Rhiannon schrieb am 16.02.2021 19:08:
Hallo,
und wieder einmal zeigt sich, daß Sanktionen NIEMALS eine Regierung treffen, sondern immer die einfache Bevölkerung.
Wer glaubt, die Führung der DDR, die damals auch als Staat fleißig vom Westen sanktioniert wurde, habe gelitten, der konnte in der Nachwendezeit sehen, daß an dem nichts war.
Kein so gutes Beispiel. Denn die Unszufriedenheit der Menschen hat sie letztlich auf die Straßen getrieben und als die Sowjets Signal gegeben hatten, dass die Demonstranten nicht verhaftet werden sollten, führte das am Ende zur Abdankung der alten Regierung und zur Handstreichübernahme durch den Westen.
In Russland wurden die Weichen durch den Trunkenbold Jelzin ähnlich gestellt, aber dann wurde Putin gewählt und er beendete den Ausverkauf des Landes. Darum hasst in der Geldwesten so unversöhnlich. Darum senden unsere Leitmedien Bilder von Demonstrationen gegen die Regierung. Selbst wenn wie kürzlich bei den Frauen-Demos für Nawalny nur ein paar einsame verpeilte Seelen teilnehmen.
Selbstverständlich wollen die USA die Bevölkerung so lange quälen, bis sie aus Verzweiflung auf die Straße geht. Schließlich haben die Geqäulten nicht das Geld, um sich das Flugticket nach Amerika zu kaufen und müssen auf den heimischen Straßen demonstrieren.
Dass die Sanktionen vordergründig auf ausgewählte Personen und Firmen zielt, soll nur in heimischen Gestaden den Eindruck von überlegener Moral verfestigen. Für die Bevölkerung der sanktionierten Länder sind die Effekte aber identisch. Das ist das Kernziel.
Sobald dann die ersten Demonstranten auftauchen, werden sie in den westlichen Länder maximal gefeatured. Selbst wenn es nur sehr junge Menschen sind, die kaum ein tragfähiges politisches Weltbild haben wie in Hongkong oder bei Nawalny oder wenn die Demos dann auf wenige, teils an zwei Händen abzählbare Teilnehmer zusammenschrumpfen, wie bei den Frauen-Nawalny-Demos. Die westlichen Leitmedien kalkulieren, mit der Öffentlichkeitssehnsucht der durch Instagram zusätzlich angefixten Menschen.
So lange die USA kein neues Interesse am Frieden, kein anderes als dem nach Assads Abdankung, haben, so lange werden die Sanktionen weitergehen. Die Soldaten, die die USA in Syrien haben, würden auch, wenn sie im Irak stationiert wären, ähnlich Geld kosten.
Die USA spielen auf Zeit. Afghanistan zeigt, dass ihnen selbst 20 Jahre Dauererniedrigung durch unbesiegbar Ziegenbauern nicht zu viel Schmach sind. Das Ziel dort ist, die Chinesen auf dem Landweg aufzuhalten. Der Krieg trägt sich selber, denn die Staatsanleihen, die für die Finanzierung der Milliarden-Militärbudgets ausgegeben werden, werden von aller Welt so lange gekauft, wie die USA die Welt fest im Griff hält.