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Avatar von teutolith
  • teutolith

mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2014

Seltsames Argument?

"In einem Erklär-Video des Bundesverteidigungsministeriums sagt dessen politischer Direktor, um abschrecken zu können müssten wir auch in der Lage sein, russische Raketen zu entwaffnen oder zu zerstören, bevor sie überhaupt abgeschossen werden können.

Das halte ich für ein sehr seltsames Argument, weil es die strategische Stabilität erschüttert. Man muss sich das mal von der anderen Seite aus, also aus der russischen Perspektive, vorstellen. Das hieße nämlich, solche Raketen müssten zuerst eingesetzt werden, damit sie den Zweck der Entwaffnung der anderen Seite erreichen.

Und dann fragt man sich, in welchem Szenario soll das stattfinden, dass wir zuerst schießen? Das könnte die Russen dazu bringen, ihrerseits zu sagen, dann müssen wir die Raketenstellungen der NTO angreifen, bevor sie zum Schuss kommen. Diesen gegenseitigen Präemptionsdruck halte ich für gefährlich."

Das klingt irgendwie, als hätte jede Seite nur je eine Rakete. Oder zumindest, als würden alle Raketen einer Seite gleichzeitig gestartet. Natürlich kann es wichtig für uns sein, russische Raketen noch am Boden zu zerstören, wenn ein bewaffneter Konflikt bereits im Gange ist. Was soll denn daran seltsam sein?

Im übrigen, TP, was soll es denn nun sein, "NATO-Aufrüstung böse" oder "NATO kann mit Rußland nicht mithalten"?

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.08.2024 11:26).

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  • Avatar von Feyd (1)
    • Feyd (1)

    42 Beiträge seit 02.08.2019

    Antwort auf Seltsames Argument? von teutolith.

    teutolith schrieb am 20.08.2024 11:19:

    Das klingt irgendwie, als hätte jede Seite nur je eine Rakete. Oder zumindest, als würden alle Raketen einer Seite gleichzeitig gestartet. Natürlich kann es wichtig für uns sein, russische Raketen noch am Boden zu zerstören, wenn ein bewaffneter Konflikt bereits im Gange ist. Was soll denn daran seltsam sein?

    Im übrigen, TP, was soll es denn nun sein, "NATO-Aufrüstung böse" oder "NATO kann mit Rußland nicht mithalten"?

    So ein bisschen ist Ihr Argument seltsam. Was glauben Sie was passiert wenn nur einer auf den Knopf drückt bei dieser Konstellation!? Dann ist dass das Ende der Fahnenstange dann drücken alle auf den Knopf und dann gute Nacht Welt.

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    • teutolith

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2014

    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von Feyd (1).

    Feyd (1) schrieb am 20.08.2024 11:29:

    teutolith schrieb am 20.08.2024 11:19:

    Das klingt irgendwie, als hätte jede Seite nur je eine Rakete. Oder zumindest, als würden alle Raketen einer Seite gleichzeitig gestartet. Natürlich kann es wichtig für uns sein, russische Raketen noch am Boden zu zerstören, wenn ein bewaffneter Konflikt bereits im Gange ist. Was soll denn daran seltsam sein?

    Im übrigen, TP, was soll es denn nun sein, "NATO-Aufrüstung böse" oder "NATO kann mit Rußland nicht mithalten"?

    So ein bisschen ist Ihr Argument seltsam. Was glauben Sie was passiert wenn nur einer auf den Knopf drückt bei dieser Konstellation!? Dann ist dass das Ende der Fahnenstange dann drücken alle auf den Knopf und dann gute Nacht Welt.

    Und wenn wir diese Waffensysteme nicht aufstellen und uns stattdessen darauf verlassen, russische Raketen in der Luft abzufangen, passiert das nicht?

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  • Avatar von Raistlin666
    • Raistlin666

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    Antwort auf Seltsames Argument? von teutolith.

    Entscheidend für mich ist, das einem hier eh Sand in die Augen gestreut wird.

    Sagen es ist zum Schutz, dann aber nur Waffen stationieren, die nur offensiv eingesetzt werden können, ist schon seltsam.

    Und zu Ihrer Ausführung, ja Sie haben zwar recht das es nicht nur um eine Rakete geht, sie vergessen aber das wir hier über militärischen Doktrinen reden die darauf aus sind das der Gegner nicht mehr oder kaum noch Antworten kann.

