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  • udo46

424 Beiträge seit 30.10.2023

Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen?

Indem man nur das für stichhaltig hält, was die eine Kriegspartei Positives über den Gegner oder Negatives über sich selbst verlautbart, während man das Negative, das die eine Kriegspartei über den Gegner vermeldet und das Positive über sich selbst sehr skeptisch betrachten sollte.
Ausserdem kann man natürlich auch aus Widersprüchlichkeiten seine Schlüsse ziehen.

Alles andere ist in vielen Fällen taktisches Manöver oder Wunschdenken.

Auf den Ukrainekonflikt angewandt und speziell auf den Einfall der Ukraine nach Russland:
Selenskyjs Äusserungen zu seinen Erfolgen sind mit äusserster Vorsicht zu behandeln.
Wenn aber Selenskyj z. B. von einer schwierigen Lage seiner Truppen im Dombass berichtet, kann man dem Glauben schenken. Es dürfte allerdings meist dann sogar noch untertrieben sein.
Und genauso ist es mit den Verlautbarungen über Menschen- und Materialverluste: Für mich sieht es z. B. so aus, dass das langsame, ich würde sogar sagen, das behutsame Vorgehen der Russen im Donbass daraus zu erklären ist, dass man gerade eigene Menschenverluste so weit wie möglich vermeiden will und auch gar nicht vorhat, den Rest der Ukraine zu erobern. Daher halte ich die exorbitanten Verluste der Russen für reine Phantasie und Wunschdenken.

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  • Avatar von DrM
    • DrM

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    Antwort auf Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von udo46.

    udo46 schrieb am 08.10.2024 23:54:

    Wenn aber Selenskyj z. B. von einer schwierigen Lage seiner Truppen im Dombass berichtet, kann man dem Glauben schenken.

    Hat Putin denn schon mal von einer schwierigen Lage seiner Truppen berichtet?
    Denkst du, daß sich die russischen Truppen schon in schwierigen Lagen befanden?

    Und genauso ist es mit den Verlautbarungen über Menschen- und Materialverluste: Für mich sieht es z. B. so aus, dass das langsame, ich würde sogar sagen, das behutsame Vorgehen der Russen im Donbass daraus zu erklären ist, dass man gerade eigene Menschenverluste so weit wie möglich vermeiden will und auch gar nicht vorhat, den Rest der Ukraine zu erobern. Daher halte ich die exorbitanten Verluste der Russen für reine Phantasie und Wunschdenken.

    Allein für die Eroberung von Bachmut hat Prigoschin 20.000 Tote auf Seiten von Wagner beklagt.
    Und die Videos, die das material- und menschenmordende (die eigenen!) Vorgehen bei russischen Angriffen zeigen, belegen auch das Gegenteil. Da wird, nachdem der erste Panzer auf eine Mine gefahren ist, stumpf dran vorbeigefahren und der nächste Panzer geht hoch, das ganze bis da etliche Panzer liegen ...

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    Antwort auf Re: Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von DrM.

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  • Avatar von Pearphidae
    • Pearphidae

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    Antwort auf Gesperrter Beitrag von -.

    heise-offline schrieb am 09.10.2024 09:03:

    DrM schrieb am 09.10.2024 01:14:

    udo46 schrieb am 08.10.2024 23:54:

    Wenn aber Selenskyj z. B. von einer schwierigen Lage seiner Truppen im Dombass berichtet, kann man dem Glauben schenken.

    Hat Putin denn schon mal von einer schwierigen Lage seiner Truppen berichtet?
    Denkst du, daß sich die russischen Truppen schon in schwierigen Lagen befanden?

    Das ist kein Whataboutsm, sondern es wird lediglich die Behauptung durch eine faktische Ergänzung entkräftet, denn die rhetorische Fragen sind nichts anderes als die Feststellungen, dass Russland keine Probleme eigener Lagen zugibt, obwohl es die definitiv gibt.

    Und genauso ist es mit den Verlautbarungen über Menschen- und Materialverluste: Für mich sieht es z. B. so aus, dass das langsame, ich würde sogar sagen, das behutsame Vorgehen der Russen im Donbass daraus zu erklären ist, dass man gerade eigene Menschenverluste so weit wie möglich vermeiden will und auch gar nicht vorhat, den Rest der Ukraine zu erobern. Daher halte ich die exorbitanten Verluste der Russen für reine Phantasie und Wunschdenken.

    Allein für die Eroberung von Bachmut hat Prigoschin 20.000 Tote auf Seiten von Wagner beklagt.
    Und die Videos, die das material- und menschenmordende (die eigenen!) Vorgehen bei russischen Angriffen zeigen, belegen auch das Gegenteil. Da wird, nachdem der erste Panzer auf eine Mine gefahren ist, stumpf dran vorbeigefahren und der nächste Panzer geht hoch, das ganze bis da etliche Panzer liegen ...

