UIC-60 schrieb am 22.08.2022 21:32:
Für wichtige Vorsorgen gab es einfach keine Termine. Krebspatienten erhielten keine Radiologietermine. Endoskopieabteilungen waren einfach geschlossen. Zu spät erkannte Erkrankungen treiben auch hier die Sterbezahlen nach oben.
Ja, zuerst hat man in Erwartung der krassen Katastrophe medizinisches Personal zum Däumchendrehen auf Pandemiezentren zusammengezogen (der krasseste Fall aus meiner Umgebung in der Schweiz war im Nachbarkanton eine Frau, die vor der Tür einer geschlossenen Notfallstation gestorben ist, weil der Ehemann nicht mitgekriegt hatte, dass das medizinische Personal dort zwecks Betrieb einer dann nie genutzten Pandemiestation abgezogen worden war), dann hat man sich mancherorts geweigert, Routineuntersuchungen durchzuführen und zeitweise gab es bei Verdacht auf eine mögliche Corona-Infektion keinerlei Befriedigung anderer ("unwichtigerer") medizinischer Bedürfnisse.
Tja, zu behaupten, dass dies ohne Folgen geblieben wäre, würde bedeuten, dass unsere Gesundheitssysteme grösstenteils unnütz sind.