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  • LtData2000

mehr als 1000 Beiträge seit 04.03.2002

Bringt sowieso nix

Die Chinesen sind auch nicht dumm. Eine Abkopplung vom Markt bremst die nur kurzfristig aus. Mittel- bis langfristig bauen die dann eigene Technologie auf und ziehen dann umso schneller an USA und Europa vorbei.

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  • Avatar von Lordcommander
    • Lordcommander

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.04.2017

    Antwort auf Bringt sowieso nix von LtData2000.

    Aber die Amis zwingen ihre Verbündeten nicht mehr bei den Chinesen zu kaufen.
    Die müssen dann den Apple Scheiss nehmen.
    Ich habe sowohl Apple, als auch Huawei.
    Ein neues Apple werde ich nicht mehr kaufen.

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  • Avatar von ScharfGeschnitten
    • ScharfGeschnitten

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2023

    Startpunkt für die chinesische Entkopplung...

    Antwort auf Bringt sowieso nix von LtData2000.

    ...ist wohl 2017/18, seitdem arbeitet Huawei an eigenen Prozessoren und der Infrastruktur, diese selbst herzustellen. Ein kompletter Durchbruch ist hier allerdings noch nicht gelungen, man ist allerdings in der Lage mit ASML- Maschinen 7nm Strukturen herzustellen und einen Prozessor zu entwickeln, der den führenden westlichen Prozessoren um etwa 1 Generation hinterherhinkt.
    Und einen konkreten Plan, wie man sich von ASML unabhängig machen kann, scheint es auch schon zu geben. Es ist Alles tatsächlich lediglich eine Frage der Zeit, da Geld und politischer Wille vorhanden sind.

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  • Avatar von Karl Sten
    • Karl Sten

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.08.2015

    Antwort auf Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 09.05.2024 11:50:

    ...ist wohl 2017/18, seitdem arbeitet Huawei an eigenen Prozessoren und der Infrastruktur, diese selbst herzustellen. Ein kompletter Durchbruch ist hier allerdings noch nicht gelungen, man ist allerdings in der Lage mit ASML- Maschinen 7nm Strukturen herzustellen und einen Prozessor zu entwickeln, der den führenden westlichen Prozessoren um etwa 1 Generation hinterherhinkt.
    Und einen konkreten Plan, wie man sich von ASML unabhängig machen kann, scheint es auch schon zu geben. Es ist Alles tatsächlich lediglich eine Frage der Zeit, da Geld und politischer Wille vorhanden sind.

    Das ist durchaus so. Spannend wäre es natürlich zu wissen, ob die Ausbeute pro Wafer 10% oder 90% ist*. Aber da hält sich Huawei sehr bedeckt.

    Und natürlich ist eine Frage der Zeit: ASML hat an dem aktuellen Prozess für 2 nm ungefähr 20 Jahre geforscht - u.a zusammen mit technologischen deutschen Schwergewichten wie Zeiss oder Trumpf.

    Kann China das schneller umsetzen: Ja, wer auf den Schultern von Riesen steht kann das in der Regel schneller schaffen - da man ja weiß, dass ein bestimmter Weg funktioniert. Aber ASML schläft auch nicht und verschiebt die Grenze kontinuierlich nach vorn.

    *Ausbeute ist tatsächlich der entscheidende wirtschaftliche Faktor, da die Produktionskosten pro Wafer in beiden Fällen gleich sind - sich der Endpreis für den Chip aber um ca. den Faktor 10 unterscheiden kann.

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  • Avatar von Eichelhäher
    • Eichelhäher

    816 Beiträge seit 17.06.2022

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von Karl Sten.

    Die Frage dürfte sein, ob es sich der Versuch überhaupt noch lohnt, an die Technologie von ASML heranzukommen. Bei 2nm sprechen wir noch von 20 Atomen, da ist kaum noch Spielraum für Leistungssteigerungen, weil man ziemlich bald in den Bereich kommt, in welchem quantenmechanische Effekte zum Tragen kommen. Falls man keine Nachfolgetechnologie findet, dann könnte es sich lohnen, ansonsten dürfte es hinausgeworfenes Geld sein, zumal man ja die ganzen Zuliefertechnologien (Spiegel, Laser etc.) auch noch selbst entwickeln muss.

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  • Avatar von ScharfGeschnitten
    • ScharfGeschnitten

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2023

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von Eichelhäher.

    1.: Das mit den 2 nm dürfen sie nicht wörtlich nehmen. Die tatsächlichen Strukturgrößen sind i.d.R. deutlich über diesem Marketing- Wert
    2.: Quantenmechanische Effekte treten bereits reichlich auf, sie haben ASMLs High- NA EUV Entwicklung in den letzten beiden Jahren doch spürbar behindert
    3.: Die Chinesen versuchen gar nicht erst ASML zu kopieren, sondern gehen technisch einen neuen Weg

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  • Avatar von ScharfGeschnitten
    • ScharfGeschnitten

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2023

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von Karl Sten.

