FIAE-Flix schrieb am 01.08.2024 11:01:
Guckstu schrieb am 01.08.2024 10:46:
jungspund schrieb am 01.08.2024 08:07:
Also, bislang wird doch die Eloka der RF eher als Win angesehen. Wenn nun aber genau an dieser Stelle herumargumentiert wird, man wäre mit der NK-Drahtartillerie besser dran,
kann es doch mit der Eloka auf dem Schlachtfeld nicht soweit her sein.
Das passt alles nicht zusammen.
Na doch. Die Ukrainer machen ja auch Eloka, und gar nicht wenig.
Mit anderen Worten: Die Eloka der Ukraine ist sehr wirkungsvoll und stellt Russland vor ernste Probleme, wenn Drahtlenkung ein echter Vorteil ist.
So sollte man meinen, wenn der Artikel richtig liegt.
Aber der Artikel spekuliert ja nur herum, warum das jetzt besonders toll ist.
Weißt du, was ich glaube? Dass die Russen halt nehmen, was die Nordkoreaner im Angebot haben. Es ist ja nicht so, dass die Russen einfach kaufen können, was sie bräuchten, sondern kaufen müssen, was man ihnen anbietet.
Und ob diese Drahtsteuerung in der Praxis ein Vorteil oder ein Nachteil ist, wird man erst sehen, wenn die Dinger auf dem Schlachtfeld ankommen. Klar, Störfestigkeit ist ein Vorteil, aber erst später wegkönnen, wenn die Rakete eingeschlagen ist, ist ein Nachteil.
Und völlig sicher vor Eloka sind auch drahtgelenkte Raketen nicht, es gibt auch Eloka, die die Chips einfach röstet, und natürlich brauchen sie Chips, um die Befehle aus der Drahtlenkung umzusetzen.
Der andere Nachteil ist: Die Drahtlenkung brauchst du überhaupt nur, wenn du einen Beobachter brauchst. Die Raketen sind also nicht selbststeuernd. Blöderweise liegen zwischen einem Kurswechsel des Ziels und Umsetzung der Zieländerung bei Drahtlenkung gleich mehrere Stationen: Die Reaktionszeit des Beobachters, die Zeit für die Übermittlung an den Lenker, die Zeit für die Eingabe des neuen Zielpunkts durch den Lenker.
So eine selbststeuernde Rakete hat das alles nicht. Die hat ihre optische Zielerfassung und korrigiert sich selbständig nach, die braucht nicht mal GPS, sondern hat eine kleine Kamera mit einer eher grobschlächtigen Musterauswertung drin, und muss also genauso geröstet werden wie mit Drahtsteuerung.
Da bleibt einfach nicht viel an Vorteilen.
Wenn der Schütze Sichtkontakt hat, ist die Steuerung flinker, weil die Übermittlung entfällt, aber dafür ist der Schütze halt selbst auch gefährdeter.
Auch hier haben die selbststeuernden Raketen den Vorteil: Nach dem Feuern kann der Schütze sofort abhauen und ist kürzer im Gegenfeuer.