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"Endspiel" um eine Kleinstadt?

Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

MfG

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    • hdwinkel

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2012

    Antwort auf "Endspiel" um eine Kleinstadt? von Mr.Hardware.

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 15:50:

    Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

    Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

    Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

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    Man muss die Russen nicht mögen und es gibt durch den Angriffskrieg Russlands ziemlich gewichtige Gründe, Russland nun nicht gerade als Freund zu betrachten, um es mal freundlich auszudrücken.
    Allerdings sollte man sich zumindest ein Restmaß an Realismus erhalten.
    Die russische Armee ist am Ende?
    Eher wohl die Propaganda, die genau das suggeriert.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2000

    Antwort auf Re: "Endspiel" um eine Kleinstadt? von hdwinkel.

    hdwinkel schrieb am 12.02.2024 20:48:

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 15:50:

    Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

    Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

    Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

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    Man muss die Russen nicht mögen und es gibt durch den Angriffskrieg Russlands ziemlich gewichtige Gründe, Russland nun nicht gerade als Freund zu betrachten, um es mal freundlich auszudrücken.
    Allerdings sollte man sich zumindest ein Restmaß an Realismus erhalten.
    Die russische Armee ist am Ende?
    Eher wohl die Propaganda, die genau das suggeriert.

    Nicht die russische Armee ist am Ende. Russland ist am Ende.

    Zu Beginn des Einmarsches träumten die russischen Populisten noch von einem Vorstoß nach Warschau, Berlin oder gar Lisabon. Da ist der Realismus eingekehrt. Insbesondere da die Sanktionen sich langsam wie Bleigewichte auf die russische Wirtschaft legen.

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    • Kamikater2

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.03.2020

    Antwort auf "Endspiel" um eine Kleinstadt? von Mr.Hardware.

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 15:50:

    Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

    Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

    Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

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    Awdijiwka ist nicht relevant weil da zig Millionen Einwohner leben oder riesige Industrieanlagen dort sind, sondern weil das eine der Ankerpunkte in die Ukrainischen Verteidigung ist.

    Die Ukraine hat nach der Annektierung der Krim die Zeit genutzt um starke Verteidigungsstellung aufzubauen und eine davon ist eben Awdijiwka. Deswegen haben die Russen es bisher auch nicht geschafft diese im Frontalangriff einzunehmen. Wenn es den Russen jetzt aber gelingt Awdijiwka einzukesseln und damit die Ukrainer dort loszuwerden ist ein großer Stolperstein aus den Weg.

    Es ist jetzt aber auch nicht so das wenn Awdijiwka fällt die Ukraine verloren hat, das sollte man auch nicht überbewerten, aber die Ukraine konnte Awdijiwka nutzen um den Russen empfindliche Verluste zuzufügen da sie dort durch die guten Verteidigungsanlagen mit minimalen eigenen Verlusten den Russen.

    Wenn man sich den Wikipediaartikel dazu anschaut, konnten die Ukrainer in Awdijiwka Verluste im Verhältnis 1:10 erreichen!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Awdijiwka

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.02.2024 01:40).

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    • Life.3

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2023

    Antwort auf Re: "Endspiel" um eine Kleinstadt? von Mr.Hardware.

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 23:24:

    hdwinkel schrieb am 12.02.2024 20:48:

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 15:50:

    Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

    Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

    Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

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    Man muss die Russen nicht mögen und es gibt durch den Angriffskrieg Russlands ziemlich gewichtige Gründe, Russland nun nicht gerade als Freund zu betrachten, um es mal freundlich auszudrücken.
    Allerdings sollte man sich zumindest ein Restmaß an Realismus erhalten.
    Die russische Armee ist am Ende?
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    Nicht die russische Armee ist am Ende. Russland ist am Ende.

    Zu Beginn des Einmarsches träumten die russischen Populisten noch von einem Vorstoß nach Warschau, Berlin oder gar Lisabon. Da ist der Realismus eingekehrt. Insbesondere da die Sanktionen sich langsam wie Bleigewichte auf die russische

    Es ist wohl wenig Erkenntnis schaffend die Projektionen der westlichen Q-Medien
    ( oder abseitiges aus Russland ) vorzutragen.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2000

    Antwort auf Re: "Endspiel" um eine Kleinstadt? von Life.3.

    Life.3 schrieb am 13.02.2024 10:35:

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 23:24:

    hdwinkel schrieb am 12.02.2024 20:48:

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 15:50:

    Das die russische Armee völlig am Ende ist, sieht man doch allein daran, dass es zu einem "Endspiel" um eine Kleinstadt kommt. Vor dem Krieg hatte Awdijiwka 32.500 Einwohner. Das ist ungefähr so groß wie Itzehoe. Das ist mit Sicherheit kein strategisches Ziel für ein Land mit Weltmachtsanspruch.

    Mir scheint die Mentalität im Kreml entspricht sehr der Haltung des OKH im Herbst 1942: Die strategischen Ziele sind nicht mehr zu erreichen; also werden die erreichbaren Ziele zu strategischen erklärt. Und die Ukrainer sind zu einer weiteren Verteidigung sicher nicht mehr in der Lage. Der gesamte Widerstand wird zusammenbrechen, wenn Awdijiwka erst gefallen ist. Ganz sicher!

    Na gut, wenn Putin diesen Sieg zu seiner Wiederwahl braucht... dann müssen eben noch weitere 25.000 Russen ihr Leben lassen, um Awdijiwka zu stürmen. Sinnlos, aber notwendig.

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    Man muss die Russen nicht mögen und es gibt durch den Angriffskrieg Russlands ziemlich gewichtige Gründe, Russland nun nicht gerade als Freund zu betrachten, um es mal freundlich auszudrücken.
    Allerdings sollte man sich zumindest ein Restmaß an Realismus erhalten.
    Die russische Armee ist am Ende?
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    Nicht die russische Armee ist am Ende. Russland ist am Ende.

    Zu Beginn des Einmarsches träumten die russischen Populisten noch von einem Vorstoß nach Warschau, Berlin oder gar Lisabon. Da ist der Realismus eingekehrt. Insbesondere da die Sanktionen sich langsam wie Bleigewichte auf die russische

    Es ist wohl wenig Erkenntnis schaffend die Projektionen der westlichen Q-Medien
    ( oder abseitiges aus Russland ) vorzutragen.

    Nein. Das isst die Meinung der russischen Zentralbankchefin.

    MfG

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    95 Beiträge seit 31.01.2024

    Antwort auf Re: "Endspiel" um eine Kleinstadt? von Mr.Hardware.

    Mr.Hardware schrieb am 12.02.2024 23:24:

    Nicht die russische Armee ist am Ende. Russland ist am Ende.
    Zu Beginn des Einmarsches träumten die russischen Populisten noch von einem Vorstoß nach Warschau, Berlin oder gar Lisabon. Da ist der Realismus eingekehrt. Insbesondere da die Sanktionen sich langsam wie Bleigewichte auf die russische Wirtschaft legen.

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    Mr Hardware

    Wer träumt denn so was? Davon habe ich ja nicht mal im Mainstream was vernommen! Russland hat niemals etwas über die Ukraine hinausgehende verlauten lassen. In seiner Kriegserklärung ging es um die 15Tausend Toten in der Ostukraine.
    Im Übrigen ist die russische Wirtschaft wohl überraschen stabil - im Gegensatz zu unserer.
    https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/konjunktur-russische-wirtschaft-erholt-sich-2023-bip-steigt-um-36-prozent/100013450.html

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