    ASMLs Hauptproblem bei der Entwicklung von EUV war die Strahlungsquelle. Nachdem sie diese entwickelt hatten, hat es bis zur fertigen EUV "nur" noch 4 Jahre gedauert.
    Aber ja, Sie haben Recht mit den "Riesen" Zeiss, Trumpf und Schott. Auch weil sie solche Zulieferer im eigenen Land nicht haben, gehen die Chinesen bei EUV einen anderen Weg als ASML mit seiner High NA EUV. Wenn der chinesische Weg funktioniert, werden sie möglicherweise die Kosten- und Technologie- Führerschaft erringen.
    Ach ja, noch ein Punkt zum Thema EUV: Es gibt unglaublich viele, auch populärwissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema EUV, so dass selbst ich als Laie ASMLs Entwicklungsgeschichte zumindest in groben Zügen nachvollziehen kann.

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  • Avatar von Karl Sten
    • Karl Sten

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.08.2015

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von ScharfGeschnitten.

    ScharfGeschnitten schrieb am 09.05.2024 17:31:

    ASMLs Hauptproblem bei der Entwicklung von EUV war die Strahlungsquelle. Nachdem sie diese entwickelt hatten, hat es bis zur fertigen EUV "nur" noch 4 Jahre gedauert.
    Aber ja, Sie haben Recht mit den "Riesen" Zeiss, Trumpf und Schott. Auch weil sie solche Zulieferer im eigenen Land nicht haben, gehen die Chinesen bei EUV einen anderen Weg als ASML mit seiner High NA EUV. Wenn der chinesische Weg funktioniert, werden sie möglicherweise die Kosten- und Technologie- Führerschaft erringen.
    Ach ja, noch ein Punkt zum Thema EUV: Es gibt unglaublich viele, auch populärwissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema EUV, so dass selbst ich als Laie ASMLs Entwicklungsgeschichte zumindest in groben Zügen nachvollziehen kann.

    Das mit den eigenen Wegen gehen ist durchaus möglich - Canon zeigte ja letztes Jahr auch sein neues 5 nm Nanoimprint-Lithografie System. https://www.heise.de/news/Canon-stellt-Lithografie-System-fuer-5-nm-Prozesse-vor-9336563.html

    Aber mit eigenen Wegen kann man halt auch schnell in der Sackgasse landen - oder überholen, wie man gerade in der Raumfahrt sieht.

    Wobei - wenn ich das richtig verstehe - geht an der EUV Lasertechnolgie kein Weg vorbei.

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  • Avatar von ScharfGeschnitten
    • ScharfGeschnitten

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2023

    Ich rechne künftig mit einer größeren Bandbreite an Technologien

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von Karl Sten.

    Canons Nanoimprint- Technologie ist ein gutes Stichwort, diese Technologie war 2013 ein heißer Kandidat für den DUV- Nachfolger. 10 Jahre später hat sie dann doch noch die Marktreife erreicht.
    Sie zeigt eindrucksvoll, dass man eigentlich gar kein Resist braucht, dass man vorher noch aktivieren muss. Und wenn man dann doch auf ein Resist setzt, muss dessen Aktivierung nicht zwangsläufig durch Licht geschehen.
    Die Chinesen setzen zwar auch auf Resist und Aktivierung durch Licht, zu dessen Erzeugung setzen sie aber auf Elektronenstrahlquelle und Undulator. Nachteil: Riesiger Platzbedarf
    Vorteile:
    1. Geringerer spezifischer Energieverbrauch des Laserstrahls
    2. Einfachere und kostengünstigere Optiken und Stepper, damit niedrigerer Investitionsbedarf
    Offen: Strahlqualität.
    Aber letztendlich sind bei jeder neuen Generation "Maskeninformations- Übertragungsmaschinen" ein halbes Dutzend unterschiedliche Technologien im Topf der Möglichkeiten. Wahrscheinlich verschwinden irgendwann selbst die Masken

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  • Avatar von Eichelhäher
    • Eichelhäher

    816 Beiträge seit 17.06.2022

    Antwort auf Re: Startpunkt für die chinesische Entkopplung... von ScharfGeschnitten.

    Auch wenn die Chinesen auf anderem Weg versuchen die Halbleiter herzustellen, stehen sie doch genauso vor dem Problem, dass die physikalische Grenze der jetzigen Chips fast erreicht ist. Wie es wirklich beim Thema Quantencomputer aussieht, wissen wohl nur die Insider. Wenn da nichts passiert, werden die CPU wohl wieder größer.

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