    Was soll der Whataboutism?

    Ihr Vorredner hat Ihrer Meinung eines "behutsamen" Vorgehens der russischen Armee die Tatsachen ihrer hohen Verluste gegenüber gestellt.

    Whataboutism geht anders. Bitte informieren Sie sich.

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  • Avatar von DrM
    • DrM

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    Antwort auf Gesperrter Beitrag von -.

    heise-offline schrieb am 09.10.2024 09:03:

    Was soll der Whataboutism?

    Ich habe dargelegt, warum die Behauptung "behutsames Vorgehen" der Russen nicht haltbar ist.

    Wo konkret siehst du da Whataboutism?

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  • Avatar von Stadtplaner
    • Stadtplaner

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2001

    Antwort auf Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von udo46.

    udo46 schrieb am 08.10.2024 23:54:

    Wenn aber Selenskyj z. B. von einer schwierigen Lage seiner Truppen im Dombass berichtet, kann man dem Glauben schenken.

    Du denkst zu einfach. Es kann auch bedeuten, er befindet sich in Verhandlungen zu neuen Waffenlieferungen und braucht ein dramatischeres Bild damit der Vertrag zustande kommt.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2024 12:12).

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  • Avatar von Arutha
    • Arutha

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2015

    Antwort auf Re: Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von DrM.

    Hat Putin denn schon mal von einer schwierigen Lage seiner Truppen berichtet?
    Denkst du, daß sich die russischen Truppen schon in schwierigen Lagen befanden?

    Keine Ahnung. Ich bekomme überhaut nicht mit das Putin sich zur militärischen Lage groß äußert. Ist auch nicht seine Aufgabe.
    Ich bekomme aber sehr wohl mit, das es für einzelne misslungenen russische Aktionen schärfste Kritik aus der russischen Öffentlichkeit gibt. Da verlieren unfähige oder korrupte Offiziere ganz schnell ihren Posten .

    Allein für die Eroberung von Bachmut hat Prigoschin 20.000 Tote auf Seiten von Wagner beklagt.
    Und die Videos, die das material- und menschenmordende (die eigenen!) Vorgehen bei russischen Angriffen zeigen, belegen auch das Gegenteil. Da wird, nachdem der erste Panzer auf eine Mine gefahren ist, stumpf dran vorbeigefahren und der nächste Panzer geht hoch, das ganze bis da etliche Panzer liegen ...

    Das sind die Beispiele wo dann Offiziere ihren Hut nehmen müssen und Taktiken geändert werden.
    Scheint bei der Ukraine noch nicht angekommen zu sein... da werden verlorene und misslungene Kämpfe bis zum Schluss als Sieg erklärt.

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  • Avatar von DrM
    • DrM

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.2000

    Antwort auf Re: Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von Arutha.

    Arutha schrieb am 09.10.2024 12:11:

    Ich bekomme aber sehr wohl mit, das es für einzelne misslungenen russische Aktionen schärfste Kritik aus der russischen Öffentlichkeit gibt. Da verlieren unfähige oder korrupte Offiziere ganz schnell ihren Posten .

    Oder die Kritiker stürzen mit dem Flugzeug ab, bzw wandern in den Bau ...

    Das sind die Beispiele wo dann Offiziere ihren Hut nehmen müssen und Taktiken geändert werden.

    Ach ja? Wer hat denn nach der unfassbaren Panzer-Verschwendung bei Vuhledar seinen Hut genommen?

    Scheint bei der Ukraine noch nicht angekommen zu sein... da werden verlorene und misslungene Kämpfe bis zum Schluss als Sieg erklärt.

    Hast du mal zwei, drei Beispiele?

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    • Max-Headroom

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    Antwort auf Re: Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von DrM.

    DrM schrieb am 09.10.2024 01:14:

    Und die Videos, die das material- und menschenmordende (die eigenen!) Vorgehen bei russischen Angriffen zeigen, belegen auch das Gegenteil. Da wird, nachdem der erste Panzer auf eine Mine gefahren ist, stumpf dran vorbeigefahren und der nächste Panzer geht hoch, das ganze bis da etliche Panzer liegen ...

    Das hat man auf beiden Seiten gesehen. So eine Situation ist kaum beherrschbar, denn wenn man anhält, wird man zum Ziel von Drohnen und Artillerie. Also bleibt man in Bewegung und riskiert dabei auf Minen zu fahren.

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    • Max-Headroom

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.09.2005

    Antwort auf Re: Wie kann man der Kriegspropaganda entgehen? von DrM.

    DrM schrieb am 09.10.2024 12:25:

    Ach ja? Wer hat denn nach der unfassbaren Panzer-Verschwendung bei Vuhledar seinen Hut genommen?

    Wer hindert Sie daran nachzuforschen welche Einheit das war und wer den Angriff befohlen hat und ob der noch auf seinem Posten ist?

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