem Podcast auch angesprochen, ob Stalin damals "falsch informiert war". Dokumente bezeugen aber, daß er nicht nur vollständig im Bilde war, sondern es sogar selber schriftlich angeordnet hat.

    Eben.
    Aber man kann ja versuchen schon mal die Schuldigen zu suchen, wenn mal was schief geht. Wußten ja angeblich auch viele nichts vom Holocaust und der Vernichtung "unwerten" Lebens.
    Dabei wurde das Hab und Gut aus den Wohnungen der deportierten Juden ja teilweise unter den Nachbarn verteilt.
    Wer sich in den Kliniken gegen die Tötung von Kranken und Behinderten wehrte, wanderte gleich mit in die Deportation.

    Putin falsch informiert - lächerlich.

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