Das Ziel des Westens ist es, Russland einzuengen und in die Knie zu zwingen.
Nachzulesen ist dies zB beim US-Think Tank Rand Corporation:
https://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB10014.html
Hierzu führt der Westen einen hybriden Krieg, zumindest seit 1999, seinem Krieg gegen Jugoslawien
https://www.youtube.com/watch?v=ZtkQYRlXMNU
Dieser Krieg richtete sich hauptächlich gegen das russlandfreundliche Serbien und hatte die Abspaltung des Kosovo und die Errichtung der dortigen US-Militärbasis Bondsteel als Ergebnis.
Danach wurde 2003 der Irak von den USA überfallen und weitgehend zerstört mit der Folge von ca, 1 Million dortigen Toten:
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Body_Count_first_international_edition_2015_final.pdf
Es folgte der Angriff auf Libyen unter Mitwirkung europäischer NATO-Staaten und anschliessend der Krieg gegen die gewählte syrische Regierung mittels Einschleusung von zig-tausenden isamlistischen Dschihadisten, viele davon aus Libyen, über die Türkei. Nur Russlands militärisches Eingreifen konnte den Verlust der russichen Militärbasis am Mittelmeer verhindern.
Laut dem US-General Wesley Clark ging es dabei u.a. darum, alte "soviet client states" zu zerstören,
"He was told: “We learned that we can use our military without being challenged …. We’ve got about five years to clean up the Soviet client regimes ..."
https://whowhatwhy.org/video/tvwho-gen-wesley-clark-shocker-on-911-policy-coup/
Staaten, die für ein erstarkendes Russland als mögliche Bündnispartner in Frage kämen oder es bereits waren (Syrien). In Syrien ging es konkret darum, Russland seine Militärbasis am Mittelmeer zu nehmen.
Es ist eine uralte Kriegstaktik, zunächst die Verbündeten seines "Gegners" zu vernichten, bevor man ihn direkt attackiert.
Die Unterstützung des Umsturzes 2014 in Kiew war die jüngste Aktion der USA in diesem Krieg zur Einengung Russlands. Mit diesem Umsturz der Regierung in Kiew 2014 gelang es ultranationalistische Kräfte in der Ukraine an die Macht zu bringen, welche extrem russlandfeindlich sind und die Ukraine gesellschaftlich spalteten. Die Abspaltung der Krim und deren Aufnahme in die RF (auf ausdrücklichen Wunsch der dortigen Bevölkerung) konnte zwar den Verlust der russichen Marinebasis in Sewastopol verhindern. Aber im Donbass verhinderte die neue "Regierung" in Kiew eine ähnliche Abspaltung und begann Krieg gegen die dortigen "Separatisten", der bis heute anhält.
Die ständige Aufrüstung der Ukraine, verstärkte NATO-Übungen mit ukrainischem Militär, auch unter Beteiligung strategischer B52 US-Bomber, die ständige Rede von der Aufnahme der Ukraine in die NATO bei gleichzeitig wachsender Zahl vom Manövern der NATO an Russlands Grenzen, ... haben dazu geführt, dass sich Russland offenbar existenziell bedroht fühlte und nun seinen Krieg gegen die Ukraine begann. Dabei ist Russlands angekündigtes Kriegsziel: Die Entmachtung und Entwaffnung neonazistischer Kräfte in der Ukraine (zB Asow Brigade und andere), die Neutralität der Ukraine und Anerkennung der Krim wie auch der beiden Donbassrepubliken.
Russlands Krieg will ich in keiner Weise rechtfertigen, aber man muss die gesamte geopolitsche Entwicklung der letzten ca. 25 Jahre (die NATO-Ostererweiterung reicht sogar weiter zurück) sehen, um zu verstehen, warum Russland so reagiert. "Verstehen" bedeutet hier nicht rechtfertigen oder gut heissen, sondern die Beweggründe und Motive der Handlungen Russlands zu erkennen.
Der jetzige Krieg ist von besonderer Tragik, da man die Ukrainer und die Russen aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte und naher Verwandschften tatsächlich als "Brüdervölker" bezeichnen könnte.
Es war schon immer die Strategie der USA, andere Staaten, die sie als Gegner betrachteten, dazu zu bringen, sich gegenseitig mit Krieg zu überziehen. Das sagt Herr Friedman von Stratfor hier ganz unverblümt:
https://www.youtube.com/watch?v=eDaMiX078c8
Mit diesem Krieg gegen die Ukraine hat sich Russland vor den Augen der ganze Welt ins Unrecht gesetzt. Die USA (damit der Westen) nutzen dies nun propagandistisch auf allen Kanälen. Die tieferen Hintergründe und Ursachen für diesen Krieg interessieren in den Westmedien niemanden.
Das Zierl der USA wird es nun sein, diesen Krieg möglichst lange und möglichst blutig werden zu lassen, so dass das Verhältnis zwischen der EU und Russland über etliche Jahrzehnte hinweg vollständig zerstört wird. Ein neuer kalter Krieg. Wenn dadurch neben Russland auch die "verbündeten" europäischen NATO-Staaten ökonomisch sehr stark geschädigt werden, umso besser, die werden ohnehin zunehmend als Konkurrenten gesehen.
Was das Ziel der Regierungen der europäischen NATO-Staaten (laut Brzezinski "tributpflichtige Vasallen") ist, kann ich zumindest bis jetzt nicht erkennen.
Sie haben im Vorfeld bei weitem diplomatisch nicht genug unternommen um diesen Krieg auf europäischem Boden zu verhindern. Sie liefern jetzt Waffen, womit der Krieg in die Länge gezogen wird, ...
Ich kann keine Strategie erkennen, wie die europäischen NATO-Staaten da wieder raus kommen wollen und ein vernünftiges Verhältnis zum Nachbarn Russland (der Nachbar bleiben wird!) aufbauen wollen. Auch jetzt noch sehe ich keinen, der eine Brücke baut, die es Russland ermöglichen könnte diesen Krieg schnell zu beenden. Und noch gestern hörte ich Dohnanyi sagen, aus den USA gäbe es kein Signal dass man bereit wäre, eine langfristige Neutralität der Ukraine zu garantieren. Und in diesem Punkt sind die USA ausschlaggebend. Wie schnell ein gewählter Präsident einer neutralen Ukraine weggeputscht werden kann (mit US-Hilfe), das hat sich 2014 gezeigt.