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  • Pnyx (1)

mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2017

leidendes Gras

Wie es aussieht, geht das Kalkül der Sanktionen, wonach das Leiden der Bevölkerung den Druck auf die Regierung in Damaskus derart erhöht, dass sie sich zu Verhandlungen und Kompromissen bereit erklärt, wie sie von den USA gefordert werden, nicht auf.

Das ist aber lediglich der offiziell kommunizierte Teil des Kalküls. Wirtschaftskrieg funktioniert für die usa, die aufgrund ihres globalen Einflusses, z. B. qua Beherrschung der internationalen Zahlungssysteme, in der Lage ist, ihre Macht überallhin zu projizieren, immer. An sich möchte man Assad stürzen, aber wenn das nicht möglich ist, dann eben zumindest das Land am wirtschaftlichen Boden halten, seinen Einfluss auf die Region minimieren. Das Schicksal der Bevölkerung spielt dabei keine Rolle.

Selbstverständlich hat die usa weiterhin einen Fuss in der syrischen Tür. Bekanntlich auch militärisch. At Tanf, von wo aus immer wieder IS-Kommandoaktionen ausgehen, Deir es Zor, wo man das syrische Öl stiehlt. Völkerrechtlich alles jenseits, aber wen kümmert das in Washington. Biden und Blinken so wenig wie zuvor Tronald. Am Verhalten der usa wird sich grundlegend nichts ändern. Es ist sogar gut möglich, dass der militärische Aufwand wieder erhöht wird. Wer an dieser Politik des beständigen Drucks zugrunde geht, hat eben Pech gehabt. Wenn sich Elefanten streiten leidet das Gras.

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