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  • unbekannter Benutzer

283 Beiträge seit 08.06.2017

Kein Lebensziel, keine Wohnung? Kein Wunder!

Bisher habe ich in keinem Artikel darüber Infos gefunden, ob der Täter nach seiner Haftentlassung draußen eine Wohnung, eine Arbeitsstelle oder auch nur ein soziales Umfeld hatte?

Wenn nicht, dann war es praktisch klar, dass er wieder so etwas macht, was er schon ein Dutzend Mal vorher gemacht hat (Bedrohung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, sexuelle Belästigung). Der hatte nichts zu verlieren, im Gegenteil, hat jetzt in Haft wieder ein Dach über dem Kopf und wird vollversorgt.

Die deutsche Justiz hat die Resozialisierung zur Maxime. Allerdings gibt es Menschen, die nie sozialisiert waren, so dass sie auch nicht resozialisiert werden können.

Und Deutschland war schon immer schlecht in Sachen Soziales und Integration. Jemanden in die "Freiheit" entlassen, was für den Kerl faktisch perspektivloses Obdachlosendarben bedeutet - solche Typen haben dann nichts zu verlieren. Die gewinnen sogar mit einer erneuten Haft. Und Haftgründe kann jedes überall erhältliche Küchenmesser liefern ...

Ja, Menschen sind selbstverantwortlich und schuld, aber alles geschieht in bestimmten Umständen, die geändert werden könnten, wenn der politische Wille dazu da wäre. Und seinen es nur staatliche Wohnungs- (Housing first) und Arbeitsprogramme (denn, machen wir uns nichts vor, manche Menschen sind mit Selbstmotivation und Stellenbewerben überfordert, Wohnungen bekommen solche auf dem freien Wohnungsmarkt sowieso nicht; entweder man regelt das für die, oder das Risiko besteht, dass die einfach austicken, weil für sie sowieso alles egal ist, und sie sich so an Unschuldigen abreagieren können, und dazu noch allgemeine Aufmerksamkeit erhalten).

Härtere Strafen schrecken niemanden ab. Das ist bewiesen. Soziale Sicherheit (Bildung, Sozialversicherung, Arbeit) für alle Menschen, gerade auch solche, die es nie gelernt haben, sich selber zu helfen, wäre die beste Prävention. Finnland und die Schweiz sind waffenstarrend. Aber dank sozialer Sicherheit tickt da fast nie wer aus.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (28.01.2023 09:49).

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  • Avatar von ischi20
    • ischi20

    14 Beiträge seit 01.03.2022

    Antwort auf Kein Lebensziel, keine Wohnung? Kein Wunder! von .

    Unsinn. Der Mann hat auch im Wohnheim seine Mitbewohner tyrannisiert und bedroht. Sie können dem keine Wohnung in einem Wohnblock zuweisen, ohne jegliche Betreuung. In solchen Häusern muss ein Sozialarbeiterr rund um die Uhr Dienst tun, und durchgreifen wo nötig. (Habe über 30 jährige Erfahrung in der Bewährungshilfe) Und auch da scheitern immer wieder Wohnverhältnisse, weil Bewohner untragbar für ihre Mitbewohner werden. Das mag zwar in Ihrer naiv-optimistischen Traumwelt anders sein, hat aber mit der Realität nichts zu tun. "Hausing first" ist ein ausgesprochen blödsinniges Konzept.
    Soziale Sicherheit ist in Deutscland vorhanden, vergleichen Sie das mal mit Palestina. Bildung und Arbeit etc. da will ich mich gar nicht zu äußern, das mwird sonst geradezu absurd.

    Kann Ihnen nur empfehlen ihr Mittelschicht-Puppenstube zu verlassen und mal die Realität kennen zu lernen. Aber Achtung das könnte unbequem und schmmerzhaft sein.

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