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  • Mathematiker

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus

Früher, in der Subsistenz-Wirtschaft hätte man die ganzen Schwätzer auf die Felder gejagt. Das Leben war hart und kurz. Das Tagewerk war lang und der persönliche Besitz sehr überschaubar. Mehr als ein Saufgelage zu hohen Festivitäten war da einfach nicht drin.

Im realexistierenden Sozialismus war das Schwätzertum schon weiter verbreitet, aber die Ineffektivität und fehlende Kreditwürdigkeit setzten der Gilde enge Grenzen.
Dort kam man nur weiter, wenn man der Nomenklatur hinterherschwätzte. Der Rest war lebensgefährlich. Beim alten Stalin war selbst dies eine lebensgefährliche Veranstaltung.

In unserer Republik nimmt die Dampfplauderei und das Schwätzertum immer mehr zu, während die Handlungsfähigkeit der Republik immer mehr abnimmt.
Möglich macht dies der Kapitalismus, der es den Schwätzern erlaubt, den Leistungsträgern das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich auf Kosten der Zukunft (Staatsanleihen und Kassa-Kredite) ein bequemes, leistungsloses Leben zu ermöglichen.

Sich der eigenen Belanglosigkeit bewusst, wird da selbst der Aldi-Verkäuferin, das nicht zwangsläufig erforderliche, zweite Paar Schuhe nicht gegönnt.
Klar, bei der läßt sich sicher noch Knete abgraben, denn wenn die eigene Existenz schon so jämmerlich ist, sollen auch die Anderen mindestens genauso leiden!

Es wird Zeit, diese Leute wieder auf die Felder zu schicken. Dann kommen die auf andere Gedanken.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.08.2022 17:53).

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    • Morgen komm ich dich holen

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.07.2022

    Antwort auf Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus von Mathematiker.

    Pol Pot, bist du es?

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  • Avatar von Capri
    • Capri

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    Antwort auf Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus von Mathematiker.

    Mathematiker schrieb am 13.08.2022 17:52:

    Es wird Zeit, diese Leute wieder auf die Felder zu schicken. Dann kommen die auf andere Gedanken.

    China hat das gemacht, es wurde nur zum Studium zugelassen wer sein Pflichtjahr in der Landwirtschaft abgeleistet hat, ich hatte mal vor vielen Jahren hier im Forum den Vorschlag gemacht das dies bei uns auch eine vernünftige Option sein könnte, darauf wurde ich digital gesteinigt, hauptsächlich von angeblichen Studenten.

    Auch Norbert Blüm (CDU) hatte vorgeschlagen für angehende Politiker als Vorrausetzung Erfahrung in der Arbeitswelt zu etablieren, auch der bekam sein Fett ab der "dumme Maurer" :(

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  • Avatar von Capri
    • Capri

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.12.2002

    Antwort auf Re: Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus von Morgen komm ich dich holen.

    Morgen komm ich dich holen schrieb am 13.08.2022 19:26:

    Pol Pot, bist du es?

    Das ist ja eine andere Sache Pol Pot sah Bildung generell als staatsgefährdend, darum das Verbot von Schreibmaschinen und sogar Brillen, das hatte doch nichts mehr mit Sozialismus zu tun, der benutzte die Linke Ideologie doch nur für seine absolute Macht und seinen Menschenhass.

    Wie Enver Hoxha in Albanien, dagegen war ja selbst ein Nicolae Ceaușescu in Rumänien fast noch ein Gutmensch.

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  • Avatar von fpdcb
    • fpdcb

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.10.2017

    Re: "Leistungsträger" als Symptom des berliner Kapitalismus

    Antwort auf Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus von Mathematiker.

    Auf die Felder gehen aber bitte die anderen, nicht wahr?

    Der Mathematiker ist schliesslich "Leistungsträger".

    Und wer in diesem Staat keine Arbeit hat ist zu faul zum arbeiten, egal wieviel gesellschaftlicher Reichtum schon dadurch vernichtet wird, weil mit 50+ und 30 Jahren Arbeitserfahrung das Jobcenter einen zum Bewerbungskurs schickt.

    Die Schwätzer sind von allen Zeiten und allen Gesellschaftsformen.
    Wie eine Gesellschaft aussieht bestimmen aber die Leisen, die man nicht wahrnimmt und die mit Geduld und Stetigkeit ihren Weg gehen ohne sich aufzuspielen oder jedem Hype hinterher zu rennen.

    Der Besitz der Produktionsmittel schafft jedoch leistungslose Schwätzer, denn der Aktionär interessiert sich nicht dafür was in den Firmen passiert, dafür hat er megagut bezahlte Manager, die belangt werden (können) wenn die Zahlen nicht stimmen und mal eben Tausende Arbeitsplätze 'abbauen' können.
    Darum gibts arm und reich - "Leistungsträger" ist ein Begriff der Wohlhabenden, zur Diffamierung der Habenichtse.

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    Antwort auf Schwätzertum als Symptom des berliner Kapitalismus von Mathematiker.

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