Antwort auf Re: Hofnarren in Pestzeiten von Capt Trips .
Der ganze Kulturbetrieb ist Hofnarrentum, Luxus.
Na und? Klar, 10% des BIP geht nicht und es kann sich auch nicht jede Große Kreisstadt eine Oper leisten oder ein Ballet.
Zum Gedöns der Hofnarren:
Grenzüberschreitungen eines Georg Schramm auf einem CDU-Parteitag oder eine Fastenpredigt auf dem Nockherherg ("Gelb gekleidete Ichlinge skandieren 'Arbeit macht frei' " als Kommentar zur Sozialpolitik der FDP, ist nun 10 Jahre her - Edmund Stoiber meinte dazu: Das sei Säbel, nicht Florett gewesen) ändern an der Hofnarrenfunktion des Kulturbetriebs nicht wirklich etwas. Diese Art tolerierte Form des Dampfablassens und auch der Ablenkung, wie etwa Ballett, gehört aber zu den Dingen, die das Leben erträglich, aber auch manchmal und öfter als man miesepeterisch meint, erst schön machen.
Wobei es jede nach ihrem Gusto halten kann, was sie schön findet. Der eine Ballet, die andere Hard Rock und manche haben beim ESC erfahren, dass Französisch doch mehr ist als nur eine Technik.
Das ist die Funktion der Kultur. Deshalb braucht man sie essentiell und deshalb ist das, was manche Landesregierung derzeit durch ihre Coronaverordnungen im Kulturbetrieb oder auch im Vereinssport und der Jugendarbeit anrichtet, unter aller Sau.
Ballet ist Gedöns, Luxus. Aber Gedöns und Luxus machen eben erst aus Vegetieren Leben.
Ich bin das Vegetieren im Lock Down leid.