Es sollte sich mittlerweile herum gesprochen haben, dass Geographen der Uni Bonn die Wassermenge berechnet und festgestellt haben, dass diese mit 1.200 Kubikmetern pro Sekunde in etwa in der Größenordnung von 1804 lag.
https://www.arte.tv/de/videos/106167-000-A/die-nacht-als-die-flut-kam/
ab 1h03
Im Unterschied zu 1804 ist die Talsohle 2021 viel dichter besiedelt. Und jedes Bauwerk staut die gleiche Wassermenge zu neuen Rekordständen auf. Das Hochwasser an der Ahr ist daher weder von der Größenordnung noch von der Häufigkeit "außergewöhnlich".
Man tut der Diskussion ums Klima keinen Gefallen, wenn man bei jeder Flutwelle "Klimawandel" ruft.
Vor allem, wenn die Flutwelle durch Bebauung und Treibgut zu neuen Rekordständen aufgestaut wird. Übrigens ein klassischer Anfängerfehler. Äpfel mit Birnen vergleichen und dabei nicht merken, dass sich wesentliche Rahmenbedinungen in der Zwischenzeit geändert haben, die einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis haben.
Die Flutwelle an der Ahr hätte es 2021 mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ohne Klimawandel gegeben. So wie 1804 und davor wie danach.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.08.2022 18:25).