Mr.Hardware schrieb am 14.02.2024 12:23:
Aus der Sicht des Westens ist Russland doch jetzt genau da, wo man es haben wollte. Es führt einen ruinösen Krieg um wenige hundert Meter vorzurücken. Russland hat gigantische Verluste an Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in Awdijiwka hinnehmen müssen. Dazu wahrscheinlich noch zehntausende gefallene Soldaten. Das eroberte Gebiet steht in keinem Verhältnis zu den Verlusten, die Russland auf sich genommen hat.
Der Westen hat damit sein Ziel erreicht: Jeder Panzer, der im Donbas zerstört wird, jeder russische Soldat, der dort fällt, steht für einen Angriff auf die baltischen Staaten oder Polen nicht mehr zur Verfügung. Den Rest werden die Wirtschaftssanktionen erledigen.
Russland ist geschlagen - selbst wenn die vollständige Einnahme der Ukraine noch gelingen sollte. Das muss Putin jetzt nur noch einsehen.
MfG
Mr Hardware
Riesige russische Verluste ist die Legende, mit der man weiter an Adijivka festhält und die horrenden ukrainischen Verluste dort rechtfertigt. Salushnyi hat bereits vor Wochen gesagt, dass die Position wohl nicht haltbar ist. Die einzige sinnvolle Schlussfolgerung wäre gewesen, dass man sich zurückzieht und die Positionen stärkt, die weiter zurückliegen und die man besser halten könnte.
Ein kleines Rechenbeispiel zu den aktuellen Verlusten:
- Agreifer - Verteidiger Verluste etwa 3:1
- Wenn der Verteidiger eingekesselt ist, reduziert sich das wahrscheinlich auf 1:1 (Feuer von drei Seiten und Nachschub wird durch Artillerie- und Drohnenfeuer halbiert)
- Wenn der Angreifer über ein Vielfaches an Drohnen und Artillerie verfügt, geht das mindestens in Richtung 1:2
Da ist noch nicht eingerechnet, dass Russland eine flexiblere Taktik hat und sich truppenschonend schnell zurück zieht, wenn eine Stellung nicht zu halten ist.
Wenn die Ukraine also wieder 1000 tote Russen meldet, kann man davon ausgehen, dass sie 2000 Tote hat. Die deutschen Massenmedien schreiben hier einfach nur die Selenskyi-PR ab.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.02.2024 13:57).