    Hier geht es nicht um Ping Pong, was scheinbar Ihre Vorstellung zu sein scheint.

    Und zu Ihrem letzten Satz, das eine schließt das andere doch nicht aus. Zumal ja hier deutlich mehr Autoren zu Wort kommen als bei TP fest angestellt sind, was auch bedeutet das es zu "Widersprüchen" kommen kann, was aber auch nur zeigt das TP versucht alle Seiten zu beleuchten, was doch eher positiv ist, außer man beharrt darauf das man nur die eigene Sichtweise vermittelt bekommt und alles andere nur als störend empfindet ;)

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    • Feyd (1)

    42 Beiträge seit 02.08.2019

    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von teutolith.

    teutolith schrieb am 20.08.2024 11:48:

    Und wenn wir diese Waffensysteme nicht aufstellen und uns stattdessen darauf verlassen, russische Raketen in der Luft abzufangen, passiert das nicht?

    Und ständig neu an der Eskalationsspirale drehen verhindert das also?! Tut mir leid aber dieses Argument zieht nicht. Das ist ungefair so als ob man sich in ein Knie zu schiesst und zu hoffen wenn man sich in das andere schiesst das es besser wird.

    Gleiches mit Gleichem zählt im Zeitalter der A-Bombe einfach nicht mehr, wenn es einmal soweit esakliert ist es vorbei da nutzt ihnen auch die Tomahawk Rakete in D nichts. Wir vergessen alle viel zu leicht welche Nation als einzige es in der Geschichte gewagt hat gleich 2 von diesen Bomben zu werfen, im Namen der "gerechten Sache".

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    • teutolith

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2014

    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von Feyd (1).

    Feyd (1) schrieb am 20.08.2024 11:56:

    teutolith schrieb am 20.08.2024 11:48:

    Und wenn wir diese Waffensysteme nicht aufstellen und uns stattdessen darauf verlassen, russische Raketen in der Luft abzufangen, passiert das nicht?

    Und ständig neu an der Eskalationsspirale drehen verhindert das also?! Tut mir leid aber dieses Argument zieht nicht. Das ist ungefair so als ob man sich in ein Knie zu schiesst und zu hoffen wenn man sich in das andere schiesst das es besser wird.

    Sich angemessen gegen einen übermächtigen, aggressiv expansionistischen Gegner zu wappnen, ist keine Eskalation, sondern eine schlichte Notwendigkeit.

    Gleiches mit Gleichem zählt im Zeitalter der A-Bombe einfach nicht mehr, wenn es einmal soweit esakliert ist es vorbei da nutzt ihnen auch die Tomahawk Rakete in D nichts. Wir vergessen alle viel zu leicht welche Nation als einzige es in der Geschichte gewagt hat gleich 2 von diesen Bomben zu werfen, im Namen der "gerechten Sache".

    Da hast du recht. Umso wichtiger ist das "Gleichgewicht des Schreckens", das dafür sorgt, daß niemand diesen katastrophalen letzten Fehler macht.

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    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von Raistlin666.

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  • Avatar von Randle Patrick McMurphy
    • Randle Patrick McMurphy

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    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von teutolith.

    Umso wichtiger ist das "Gleichgewicht des Schreckens", das dafür sorgt, daß niemand diesen katastrophalen letzten Fehler macht.

    Kennen Sie "Mexican Standoff"?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mexican_Standoff#/media/Datei:Mexican_Standoff.jpg
    Das "Gleichgewicht des Schreckens" sorgt dafür dass sich alle voneinander bedroht fühlen - wieso der "katastrophale letzte Fehler" dadurch verhindert würde ich gerne wissen, je mehr mitmachen umso größer die Gefahr dass einem der Triggerfinger zuckt ...

    Bisher wurden der "katastrophale letzte Fehler" durch Insubordination verhindert:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow

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    • teutolith

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    Antwort auf Re: Seltsames Argument? von Randle Patrick McMurphy.

    Das "Gleichgewicht des Schreckens" hat jedenfalls jahrzehntelang funktioniert. Was passieren kann, wenn eine Seite sehr viel schwächer ist als die andere, sieht man in der Ukraine. Das Baltikum, obwohl die laut Solovyov "alle zusammen in einen Fahrstuhl passen", ist sicher.

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